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Helaba mit deutlich rückläufigem Ergebnis im ersten Halbjahr

Frankfurt am Main, 28.08.2026

Die Helaba verzeichnet für die ersten sechs Monate des Geschäfts­jahres 2026 ein deutlich rückläufiges Ergebnis. Das Konzern­ergebnis vor Steuern ging deutlich auf 194 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 458 Mio. Euro). Der Rückgang ist maßgeblich bedingt durch Belastungen im gewerblichen Immobilien­geschäft und einen Rück­gang des Fair Value-Ergebnisses.

„Die Auswirkungen der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen und kapital­markt­bezogenen Rahmen­bedingungen haben insbesondere unser gewerbliches Immobiliengeschäft belastet und das Fair Value-Ergebnis gedrückt. Dieses Halbjahres­ergebnis entspricht nicht unseren Erwartungen“, sagt Thomas Groß, CEO der Helaba. „Die dynamische Entwicklung des Neugeschäfts und des Provisions­­überschusses bestätigt jedoch unsere strategische Ausrichtung. Durch gezieltes Portfolio­management konnten wir darüber hinaus unsere NPL-Quote spürbar reduzieren“, so Groß weiter.

Das Ergebnis ist deutlich geprägt von den Auswirkungen der anhaltenden geo­politischen Verwerfungen, dem damit einhergehenden Anstieg des Markt­zinsniveaus und der weiterhin verhaltenen konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Die operativen Erträge gingen um 8,9 Prozent zurück auf 1.368 Mio. Euro (Vorjahr: 1.502 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss sank moderat um 6,4 Prozent auf 770 Mio. Euro (Vorjahr: 823 Mio. Euro). Der Provisions­überschuss legte dagegen auch aufgrund einer positiven Entwicklung im Kredit- und Aval­geschäft deutlich um 10,0 Prozent auf 319 Mio. Euro zu (Vorjahr: 290 Mio. Euro). Bewertungs­effekte infolge des Zinsanstiegs im ersten Halbjahr und eine vorübergehende Zurück­haltung im relevanten Kundengeschäft führten dazu, dass das Fair Value-Ergebnis um 67,1 Prozent auf 54 Mio. Euro fiel (Vorjahr: 164 Mio. Euro). Im nicht­zins­tragenden Geschäft wuchs das Ergebnis aus als Finanz­investitionen gehaltenen Immobilien, in erster Linie die von der GWH gehaltenen Wohnimmobilien, um 22,2 Prozent auf 163 Mio. Euro (Vorjahr: 134 Mio. Euro).

Wachstumsinvestitionen sowie tarif- und inflationsbedingte Kosten­steigerungen führten zu einem Anstieg des Verwaltungs­aufwands um 6,6 Prozent auf -975 Mio. Euro (Vorjahr: -915 Mio. Euro).

Die Netto-Zuführung zur Risikovorsorge ist deutlich um 53,0 Prozent auf -198 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: -129 Mio. Euro). Die Zunahme ist überwiegend getrieben von erhöhten Belastungen aus dem Immobilien­geschäft. In der Zuführung zur Risiko­vorsorge wurden zudem geopolitische Risiken berücksichtigt.

„Wir sehen die Helaba weiterhin strategisch gut für die Zukunft aufgestellt. Aktuell schärfen wir unseren Investitionsfokus, beschleunigen unsere Wachstums­initiativen und haben konsequente Sparmaßnahmen eingeleitet“, sagte Groß. „Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass wir im Gesamt­jahr 2026 ein Ergebnis vor Steuern von rund 500 Mio. Euro erzielen werden. Wir halten an unserem Mittelfristziel fest, das Ergebnis in den nächsten fünf Jahren auf eine Milliarde Euro vor Steuern zu steigern.“