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Wohnen bleibt Europas bevorzugte Immobilienassetklasse – steigendes Investorenvertrauen im Jahr 2026 

Frankfurt am Main, 11.02.2026

Wohnimmobilien haben laut des European Investor Intentions Survey 2026 des globalen Immobiliendienstleisters CBRE ihre Position als attraktivster Sektor für Immobilieninvestitionen in Europa behauptet, da das Vertrauen der Investoren weiter wächst und die Erwartungen an die Transaktionsaktivität steigen. Zum zweiten Mal in Folge führt Living das Ranking an. Die Assetklasse profitiert weiterhin von einer starken strukturellen Nachfrage, einem begrenzten Angebot sowie günstigen langfristigen Fundamentaldaten und liegt damit sowohl bei inländischen als auch grenzüberschreitenden Investitionen vor Logistik und Büro. Die gesamten Ergebnisse der Umfrage finden sich auf der Website von CBRE.

Investorenzuversicht steigt – 2026 als Schlüsseljahr der Markterholung

„Das gestiegene Vertrauen der Investoren in europäische Immobilien spiegelt stabilisierende Preise und eine breitere Verfügbarkeit von Fremdkapital wider. Da sich die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern weiter annähern, dürfte 2026 ein entscheidendes Jahr für die Erholung des Marktes werden“, sagt Dr. Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland.

„Wohnimmobilien stehen weiterhin klar im Mittelpunkt der Investitionsstrategien, während Kapital zunehmend auf Märkte mit soliden Fundamentaldaten und langfristigem Wachstumspotenzial ausgerichtet wird“, sagt Filip Hejnal, Head of Equity Placement bei CBRE in Deutschland.

Die Umfrage zeigt zudem eine Verbesserung der Marktstimmung: Investoren nennen sinkende Finanzierungskosten und attraktive Einstiegspreise als wesentliche Rückenwinde für Investitionen. Fast neun von zehn Investoren (89 Prozent) erwarten, dass ihre Ankaufaktivitäten 2026 steigen oder stabil bleiben, während 83 Prozent davon ausgehen, dass auch die Verkaufsaktivität zunehmen oder auf dem aktuellen Niveau bleiben wird.

Südeuropa im Fokus grenzüberschreitender Investoren

Südeuropa erweist sich als wichtiger Profiteur des wieder zunehmenden grenzüberschreitenden Interesses. Spanien belegt Platz eins unter den Ländern, denen für 2026 die stärksten Gesamtrenditen am Immobilienmarkt zugetraut werden. Dies spiegelt robuste makroökonomische Rahmenbedingungen sowie eine starke Nachfrage nach Living-Immobilien in Städten wie Madrid und Barcelona wider. Das Vereinigte Königreich folgt auf Platz zwei, während Polen seine Position als drittwichtigstes Investitionsziel behauptet. Italien kletterte ebenfalls im Ranking und erreichte Platz vier.

Deutschland bleibt stabiler Zielmarkt

Auch Deutschland bleibt ein wichtiger Zielmarkt für Immobilieninvestoren in Europa. Zwar zählt der deutsche Markt laut Studie nicht zu den Top-Destinationen mit den höchsten erwarteten Gesamtrenditen 2026, dennoch bleibt die inländische Nachfrage stabil und das Interesse an hochwertigen Assets hoch. Gleichzeitig sehen Investoren Deutschland stärker als andere Märkte durch konjunkturelle Risiken geprägt – insbesondere mit Blick auf die Sorge vor einer wirtschaftlichen Abschwächung.

Berlin bleibt zudem einer der bedeutendsten europäischen Investmentstandorte und ist weiterhin in den Top-10 der attraktivsten Städte für grenzüberschreitende Immobilieninvestitionen vertreten. Treiber hierfür sind laut CBRE vor allem das anhaltende Bevölkerungswachstum sowie strukturelle Angebotsengpässe im Wohnungsmarkt – Faktoren, die insbesondere Wohninvestments auch in Deutschland langfristig unterstützen.

London erneut Spitzenreiter bei europäischen Investmentstädten

London bleibt die attraktivste europäische Stadt für grenzüberschreitende Immobilieninvestitionen. Madrid und Barcelona sind neben Warschau und Mailand prominent in den Top-5 vertreten. Dies unterstreicht die wachsende Nachfrage der Investoren nach Märkten mit hoher Liquidität, langfristiger Widerstandsfähigkeit und zusätzlichem Wertsteigerungspotenzial.

Value-add und Core-plus dominieren Strategien

Investoren bevorzugen weiterhin Value-add- und Core-plus-Strategien, unterstützt durch stabilisierende Preise und Chancen zur Verbesserung von Erträgen sowie Nachhaltigkeitsperformance. Während das Interesse an klassischen Core-Strategien mit stabilem Cash-Flow im Jahresvergleich leicht zugenommen hat – insbesondere bei Institutionellen Anlegern –, konzentrieren sich Investment- und Assetmanager weiterhin stärker auf risikoreichere Strategien.

Nachhaltigkeit als zentraler Faktor der Investmententscheidung

Nachhaltigkeit spielt weiterhin eine zentrale Rolle bei Investitionsentscheidungen. Eine deutliche Mehrheit der Investoren betrachtet ESG-Initiativen als Quelle für Wertschöpfung, wobei die Modernisierung und energetische Sanierung bestehender Immobilien (Retrofit) als bevorzugter Weg zur Verbesserung der Portfolio-Performance gilt. Nachhaltigkeitskriterien spiegeln sich zunehmend direkt in der Preisbildung von Immobilien sowie in der Auswahl von Investitionsobjekten wider.