Hotel

Hotelinvestmentmarkt bleibt trotz rückläufigem Transaktionsvolumen von hoher Aktivität geprägt

Investitionsvolumen im ersten Halbjahr 2026 bei 720,9 Millionen Euro – Marktgeschehen von zahlreichen kleineren Transaktionen geprägt – Spitzenrendite für Hotels mit langjährigem Pachtvertrag bei 5,25 Prozent

Berlin, 09.07.2026

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erreichte im ersten Halbjahr 2026 ein Investitionsvolumen von 720,9 Millionen Euro und lag damit 23,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre zeigte sich der Markt jedoch weiterhin auf einem soliden Niveau. Ausschlaggebend für das niedrigere Volumen war vor allem das bisherige Ausbleiben großvolumiger Transaktionen. Dennoch blieb die Marktaktivität hoch: Deutlich mehr Abschlüsse als im Vorjahreszeitraum unterstreichen das anhaltende Investoreninteresse, das sich derzeit vor allem auf kleinere Transaktionen und Standorte außerhalb der etablierten Investmentzentren konzentriert. Die Bruttospitzenrendite erhöhte sich vor dem Hintergrund der Entwicklungen an den Kapitalmärkten im zweiten Quartal leicht um 0,15 Prozentpunkte auf 5,25 Prozent. Dies sind die aktuellen Ergebnisse einer Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.

„Hotels bleiben eine gefragte Assetklasse und werden zunehmend als strategische und langfristige Anlageklasse wahrgenommen, die stabile Fundamentaldaten mit attraktiven Wertsteigerungspotenzialen verbindet. Allerdings fiel die Dynamik zuletzt etwas geringer aus als zu Jahresbeginn, denn geopolitische Unsicherheiten führten dazu, dass einzelne Prozesse später abgeschlossen und neue Transaktionen zeitweise zurückhaltender angestoßen werden”, sagt Helena Rickmers, Head of Hotel Investment bei CBRE in Deutschland.

Diese Einschätzung wird auch durch die CBRE European Hotel Investor Intentions Survey 2026 gestützt. Demnach plant die überwiegende Mehrheit der befragten Investoren, ihre Allokation im Hotelsektor beizubehalten oder sogar auszubauen. Das Marktgeschehen konzentriert sich jedoch weiterhin auf Investoren, die durch Repositionierungen und aktives Asset Management zusätzliche Wertschöpfung realisieren wollen. Entsprechend wechselte der Großteil der Hotels betreiberfrei den Eigentümer – und gibt dem Käufer damit die volle Flexibilität, das vorhandene Wertsteigerungspotenzial auszuschöpfen. Investoren agieren dabei weiterhin selektiv und mit hoher Disziplin. Außerhalb des Prime-Segments führt dies zu einer stärkeren Rendite-Differenzierung nach Lage, Objektqualität und Risikoprofil.

Zu den aktivsten Käufergruppen zählten im ersten Halbjahr Asset- und Fondsmanager, allen voran aus dem angelsächsischen Raum, sowie Immobiliengesellschaften und Privatinvestoren. Daneben nutzten auch Eigenbetreiber das aktuelle Marktumfeld, um ihre Bestandsportfolios gezielt durch kleinere Zukäufe zu erweitern.

Fundamentaldaten stützen den Investmentmarkt

Die operativen Fundamentaldaten des deutschen Hotelmarktes entwickeln sich weiterhin positiv. Mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen wurde 2025 ein neuer Höchststand erreicht. Auch zu Beginn des Jahres 2026 setzte sich der Anstieg moderat fort. Die stabile Entwicklung im Beherbergungsmarkt bildet damit weiterhin eine wichtige Grundlage für das anhaltend hohe Interesse an Hotelinvestments.

Ausblick auf das zweite Halbjahr 2026

„Sobald sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld weiter stabilisiert und Unsicherheiten abnehmen, dürfte sich dies insbesondere im großvolumigen Segment wieder stärker im Transaktionsgeschehen widerspiegeln. Die hohe Zahl laufender Ankaufsprüfungen zeigt, dass viele Investoren bereits heute aktiv nach geeigneten Opportunitäten suchen”, sagt Rickmers.

Weiterführende Informationen

https://www.cbre.de