encosa sichert sich 25 Mio. Euro Gesamtfinanzierung für die Skalierung gewerblich und industriell genutzter Batteriespeicher
Realyze Ventures führt die Eigenkapitalfinanzierung des Münchner Unternehmens an
Der Markt für industrielle Batteriespeicher nimmt Fahrt auf: Das Münchner Startup encosa hat sich eine Gesamtfinanzierung über 25 Mio. Euro gesichert, um sein Portfolio gewerblich und industriell genutzter Batteriespeicher weiter auszubauen. Realyze Ventures, einer der führenden sektorfokussierten Frühphasen-VC-Fonds Europas, führt die Eigenkapitalfinanzierung an. Beteiligt sind außerdem Verve Ventures, Blum Ventures, Kopa Ventures und Bayern Kapital sowie bestehende Investoren und mehrere Business Angels.
encosa definiert bei Batterie-Energiespeichersystemen (BESS) die Möglichkeiten des Zugriffs und Betriebs für gewerbliche und industrielle Unternehmen neu. Parallel sichert sich das Unternehmen eine skalierbare Debt-Facility von einem Fremdkapitalgeber – ein deutliches Zeichen dafür, dass führende Finanzinstitute von der Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit des Modells überzeugt sind.
Batteriespeicher als Antwort auf volatile Energiepreise
Steigende Strompreise, wachsende Netzentgelte und strengere CO₂-Vorgaben setzen Unternehmen in Europa zunehmend unter Druck. Batteriespeicher gelten als eine Schlüsseltechnologie, um Energiekosten zu senken, Lastspitzen zu reduzieren und zusätzliche Erlöse über den Stromhandel zu erzielen. Doch gerade im Mittelstand scheitert der Einsatz häufig an hohen Investitionskosten und komplexen Umsetzungsprozessen. encosa will genau diese Hürden beseitigen.
Nutzung statt Besitz als Lösung
Das Unternehmen bietet gewerblichen und industriellen Kunden Batteriespeicher als Komplettlösung an – ohne eigene Anfangsinvestition. encosa übernimmt dabei die Planung, Finanzierung, Installation und den Betrieb der Anlagen. Die Finanzierung ist flexibel: Kunden wählen zwischen Kauf, Miete oder Pacht – encosa bringt entweder das Kapital mit oder begleitet die Direktinvestition. Einnahmen erzielt das Unternehmen sowohl über den Energiehandel als auch über die Optimierung des Energieverbrauchs der Kunden. Damit verfolgt encosa ein Geschäftsmodell, das über klassische Energiedienstleistungen hinausgeht. Das Unternehmen baut aktiv ein eigenes Portfolio an Batteriespeichern auf und partizipiert direkt an den Erträgen.
Software als entscheidender Hebel
Ein zentrales Element für die Wirtschaftlichkeit ist die eigene Technologieplattform. Sie kombiniert „Behind the Meter” – also die Optimierung des Energieverbrauchs und die Senkung von Energiekosten – mit „Front of the Meter”, der Vermarktung überschüssiger Kapazität am Strommarkt. So erhöht encosa die Wirtschaftlichkeit jeder installierten Anlage deutlich. Je nach Verbrauchsprofil und Marktbedingungen amortisiert sich die Investition typischerweise innerhalb von 18 Monaten bis fünf Jahren.
Dass das Modell auf ein hohes Interesse stößt, zeigt sich schon in der Frühphase. In kurzer Zeit konnte encosa eine Vielzahl von Projekten mit einem signifikanten Gesamtvolumen vertraglich sichern. Zu den Kunden zählen Unternehmen aus Logistik, Industrie und dem Immobiliensektor.
Batteriespeicher rücken in den Fokus von Investoren
Batteriespeicher entwickeln sich zu einer zentralen Infrastruktur für die Dekarbonisierung von Industrie und Immobilien. Gleichzeitig etablieren sie sich angesichts der hohen Renditen aus dem Energiehandel zunehmend als eigenständige und attraktive Anlageklasse. Entsprechend wächst das Interesse nicht nur bei Energieunternehmen, sondern auch bei Infrastrukturinvestoren und Asset Managern europaweit.
Für Realyze Ventures passt das Investment strategisch ins Portfolio: Der Fonds ist europaweit eng mit der Bau- und Immobilienbranche vernetzt, die zunehmend unter Druck steht, Energieeffizienz und Dekarbonisierung in Projekte zu integrieren. Vor diesem Hintergrund ist Realyze Ventures dafür bestens geeignet, encosa beim Marktzugang und der Skalierung aktiv zu unterstützen.
Das eingeworbene Eigenkapital soll vor allem in den Ausbau des Teams, die schnellere Umsetzung von Projekten sowie die Weiterentwicklung der Technologieplattform fließen. Die Fremdfinanzierung ist für den Aufbau weiterer Batteriespeicher vorgesehen.
„Bei modernen Immobilien sind Batteriespeicher ein entscheidender Hebel, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und die Rentabilität durch diversifizierte Erträge zu maximieren. encosa bietet Eigentümern eine ganzheitliche Lösung und erleichtert den Übergang zu einem intelligenteren und effizienteren Gebäudebetrieb“, sagt Kai Panitzki, General Partner bei Realyze Ventures.
Und Marc Stilke, Venture Partner bei Realyze Ventures, ergänzt: „Uns hat besonders beeindruckt, wie gut encosa die Anforderungen seiner Kunden versteht. Das spiegelt sich auch in den bereits zahlreichen gewonnenen Projekten wider. Darüber hinaus unterscheidet sich das Unternehmen von seinen Wettbewerbern durch seine eigene Technologie. Diese macht den Speicherbetrieb effizienter und sorgt dafür, dass sich die Investitionen schneller rechnen.“
„Batteriespeicher erobern den deutschen Mittelstand. Die Frage ist dabei nicht mehr, ob, sondern wie schnell. encosa macht es jedem Unternehmen einfach, Energiekosten ohne Aufwand, ohne Risiko und ohne eigene Investitionen zu senken“, erklärt Sascha Koberstaedt, Gründer und CEO bei encosa.
„Speicherprojekte werden systematisch unterschätzt. Für Mittelständler sind sie ein komplexes Infrastrukturprojekt und mit der Inbetriebnahme ist das Thema für sie keineswegs abgeschlossen. encosa liefert deshalb nicht nur Einsparungen ab dem Tag eins, sondern minimiert auch das operative Risiko der Speicherbewirtschaftung”, betont Sebastian Becker, Gründer und COO bei encosa.
