Helaba senkt Prognose für das Gesamtjahr 2026 wegen zusätzlicher Belastungen aus dem Immobiliengeschäft
Die Helaba hat die Prognose für das Gesamtjahresergebnis 2026 auf rund 400 Mio. Euro vor Steuern gesenkt. Grund sind angesichts der aktuellen Zinsentwicklung auch vor allem zusätzliche Belastungen aus dem Immobilienkredit- und dem Immobilienprojektentwicklungsgeschäft. Bislang hatte das Institut rund 500 Mio. Euro vor Steuern in Aussicht gestellt.
„Die stabile Ergebnisentwicklung in anderen Geschäftsfeldern kann die zusätzlichen Belastungen aus einer höheren Risikovorsorge nicht kompensieren, die aus der anhaltenden Verzögerung der Erholung am Immobilienmarkt resultieren“, erklärt Thomas Groß, CEO der Helaba. „Wir haben daher unser Ergebnisziel für 2026 nach unten angepasst.“
Neuausrichtung des Immobiliengeschäfts
Angesichts der länger anhaltenden Schwächephase des gewerblichen Immobilienmarktes hat die Helaba eine Neuausrichtung ihres Immobiliengeschäfts angekündigt. „Wir prüfen aktuell unsere Aufstellung in einigen Teilmärkten und Regionen. Wir werden unsere Abhängigkeit vom Immobiliensektor weiter deutlich reduzieren“, kündigt Christian Schmid an, Mitglied des Vorstands der Helaba und unter anderem verantwortlich für das Immobiliengeschäft.
„Unser Immobiliengeschäft wird weiterhin eine wichtige Säule unseres breit diversifizierten Geschäftsmodells bleiben“, betont Thomas Groß und fügt hinzu: „Zur Stärkung unserer Ertragslage dämpfen wir zudem mit zusätzlichen Maßnahmen den Kostenauftrieb.“ Die Helaba hatte zuletzt bereits angekündigt, den Kostenanstieg durch Sparmaßnahmen zukünftig unter die Inflationsrate zu drücken, bei gleichzeitiger Beschleunigung der Wachstumsinitiativen. „Unser Ziel bleibt, in den nächsten fünf Jahren eine Mrd. Euro Ergebnis vor Steuern zu erreichen.“ Dazu werde der positive Wachstumstrend in den anderen Segmenten der Bank und den Tochtergesellschaften beitragen.
