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Patrizia erzielt starkes Ergebniswachstum im ersten Halbjahr

PATRIZIA, ein führender unabhängiger Investmentmanager für Real Assets, hat heute die Finanzergebnisse für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht.

Augsburg, 11.08.2026

PATRIZIA, ein führender unabhängiger Investmentmanager für Real Assets, hat heute die Finanzergebnisse für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Vor dem Hintergrund einer allmählichen Erholung der Märkte für Real Assets erzielte PATRIZIA im ersten Halbjahr 2026 ein starkes Ergebniswachstum. Das Unternehmen steigerte das EBITDA um 46,6% auf 42,7 Mio. EUR (H1 2025: 29,1 Mio. EUR), was auf anhaltende Kostendisziplin und eine verbesserte operative Effizienz zurückzuführen ist. Die EBITDA Marge stieg deutlich auf 31,6% (H1 2025: 21,5%), was die Skalierbarkeit der Plattform von PATRIZIA und eine strukturell schlankere Kostenbasis widerspiegelt. Die wiederkehrenden Verwaltungsgebühren überstiegen die Aufwandsposten weiterhin und stärkten damit die Qualität der Erträge sowie die Grundlage für profitables Wachstum.

Marktumfeld und Geschäftsentwicklung

Die Märkte für Real Assets setzten ihre Erholung im ersten Halbjahr 2026 fort, wenngleich sich diese weiterhin schrittweise und uneinheitlich vollzog. Vor diesem Hintergrund blieb die Transaktionsaktivität widerstandsfähig, wobei das Volumen der unterzeichneten Transaktionen um 15,6% auf 1,6 Mrd. EUR stieg, was in erster Linie auf Veräußerungen zurückzuführen war. Das Volumen der abgeschlossenen Transaktionen belief sich auf 1,1 Mrd. EUR (H1 2025: 1,5 Mrd. EUR), was das weiterhin graduelle Tempo der Markterholung widerspiegelt.

Gleichzeitig verbesserte sich die Dynamik im Fundraising deutlich. Das von Kunden eingeworbene Eigenkapital stieg auf 0,8 Mrd. EUR (H1 2025: 0,3 Mrd. EUR). Nach einem Eigenkapitalzufluss von lediglich 0,1 Mrd. EUR im ersten Quartal 2026 beschleunigte sich das Fundraising im zweiten Quartal spürbar. Dies reflektiert eine stärkere Kundenaktivität nach einem verhaltenen Jahresauftakt.

Finanzielle Entwicklung

Die Gebühreneinnahmen insgesamt blieben in H1 2026 mit 127,3 Mio. EUR weitgehend stabil (H1 2025: 128,3 Mio. EUR; -0,8%). Die wiederkehrenden Verwaltungsgebühren beliefen sich in H1 2026 auf 110,2 Mio. EUR, und lagen damit moderat unter dem Vorjahreswert von 113,4 Mio. EUR (-2,8%). Die Verwaltungsgebühren in H1 2025 profitierten von höheren entwicklungsbezogenen Dienstleistungsgebühren. Die Transaktionsgebühren beliefen sich auf 3,8 Mio. EUR (H1 2025: 3,6 Mio. EUR; +5,3%) und wurden in erster Linie durch veräußerungsbezogene Transaktionen im Auftrag von Kunden getragen. Die leistungsabhängigen Gebühren stiegen um 16,8% auf 13,2 Mio. EUR (H1 2025: 11,3 Mio. EUR), was hauptsächlich auf höhere Ausschüttungen von Dawonia und Gebühren aus Veräußerungsaktivitäten zurückzuführen war.

Die Netto-Erträge aus Verkäufen des Eigenbestands und Co-Investments stiegen in H1 2026 auf 8,0 Mio. EUR (H1 2025: 7,3 Mio. EUR), was auf höhere Dividendenerträge durch gestiegene Co-Investments zurückzuführen war, während die aus konsolidierten Immobilieninvestitionen erzielten Mieteinnahmen nahezu stabil blieben.

Die Aufwandsposten, bereinigt um Reorganisationsaufwendungen, sanken in H1 2026 um 10,9% auf 99,8 Mio. EUR (H1 2025: 112,1 Mio. EUR). Der Rückgang war in erster Linie auf geringere Personalkosten in Höhe von 64,9 Mio. EUR (H1 2025: 74,9 Mio. EUR) infolge einer niedrigeren FTE-Basis zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken auf 25,5 Mio. EUR

(H1 2025: 29,2 Mio. EUR), unterstützt durch laufende Initiativen zur Plattformoptimierung. Die sonstigen Aufwendungen beliefen sich auf 9,4 Mio. EUR (H1 2025: 8,0 Mio. EUR).

Die sonstigen Erträge, bereinigt um Erträge aus Reorganisation, stiegen auf 7,7 Mio. EUR (H1 2025: 5,6 Mio. EUR), was in erster Linie auf höhere Auflösungen von Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückzuführen ist.

Im Berichtszeitraum belief sich das Reorganisationsergebnis auf -0,3 Mio. EUR (H1 2025: 0 Mio. EUR).

Infolge der zuvor beschriebenen Faktoren erhöhte sich das EBITDA in H1 2026 deutlich auf 42,7 Mio. EUR (H1 2025: 29,1 Mio. EUR). Die EBITDA Marge stieg auf 31,6% (H1 2025: 21,5%) an, was auf eine verbesserte Effizienz plattformweit und anhaltende Kostendisziplin zurückzuführen ist.

Der Periodenüberschuss stieg in H1 2026 deutlich auf 14,7 Mio. EUR (H1 2025: 4,7 Mio. EUR) an.

Assets under Management

Zum 30. Juni 2026 beliefen sich die Assets under Management (AUM) auf 55,9 Mrd. EUR, nach 56,2 Mrd. EUR zum 31. Dezember 2025. Der leichte Rückgang war in erster Linie auf Veräußerungsaktivitäten zurückzuführen.

Prognose 2026 bestätigt

Im ersten Halbjahr 2026 wirkte sich der Ausbruch des Iran-Konflikts negativ auf die Inflations- und Zinsentwicklung aus, was zu einer vorübergehenden Eintrübung des Investitionsumfelds führte. Seitdem hat sich die Marktstimmung trotz anhaltender Marktvolatilität wieder aufgehellt. Vor diesem Hintergrund rechnet PATRIZIA weiterhin mit einem Anstieg des Fundraising-Volumens und der Transaktionsaktivität im Vergleich zu 2025. Entsprechend bleibt die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 unverändert, wobei die Geschäftsführung folgendes erwartet:

Assets under Management in einer Bandbreite von 55,0 – 60,0 Mrd. EUR zum Jahresende 2026, ohne Berücksichtigung möglicher WährungseffekteEBITDA in einer Bandbreite von 60,0 – 75,0 Mio. EUR und EBITDA Marge in einer Bandbreite von 22,0 – 26,5%.Asoka Wöhrmann, CEO der PATRIZIA SE, kommentiert: „Das erste Halbjahr 2026 war von einer schrittweisen Erholung des Fundraisings geprägt, wobei die Kundenaktivität im zweiten Quartal nach einem verhaltenen Jahresauftakt an Fahrt gewann. Während sich die Märkte für Real Assets auf einem teilweise uneinheitlichen Erholungspfad befinden, festigen sich die zugrunde liegenden Fundamentaldaten zunehmend. PATRIZIA ist gut positioniert, um attraktive Investitionsmöglichkeiten für Kunden in den verschiedenen Märkten für Real Assets zu nutzen.“

Martin Praum, CFO der PATRIZIA SE, ergänzt: „Im ersten Halbjahr 2026 haben wir die Finanzlage und Widerstandsfähigkeit von PATRIZIA weiter gestärkt. Gestützt durch die Realisierung der ersten Exit-Carry-Tranche in einem unserer Wohnimmobilienportfolios konnten wir unsere Beteiligungen und laufenden Erträge steigern, Dividendenzahlungen decken und gleichzeitig unsere verfügbare Liquidität erhöhen. Darüber hinaus unterstreicht der deutliche Ausbau unserer EBITDA Marge auf 31,6% die Skalierbarkeit unserer Plattform, unser diszipliniertes Kostenmanagement und die Vorteile eines strukturell schlankeren operativen Modells. Diese finanzielle Stärke gibt uns die Flexibilität, weiterhin in unsere Plattform und Märkte zu investieren und gleichzeitig langfristigen Wert für unsere Aktionäre zu schaffen.“

Weiterführende Informationen

https://www.patrizia.ag