Immobilieninvestmentmarkt Berlin: Hohes Objektangebot in fragilem Umfeld
In den ersten drei Quartalen 2026 wurden laut Savills etwa 2,3 Mrd. Euro am Berliner Immobilieninvestmentmarkt umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang von 40 %. Im Vergleich zum 10-Jahresmittel fiel der Umsatz sogar 72 % geringer aus. In den letzten zwölf Monaten hat Savills 89 Transaktionen registriert, was gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um knapp ein Viertel bedeutet. Die Spitzenrendite für Büros lag Ende September bei 4,6 %, für Geschäftshäuser bei 4,5 %. Damit sind beide Spitzenrenditen um 10 Basispunkte gegenüber dem Vorquartal und dem Vorjahreswert gestiegen.
Prof. Dr. Tayfun Erbil, Director Investment bei Savills in Berlin, kommentiert das Marktgeschehen wie folgt: „Der starke Zinsanstieg der vergangenen Monate hat das ohnehin fragile Marktumfeld zusätzlich belastet. In diesem Umfeld bleibt jede Transaktion ein Drahtseilakt. Dieser gelingt nicht immer – abgebrochene Verkaufsprozesse bleiben kennzeichnend für den Markt. Gleichzeitig kommen kontinuierlich neue Objekte an den Markt, sodass das Angebotsvolumen hoch bleibt.“
Mit einem Transaktionsvolumen von 2,08 Mrd. Euro haben Wohnimmobilien* in den letzten zwölf Monaten am meisten zum Investmentumsatz beigetragen, gefolgt von Büroimmobilien (ca. 0,7 Mrd. Euro) und Handelsimmobilien (ca. 0,36 Mrd. Euro).
* Nur Objekte mit mindestens 20 Wohneinheiten
Ergänzende Grafiken und Daten zu dieser Pressemeldung finden Sie in unserem Online-Dashboard zum Immobilieninvestmentmarkt.
