Unternehmen

ESPG erreicht 2025 die schwarze Null und kehrt in die Gewinnzone zurück

01.04.2026
Dr. Ralf Nöcker, CEO der ESPG AG

Die European Science Park Group (ESPG AG) hat im Geschäftsjahr 2025 den operativen Turnaround geschafft und erstmals seit zwei Jahren wieder ein ausgeglichenes Konzernergebnis erzielt. Nachdem bereits im ersten Halbjahr die „schwarze Null“ erreicht wurde, schließt das Unternehmen das Gesamtjahr mit einem positiven Ergebnis von 0,5 Mio. Euro ab. Damit gelingt ESPG in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld die nachhaltige Rückkehr in die Gewinnzone.

Im Zentrum dieser Entwicklung steht die konsequente Stabilisierung des operativen Geschäfts. Die um Sondereffekte bereinigten Erträge aus der Immobilienbewirtschaftung lagen mit 15,9 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau und belegen die Belastbarkeit des Geschäftsmodells. Gleichzeitig sorgten deutlich gesunkene Finanzierungskosten für eine spürbare Entlastung auf der Ergebnisseite. Nach einem Verlust von -24,8 Mio. Euro im Jahr 2024 stellt die schwarze Null im Jahr 2025 damit einen entscheidenden Wendepunkt dar und markiert die Rückkehr zu einer nachhaltigen Ertragsbasis.

„Die schwarze Null im ersten Halbjahr war für uns mehr als nur ein Zwischenziel – sie war der klare Beweis, dass unser Turnaround funktioniert. Dass wir das Jahr nun mit einem positiven Ergebnis abschließen, zeigt, dass wir die Trendwende nachhaltig geschafft haben“, sagt Ralf Nöcker, Vorstand der ESPG AG. „Wir haben unsere Kostenbasis konsequent stabilisiert, gleichzeitig die operative Leistungsfähigkeit unseres Portfolios gesichert und von einer spürbaren Entlastung auf der Finanzierungsseite profitiert. Entscheidend ist: Wir stehen heute wieder auf einer tragfähigen wirtschaftlichen Basis. Unsere Science Parks erweisen sich auch in einem schwierigen Marktumfeld als robust – und bieten gleichzeitig gezielte Entwicklungspotenziale, die wir nun aktiv heben.“

Auch bilanziell spiegelt sich die stabilisierte Entwicklung wider. Das Eigenkapital erhöhte sich zum Jahresende auf 83,1 Mio. Euro nach 79,5 Mio. Euro im Vorjahr. Die Verschuldungsquote (Loan-to-Value) lag bei 58,3 % und unterstreicht eine insgesamt solide Finanzstruktur. Parallel dazu blieb der Wert des Immobilienportfolios mit 214,5 Mio. Euro nahezu unverändert und bestätigt die Wertbeständigkeit der Science Parks in einem volatilen Marktumfeld.

Vor dem Hintergrund von Mieterveränderungen im vierten Quartal 2025 rechnet ESPG kurzfristig mit einem erhöhten Investitionsbedarf und temporär steigendem Leerstand. Gleichzeitig nutzt das Unternehmen diese Phase gezielt, um Flächen weiterzuentwickeln und zusätzliche Wertsteigerungspotenziale im Portfolio zu realisieren. Gleichzeitig zeigen aktuelle Vermietungserfolge im laufenden Jahr die operative Dynamik des Unternehmens. So wurde der Mietvertrag mit dem Halbleiterunternehmen Silicon Labs am Standort Hallbergmoos um fünf Jahre verlängert. Zudem konnte mit dem Helmsauer Verbund ein neuer Mieter für den Science Park in Minden gewonnen werden, der rund 1.000 Quadratmeter Fläche anmietet und weiteres Expansionspotenzial besitzt.

Weitere Impulse kommen aus dem Portfolio: Im Science Park Ulm gelang eine langfristige Anschlussvermietung über rund 3.300 Quadratmeter mit zusätzlichem Erweiterungspotenzial. Darüber hinaus wurde im Science Park CAMPTEQ mit der DMSZ ein weiterer Mieter aus dem Bereich Zertifizierung und Qualitätsmanagement gewonnen, was die strategische Ausrichtung auf wissensintensive Branchen unterstreicht.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Gesellschaft eine weiterhin stabile operative Entwicklung. Nach dem Erreichen der schwarzen Null und der Rückkehr in die Gewinnzone sieht sich ESPG strategisch gut positioniert, um die nächste Phase der Portfolioentwicklung aktiv voranzutreiben und weiteres Wachstum zu generieren.