Advertorial

Mehr Transparenz im Bauablauf: Qualitätssicherung durch 360-Grad-Dokumentation

Wien, 22.01.2026

Ob Planung, Termine und Qualitätsvorgaben eingehalten werden, entscheidet sich maßgeblich in der Ausführungsphase. Gleichzeitig steigt die Belastung für alle Beteiligten: Bauprojekte werden komplexer, Zeitfenster enger und immer mehr Gewerke arbeiten parallel. Dadurch nehmen auch die Risiken für Abstimmungsfehler, unvollständige Vorleistungen und kostspielige Nacharbeiten zu. Klassische Methoden der Baudokumentation stoßen in diesem Umfeld zunehmend an ihre Grenzen. Einzelne Fotos, handschriftliche Vermerke oder sporadische Begehungen liefern zwar wichtige Informationen, bilden den tatsächlichen Bauzustand jedoch oft nur punktuell ab. Räumliche Zusammenhänge bleiben häufig unberücksichtigt, was insbesondere bei vielen Schnittstellen problematisch ist. Die Qualitätssicherung hängt damit stark vom jeweiligen Zeitpunkt der Kontrolle und der subjektiven Wahrnehmung einzelner Personen ab. Entsprechend entwickelt sie sich zunehmend zu einem zentralen Instrument der Projektsteuerung – nicht nur zur Vermeidung von Mängeln, sondern auch zur Sicherung von Terminen, Produktivität und Kosten.

360-Grad-Aufnahmen ergänzen die herkömmliche Dokumentation um eine umfassende räumliche Perspektive. Mithilfe kompakter Kameras, die sich am Helm befestigen lassen, können komplette Räume oder Bauabschnitte bei einem Rundgang vollständig erfasst werden. Die Bilder werden anschließend positionsgenau in die Baupläne integriert und entlang des tatsächlichen Begehungswegs abgelegt. So entsteht eine kontinuierliche visuelle Abbildung des Baufortschritts, die jederzeit erneut betrachtet werden kann. Für Bauleitung und Qualitätssicherung bedeutet das einen deutlichen Mehrwert: Statt einzelner Detailaufnahmen steht der gesamte räumliche Kontext zur Verfügung, wodurch sich Schnittstellen, Platzverhältnisse und angrenzende Bauteile besser beurteilen lassen.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Reduzierung von Fehlern durch strukturierte Kontrollprozesse. Selbst bei regelmäßigen Begehungen können unter Zeitdruck oder hoher Arbeitsdichte wichtige Details übersehen werden. Besonders auf großen Baustellen mit parallel laufenden Arbeiten ist eine vollständige Erfassung aller Bereiche kaum möglich. Die 360-Grad-Dokumentation schafft hier eine zusätzliche Prüfmöglichkeit, da Situationen später nochmals analysiert werden können – unabhängig vom Ort und gemeinsam mit weiteren Projektbeteiligten. Dadurch wird die Qualitätssicherung weniger von Momentaufnahmen abhängig und stärker auf objektiv nachvollziehbare Bauzustände gestützt.

Besonders hilfreich ist diese Form der Dokumentation bei Arbeiten, die später nicht mehr sichtbar sind. Dazu zählen unter anderem Bewehrungen vor dem Betonieren, Leitungsführungen in Schächten, Abdichtungen oder Unterkonstruktionen im Innenausbau. Ohne entsprechende Aufnahmen lässt sich deren Ausführung nach Abschluss der Arbeiten kaum noch überprüfen. 360-Grad-Bilder ermöglichen es, solche Bauphasen vollständig zu erfassen und dauerhaft zu speichern. Damit steht auch nach Fertigstellung ein belastbarer Nachweis zur Verfügung, der bei Bedarf an Auftraggeber, Betreiber oder Gutachter weitergegeben werden kann.

Regelmäßige visuelle Rundgänge unterstützen zudem eine vorbeugende Qualitätssicherung. Viele Probleme entstehen nicht durch einzelne handwerkliche Fehler, sondern durch unklare Schnittstellen, fehlende Abstimmungen oder unvollständige Vorarbeiten. Werden solche Risiken frühzeitig erkannt, lassen sie sich meist mit überschaubarem Aufwand beheben. Bleiben sie unentdeckt, führen sie häufig zu umfangreichen Nacharbeiten, Terminverzögerungen und zusätzlichen Kosten – Nacharbeiten können laut einer PlanRadar-Studie bis zu 11 Prozent der gesamten Projektkosten verursachen. Eine kontinuierliche Dokumentation hilft, typische Problemzonen frühzeitig zu identifizieren, bevor sie durch nachfolgende Gewerke überbaut werden.

Auch die Zusammenarbeit im Projektteam profitiert von dieser Art der Dokumentation. Qualitätsrelevante Entscheidungen werden häufig gemeinsam getroffen und beziehen externe Fachplaner oder Projektsteuerer mit ein. 360-Grad-Aufnahmen ermöglichen es allen Beteiligten, denselben Bauzustand einzusehen, unabhängig davon, ob sie sich aktuell auf der Baustelle befinden. Das erleichtert Abstimmungen, beschleunigt Entscheidungsprozesse und reduziert Missverständnisse. Gleichzeitig sinkt der Bedarf an zusätzlichen Vor-Ort-Terminen, was Zeit und organisatorischen Aufwand spart.

Mit zunehmender Digitalisierung gewinnt zudem die zentrale Bündelung aller Projektdaten an Bedeutung. Auf digitalen Plattformen lassen sich 360-Grad-Aufnahmen, Pläne, Prüfberichte, Mängellisten und weitere Dokumente strukturiert miteinander verknüpfen. Anstelle verteilter Informationsquellen steht dem Projektteam eine gemeinsame, aktuelle Datenbasis zur Verfügung. Das unterstützt nicht nur die Arbeit während der Bauphase, sondern erleichtert auch Übergabe, Betrieb und spätere Umbaumaßnahmen. Die visuelle Dokumentation wird so Teil eines digitalen Projektgedächtnisses, das den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes begleitet.

Neben den technischen Vorteilen spielt auch der wirtschaftliche Aspekt eine zunehmende Rolle. Auftraggeber erwarten heute transparente Qualitätssicherungsprozesse und eine nachvollziehbare Ausführung. Eine strukturierte visuelle Dokumentation entwickelt sich damit zu einem relevanten Wettbewerbsfaktor. Wenn alle Beteiligten auf dieselben, verlässlichen Informationen zugreifen können, lassen sich Unklarheiten, Konflikte und nachträgliche Diskussionen deutlich reduzieren. Der Fokus bleibt stärker auf dem Baufortschritt, während Unternehmen, die ihre Ausführungsqualität klar belegen können, Vertrauen schaffen und ihre Position bei Ausschreibungen und Folgeprojekten stärken.

Ein Beispiel für die praktische Anwendung dieser Ansätze ist SiteView von PlanRadar. Mit der Erweiterung der Plattform lassen sich Baustellen regelmäßig per 360-Grad-Kamera erfassen, wobei die Aufnahmen automatisch nach Zeit und Position geordnet werden. Bauzustände können miteinander verglichen, frühere Situationen nachvollzogen und gezielt kritische Bereiche überprüft werden, auch wenn diese vor Ort nicht mehr zugänglich sind. Die visuelle Dokumentation lässt sich zudem mit bestehenden Prüf- und Mängelprozessen verknüpfen, wodurch Qualitätssicherung und Baustellenorganisation enger zusammenwachsen. Damit entwickelt sich die 360-Grad-Dokumentation von einer reinen Ablagefunktion zu einem aktiven Werkzeug der Bauprozesssteuerung.