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Olympia als Treiber urbaner Transformation

Berlin, 24.04.2026
„Der olympische Spirit“ – Heike Drechsler, Doppel-Olympiasiegerin, Keynote Speaker und Gesundheitsbotschafterin der BARMER, und Ronald Rauhe, Doppel-Olympiasieger, Speaker, TV-Experte, Autor, mit Moderatorin Sandra Pabst

Urban Catalyst: Berliner Konferenz zeigt Einfluss von Megaevents auf die Entwicklung von Metropolen | Bis zu 300 Gäste in der Uber Eats Music Hall

Kräftiger Rückenwind für die Berliner Olympiabewerbung und gebündeltes internationales Expertenwissen: Die am 23. April in Berlin ausgerichtete Konferenz „Urban Catalyst – Großevents als Katalysator für eine zukunftsgerichtete Stadtentwicklung“ lieferte zentrale Antworten auf die Frage, wie Megaevents wie Olympische und Paralympische Spiele gezielt für langfristige urbane Transformation genutzt werden können.

Die vom Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) gemeinsam mit der Anschutz Entertainment Group (AEG) und weiteren Partnern organisierte Veranstaltung brachte hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus ehemaligen Olympia-Austragungsorten in der Berliner Uber Eats Music Hall zusammen. Anhand der Beispiele Paris 2024, Rio de Janeiro 2016 und London 2012 wurden sowohl erfolgreiche Ansätze als auch kritische Entwicklungen analysiert. Im Mittelpunkt stand die langfristige Wirkung solcher Großevents – die sogenannte „Legacy“ – auf Infrastruktur, Wirtschaft und Gesellschaft.

VBKI-Geschäftsführerin Ute Weiland sagte: „Ein wesentliches Ziel der Konferenz lag darin, aus internationalen Erfahrungen zu lernen und konkrete Impulse für Berlin abzuleiten. Städte, die Großevents erfolgreich genutzt haben – ich denke vor allem an London 2012 und Paris 2024 –, zeigen, dass Investitionen in Infrastruktur, Wohnraum und öffentliche Räume dann besonders wirksam sind, wenn sie von Anfang an auf die Bedürfnisse der Stadtgesellschaft ausgerichtet werden. Genau diese Perspektive brauchen wir auch in Berlin – verbunden mit einer breiten Unterstützung für die Olympiabewerbung.“

Ole Hertel, Senior Vice President und Managing Director der Anschutz Entertainment Group, ergänzte: „Für den wirtschaftlichen Erfolg ist die Qualität der langfristigen Positionierung wichtig. Aus Erfahrung wissen wir, dass es entscheidend ist, frühzeitig auf dauerhafte Nutzungen, gesellschaftliche Akzeptanz und eine städtebauliche Integration zu setzen. Nur so lassen sich die Impulse von Großveranstaltungen dauerhaft nutzen, ohne sich von ihren Risiken abhängig zu machen.”

Prof. Ricky Burdett (London), Prof. Dr. Holger Preuß (Universität Mainz), Prof. Marcos L. Rosa (Universidade Federal do Rio de Janeiro) brachten ihr Expertenwissen in die Konferenz ein, die Olympiasieger Heike Drechsler und Ronny Rauhe ließen den olympischen Spirit aufleben. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Kaweh Niroomand, Olympiabeauftragter des Berliner Senats, berichteten zum aktuellen Stand des Berliner Bewerbungsprojekts.

Tenor: Olympische und Paralympische Spiele entfalten ihren Mehrwert insbesondere dann, wenn sie von Beginn an Teil einer langfristig angelegten Stadtentwicklungsstrategie sind. So wurden die Spiele 2012 in London gezielt zur Aufwertung eines strukturschwachen Stadtteils genutzt, während Paris 2024 konsequent auf Nachnutzung und soziale Aspekte wie bezahlbaren Wohnraum setzt. Werden ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele dabei ausgewogen berücksichtigt, können Olympische Spiele ein kraftvoller Hebel für eine nachhaltige und qualitätsorientierte Stadtentwicklung sein.

Weiterführende Informationen

https://urbancatalyst.eu/#konferenz