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Siemens baut für über 200 Millionen Euro Zukunftsfabrik in Amberg

Neubau einer KI-basierten, digitalisierten und automatisierten Fabrik / Klares Bekenntnis zum Standort Deutschland sowie zu „Made for Germany“

Amberg, 04.03.2026
Visualisierung der Smart Factory Amberg aus der Vogelperspektive

Siemens plant eine umfassende Erneuerung am Produktions- und Entwicklungsstandort Amberg. Bis 2030 entsteht dort eine intelligente Fabrik für den Geschäftsbereich Smart Infrastructure. Damit möchte Siemens den steigenden Bedarf an elektronischen High-Tech-Produkten decken und künftig die Flexibilität in der Produktion erhöhen. Für den Neubau investiert Siemens rund 200 Millionen Euro. Zudem sind weitere Investitionen in die Modernisierung und Dekarbonisierung des Standortes geplant.

„Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zum Standort. Und ein zusätzlicher Wachstumsimpuls für Siemens in Deutschland, der noch über die im Rahmen der „Made for Germany“-Initiative gemachten Investitionszusagen hinausgeht“, sagt Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Durch den Einsatz industrieller Künstlicher Intelligenz, digitaler Zwillinge und modernster Automatisierung stärken wir Wettbewerbsfähigkeit und schaffen zukunftsfähige Arbeitsplätze. Ein Beitrag auch für ein starkes Industrieland Deutschland.“

Luftbildaufnahme des bestehenden Standorts, ergänzt um eine Visualisierung der Smart Factory. Auf dem heutigen Parkplatz soll die neue Fertigung entstehen.  Quelle: SIEMENS AG

In der neuen Fabrik will Siemens eine selbstlernende, autonome und hochflexible Produktion aufbauen, die von künstlicher Intelligenz mitgesteuert wird. Damit möchte das Unternehmen den Betrieb nicht nur effizienter und nachhaltiger gestalten, sondern auch flexibler machen– etwa, um auf neue Anforderungen und Entwicklungen im Markt schneller reagieren zu können. Wichtig ist dem Unternehmen, die insgesamt rund 2.400 Mitarbeitenden von Siemens Smart Infrastructure beim digitalen Wandel mitzunehmen und auch künftig Arbeitsplätze am Standort zu sichern. Dafür bildet Siemens seine Mitarbeitenden umfassend weiter und bereitet sie auf die veränderten Aufgaben in einer digitalisierten Fabrik vor.

Bereits bei der Planung des Neubaus verwendet Siemens seine Digitale Zwillings Technologie, mit der sich das komplette Werk– inklusive Produktion, Maschinen und Logistik– vorab und in verschiedenen Szenarien simulieren lässt. Dabei soll auch der neue „Digital Twin Composer“ zum Einsatz kommen, der die verschiedenen digitalen Zwillinge zusammenführt. In der künftigen Fertigung wird vor allem künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielen: Dabei wird die KI ständig mit Echtzeitdaten gespeist, um Auftragsplanung,-realisierung sowie Materialtransport und Anlagensteuerung bestmöglich aufeinander abzustimmen– und laufend zu optimieren. Darüber hinaus wird die neue Fabrik über eine vollautomatisierte Logistik verfügen, mit fahrerlosen Transportsystemen und humanoider Robotik. Ein Reinraum für die Elektronikproduktion ist ebenfalls integraler Bestandteil.

Amberg mit seinen beiden Siemens-Werken und rund 4.500 Mitarbeitenden ist ein wichtiger Fertigungs- und Entwicklungsstandort für Siemens. Dort werden derzeit Schalt-, Schutz- und Überwachungsgeräte für industrielle Anwendungen produziert und entwickelt– sowie Industriesteuerungen im Werk des Geschäftsbereich Digital Industries für Kunden in aller Welt.

Siemens bestärkt mit diesem Investment sein Bekenntnis zum Standort Deutschland und der „Made for Germany“-Initiative. Der Initiative haben sich bislang 124 Unternehmen angeschlossen und gemeinsame Investitionen von über 800 Milliarden Euro in Deutschland zugesagt.