Aengevelt-Wohninvestment-Index AWI im Rückwärtsgang
Als qualifizierte wissenschaftliche Orientierungshilfe am Wohninvestmentmarkt hat Aengevelt Research im Jahr 2008 den Aengevelt-Wohninvestment-Index AWI* entwickelt. Er erfasst halbjährlich die Einschätzungen von Experten aus allen Bereichen der Wohnungswirtschaft zu Marktstimmungen und -entwicklungen. Das Wichtigste der aktuellen Sommerbefragung 2026 in Kürze: Nachdem der AWI in der Winterbefragung 2022/2023 mit 47,9 Punkte das schlechteste Ergebnis seit Beginn […]
Als qualifizierte wissenschaftliche Orientierungshilfe am Wohninvestmentmarkt hat Aengevelt Research im Jahr 2008 den Aengevelt-Wohninvestment-Index AWI* entwickelt. Er erfasst halbjährlich die Einschätzungen von Experten aus allen Bereichen der Wohnungswirtschaft zu Marktstimmungen und -entwicklungen.
Das Wichtigste der aktuellen Sommerbefragung 2026 in Kürze:
Nachdem der AWI in der Winterbefragung 2022/2023 mit 47,9 Punkte das schlechteste Ergebnis seit Beginn der Befragung erzielte, stieg sein Wert danach wieder kontinuierlich an. Dieser Trend setzte sich bis zur Sommerbefragung 2025 mit einem Wert von 70,1 Punkten fort. Im Winter 2025/2026 gab der AWI dann wieder auf 66 Punkte nach.
Dieser Trend setzt sich in der aktuellen Sommer-Befragung 2026 mit einem weiteren markanten Rückgang um 7,5 auf 58,5 Punkte fort. Diese Entwicklung zeigt sich stringent über alle Wohnlagen:
- Der AWI ist in einfachen Lagen um 8,9 Punkte auf 53,7 Punkte gesunken und in mittleren Lagen um 7,6 Punkte auf 60,5 Punkte. Guten Lagen verzeichnen den geringsten Rückgang und gaben um 4,1 auf 65,3 Punkte nach.
- Aufgrund des Rückgangs befinden sich der Gesamt-AWI und der Subindex für einfache Lagen erstmals wieder seit der Winterbefragung 2023/24 im Marktgleichgewicht (40 – 60 Punkte).
„Die Trendwende beim Wohnungsneubau lässt weiter auf sich warten: Seit 2023 sinken die Wohnungsfertigstellungen, von 294.400 Wohneinheiten in 2023 auf 206.600 in 2025. Für 2026 prognostiziert u.a. das ifo Institut einen weiteren Rückgang auf nur noch 185.000 neue Wohnungen. Damit lässt die Trendwende beim Wohnungsneubau lässt weiter auf sich warten, und selbst bei den Modernisierungsinvestitionen verringert sich die Dynamik. Zudem sind die Investitionsbedingungen – auch durch politische Interventionen – derzeit so ungünstig, dass sich Wohninvestments immer seltener wirtschaftlich darstellen lassen. Das zeigt, dass die bisherigen staatlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht ausreichen, um den Wohnungsneubau signifikant und nachhaltig anzukurbeln und die bestehende Wohnungsknappheit insbesondere in den Wachstumsregionen zu beheben. Deshalb braucht es jetzt noch deutlich wirksamere Anreize für Investoren und Projektentwickler“, kommentiert Dr. Wulff Aengevelt die AWI-Ergebnisse.

