Unternehmen

Savills Resilient Cities Index: New York führt globales Ranking an – Berlin unter den Top 20

Frankfurt am Main, 13.05.2026
Savills Resilient Cities 2026: Top 20 nach Rangveränderung gegenüber 2024 und regionaler Verteilung
  • New York, Tokio, London, Seoul und San Francisco belegen die ersten fünf Plätze
  • Sieben deutsche Städte unter den Top 100
  • Regionale Trends zeigen: Städte in Südeuropa und den USA verbessern ihre Positionen deutlich

New York, Tokio, London, Seoul und San Francisco zählen laut dem aktuellen Savills Resilient Cities Index zu den resilientesten Städten der Welt. Insbesondere Standorte in Südeuropa sowie in Teilen der USA konnten zuletzt in der Rangliste deutlich aufsteigen. Dies zeigt, dass immer mehr mittelgroße Städte in der Lage sind, flexibel auf Makrotrends zu reagieren und sich schnell an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.

Im Rahmen seines Thought-Leadership-Programms Impacts hat Savills die Resilienz von 490 Städten weltweit untersucht. Bewertet wurden unter anderem Wirtschaftswachstum, Wissensökonomie und Technologie, Investitionen in Infrastruktur, Attraktivität für Immobilieninvestoren und Nutzer, Lebensqualität sowie Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Zusammengenommen geben diese Kriterien Aufschluss darüber, wie gut eine Stadt auf künftige Herausforderungen vorbereitet ist.

Unter den Top 100 des Rankings befinden sich sieben deutsche Städte – Berlin, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg, Stuttgart und Karlsruhe – sowie die Metropolregion Rhein-Ruhr. Berlin schneidet innerhalb der deutschen Gruppe am besten ab und erreicht Rang 18, fällt damit jedoch um fünf Plätze gegenüber dem Ranking von 2024 zurück. Ausschlaggebend dafür sind insbesondere ein deutlicher Rückgang der Nettozuwanderung. Dennoch bleibt Berlin eine globale Top-20-Stadt und unangefochtener Spitzenreiter unter den deutschen Standorten. Die gleichmäßige Performance Berlins über die einzelnen Bewertungsdimensionen hinweg deutet darauf hin, dass die Stadt weniger an Stärke verliert, sondern vielmehr von dynamisch aufsteigenden Wettbewerbern – insbesondere US-Tech-Hubs und Städten im asiatisch-pazifischen Raum – überholt wird.

Obwohl sich die Städte in Spanien, Italien, Portugal und Griechenland im Index überwiegend im Mittelfeld bewegen, haben sie seit der letzten Erhebung 2024 deutlich aufgeholt: Im Durchschnitt verbesserten sie sich um 36 Plätze. Besonders stark fällt der Aufstieg der spanischen Metropolen aus. Madrid liegt nun auf Rang 34 (2024: Rang 77), Barcelona auf Rang 47 (2024: Rang 85). Savills führt diese Entwicklung vor allem auf die wirtschaftliche Stärke Spaniens zurück, gestützt durch Rekordwerte im Tourismus, den Wandel hin zu einer höherwertigen Dienstleistungswirtschaft sowie eine Arbeitslosenquote unter dem EU-Durchschnitt. Hinzu kommen hohe Studierendenzahlen sowie robuste Einzelhandelsmärkte in den beiden Städten.

Auch nordamerikanische Städte steigen in der Rangliste deutlich auf. US-Städte – von Wachstumshubs im Sunbelt bis hin zu technologiegetriebenen Zentren – haben sich im Vergleich zu 2024 im Durchschnitt um sechs Plätze verbessert. Grund dafür sind vor allem ihre überdurchschnittlichen wirtschaftlichen Wachstumsraten sowie die Erholung der Transaktionsvolumina im Gewerbeimmobilienmarkt. San Francisco liegt nun auf Rang 5 (2024: Rang 8), Dallas auf Rang 12 (2024: Rang 15), Houston auf Rang 15 (2024: Rang 22), Miami auf Rang 17 (2024: Rang 23), Seattle auf Rang 20 (2024: Rang 29) und Phoenix auf Rang 22 (2024: Rang 39).

Paul Tostevin, Head of Savills World Research, kommentiert: „An der Spitze unseres Index gibt es nur wenig Bewegung. Die großen Wirtschaftszentren behaupten ihre Position, profitieren von Agglomerationseffekten und passen ihr bauliches Umfeld an die Anforderungen moderner Unternehmen an. Weiter unten im Ranking zeigen sich jedoch einige interessante Entwicklungen. Manche mittelgroßen Städte konnten sich schnell auf ökologische, technologische und wirtschaftliche Entwicklungen einstellen und dabei spezifische Stärken oder Kompetenzschwerpunkte aufbauen. Dadurch erzielen sie deutliche Fortschritte, gewinnen an Wachstumskraft und steigen entsprechend schnell im Ranking auf. Für Immobilieninvestoren zeigt der Index, in welchen Städten Investitionen langfristig abgesichert sind, und künftiges Wachstumspotenzial besteht. Für Unternehmen weist er auf Märkte hin, in denen die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen resilient bleibt und eine robuste Beschäftigtenbasis vorhanden ist.“