Stabile Nachfrage trägt den Bremer Logistikimmobilienmarkt
• Logistikimmobilienmarkt Bremen: Robert C. Spies registriert hohe Marktdynamik und Flächenumsatz von 113.000 m² im ersten Halbjahr 2026
• Mietpreise bleiben auf stabilem Niveau
• Ausblick: Belebter Markt wird auch im zweiten Halbjahr zu Großabschlüssen führen
Der Markt für Logistik- und Industrieflächen (Vermietung, Verkauf und Neubau von Eigennutzern) in Bremen und dem direkten Umland hat das erste Halbjahr 2026 mit einem Flächenumsatz von rund 113.000 m² abgeschlossen. Damit bewegt sich das Marktgeschehen auf dem Niveau des Vorjahres und bestätigt die insgesamt stabile Entwicklung des Standorts.
Auch im langfristigen Vergleich fällt das Ergebnis solide aus: Der Fünfjahresdurchschnitt liegt bei rund 272.000 m², d. h. etwa 136.000 m² pro Halbjahr. „Trotz der weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen zeigt sich der Bremer Logistikimmobilienmarkt bemerkenswert robust“, betont Björn Sundermann, Geschäftsführer der Robert C. Spies Industrial Real Estate GmbH & Co. KG. Die Flächennachfrage ist grundsätzlich positiv: Auf Mieterseite wird weiterhin ein reges Interesse registriert, die Risikobereitschaft potenzieller Nutzer ist aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtlage jedoch weiterhin niedrig. Zusätzliche Flächen werden daher weiterhin bedarfsorientiert und weniger spekulativ angemietet. Logistikunternehmen kalkulieren ihre Flächenbedarfe präziser und verzichten häufiger auf Reserveflächen für potenzielles Zusatzgeschäft.
Produktion und Light Industrial prägen das Marktgeschehen
Mit einem Anteil von knapp 40 Prozent am Gesamtflächenumsatz stellen Unternehmen aus den Bereichen Produktion und Light Industrial im ersten Halbjahr die größte Nutzergruppe dar. Dazu beigetragen hat der größte Abschluss des Halbjahres: Ein Unternehmen aus dem Bereich Luft- und Raumfahrt hat im Güterverkehrszentrum (GVZ) Bremen rund 29.000 m² angemietet. Dahinter folgt der Bereich Handelslogistik mit seinem E-Commerce-Geschäft. Hier wurde der zweitgrößte Abschluss des Halbjahres registriert: In Oyten bezieht ein Eigennutzer eine Logistikimmobilie mit rund 27.000 m². Der Automotive-Sektor hingegen steht weiter unter Einfluss der anhaltenden Krise der Automobilbranche.
Mietpreise stabil auf hohem Niveau – Verträge werden jedoch kürzer und flexibler
Die Mietpreise für Logistik- und Industrieimmobilien haben sich im ersten Halbjahr auf hohem Niveau stabilisiert. Die Spitzenmiete für moderne Logistikflächen liegt unverändert bei 6,75 EUR/m². Die Durchschnittsmiete bewegt sich mit 5,65 EUR/m² ebenfalls auf Vorjahresniveau.
Ein erkennbarer Trend ist die weitere Verkürzung der Mietvertragslaufzeiten. Viele Unternehmen bevorzugen aktuell flexiblere Vertragsmodelle, um auf veränderte Marktbedingungen schneller reagieren zu können. „Zudem orientieren sich Nutzer zunehmend an den Laufzeiten ihrer Kundenverträge und stimmen ihre Immobilienentscheidungen stärker darauf ab“, berichtet Sundermann. Langfristige, strategische Flächenanmietungen treten dadurch gegenüber operativ motivierten Entscheidungen häufiger in den Hintergrund.
Stabile Renditen
Die Renditen für moderne Logistikimmobilien zeigen sich weiterhin äußerst stabil. Für Core-Produkte liegt die Spitzenrendite aktuell bei rund 5,1 Prozent und damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Auch im Bereich Lagerflächen und Light Industrial sind die Renditen weitgehend konstant. Die Spitzenrenditen liegen derzeit bei rund 9,5 Prozent für klassische Lagerflächen und bei etwa 6,8 Prozent für Light-Industrial-Objekte.
Prognose: Jahresergebnis von rund 240.000 m² möglich
Für das zweite Halbjahr zeichnet sich ein weiterhin solides Marktumfeld ab. „Laufende Vertragsverhandlungen dürften zu perspektivischen Abschlüssen führen“, prognostiziert Björn Sundermann und führt fort: „Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach kleineren und flexibel nutzbaren Flächeneinheiten auf einem stabilen Niveau.“ Vor diesem Hintergrund erwartet Robert C. Spies für das Gesamtjahr 2026 einen Flächenumsatz von rund 240.000 m². Die Nachfrage verteilt sich derzeit auf eine Vielzahl von Branchen, ohne klare Branchenschwerpunkte – somit eine breite Durchmischung und damit einhergehend ein Indikator für die wirtschaftliche Relevanz der Region als Logistikstandort. Durch die im Rahmen von Nachvermietungen absorbierten Flächen sowie das geringe Angebot spekulativer Neubauten und verfügbarer Bestandsimmobilien wird die Leerstandsquote weiter sinken.
