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Serieller Wohnbau als Wirtschaftsfaktor

Schneller bauen, Fördermittel besser nutzen, Kosten senken: Warum serieller Wohnbau für Investor:innen an Bedeutung gewinnt.

14.09.2026
Mit dem Projekt „LISA – Leben im schönen Auenland“ realisiert STRABAG Real Estate zusammen mit MOLENO® WOHNEN 39 sozial geförderte Mietwohnungen. © Dennis Behrens

Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum bleibt in Deutschland hoch. Gleichzeitig steigen Baukosten, energetische Anforderungen und der Druck auf öffentliche Haushalte. Kommunen, Wohnungsunternehmen und Investor:innen stehen damit vor der Herausforderung, Wohnraum wirtschaftlich und in möglichst kurzer Zeit zu schaffen.

Durch standardisierte Prozesse, industrielle Vorfertigung und digitale Planung lassen sich Bauzeiten verkürzen, Kosten besser kalkulieren und Projekte schneller realisieren. Gerade im geförderten Wohnungsbau, in dem Wirtschaftlichkeit und Förderfähigkeit eng miteinander verknüpft sind, bietet dieser Ansatz neue Perspektiven.

Wirtschaftlichkeit beginnt in der Planung

Moderne serielle Baukonzepte setzen bereits in frühen Projektphasen auf digitale Werkzeuge. Diese analysieren Grundstücke, Bebauungspläne und baurechtliche Vorgaben und können unterschiedliche Bebauungsvarianten, Kostenstrukturen und Fördermöglichkeiten simulieren.

Die frühzeitige Transparenz erleichtert Entscheidungen und reduziert Planungsaufwand. Gleichzeitig können Wirtschaftlichkeit und Förderfähigkeit bereits vor Projektstart gezielt optimiert werden.

Industrielle Vorfertigung schafft Planungssicherheit

Einen solchen Ansatz verfolgt das Holz-Hybridbausystem MOLENO® der Ed. Züblin AG, einem Unternehmen des STRABAG-Konzerns. Wesentliche Bauteile werden im Werk vorgefertigt und just-in-time zur Montage auf die Baustelle geliefert.

Die geschosshohen Holzelemente werden inklusive Dämmung, Fenstern und Fassadenoberflächen produziert. Dadurch verkürzen sich Bauzeiten und witterungsbedingte Verzögerungen werden reduziert. Für Bauherren bedeutet das vor allem mehr Termin- und Kostensicherheit.

Die Kombination von Holz und Beton verbindet dabei die Nachhaltigkeitsvorteile des nachwachsenden Baustoffs mit den bauphysikalischen Eigenschaften von Beton bei Brand-, Schall- und Tragfähigkeit. Gleichzeitig bleibt das System flexibel einsetzbar und ermöglicht individuelle Grundrisse sowie unterschiedliche architektonische Gestaltungen.

Bildunterschrift: Die Holz-Fertigteilaußenwände werden präzise eingesetzt. © Sandra Sitzmann/ ZÜBLIN Timber

Förderungen als entscheidender Hebel

Für viele Wohnbauprojekte ist heute nicht nur die Baukostenhöhe entscheidend, sondern auch die optimale Nutzung von Fördermitteln. Standards wie EH40 und Zertifizierungen wie das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) schaffen die Grundlage für attraktive Förderungen und steuerliche Vorteile.

Da Antragsverfahren und Nachweise oft komplex sind, gewinnt ein integrierter Ansatz aus Planung, Bauausführung und Fördermittelmanagement an Bedeutung. Förderpotenziale können dadurch frühzeitig berücksichtigt und wirtschaftlich optimal genutzt werden.

Zusätzliche Vorteile ergeben sich durch die hohe Flächeneffizienz. Schlankere Wandaufbauten schaffen bei gleicher Gebäudegröße mehr nutzbare Wohnfläche. Gerade im geförderten Wohnungsbau kann jeder zusätzliche Quadratmeter die Wirtschaftlichkeit eines Projekts verbessern.

Bildunterschrift: Realisiert wird das Projekt „LISA – Leben im schönen Auenland“ mit dem Holz-Hybridbausystem MOLENO® WOHNEN. © Dennis Behrens

Praxisbeispiel: LISA in Bad Mergentheim

Wie sich Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Wirtschaftlichkeit verbinden lassen, zeigt das Projekt „LISA – Leben im schönen Auenland“ von STRABAG Real Estate in Bad Mergentheim. Auf einem rund 4.100 Quadratmeter großen Grundstück entstehen 39 sozial geförderte Mietwohnungen.

Realisiert wird das Vorhaben mit dem Holz-Hybridbausystem MOLENO® WOHNEN. Damit werden gleich mehrere Herausforderungen adressiert: die Schaffung dringend benötigten Wohnraums, die Beschleunigung von Bauprozessen und die Reduktion von CO₂-Emissionen im Rohbau um bis zu 30 Prozent durch die Kombination von Beton mit dem klimafreundlichen Baustoff Holz. Gleichzeitig erfüllt das Gebäude den EH40-Standard und erreicht das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG).

Mit mehr als 650 realisierten Projekten zählt STRABAG Real Estate zu den führenden Immobilienentwicklern Europas. Das Projekt in Bad Mergentheim zeigt, wie serieller Wohnbau dazu beitragen kann, bezahlbaren Wohnraum wirtschaftlich und nachhaltig umzusetzen.

Neue Perspektiven für den Wohnungsbau

Angesichts des anhaltenden Wohnraummangels und steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz werden innovative Baukonzepte zunehmend an Bedeutung gewinnen. Projekte wie „LISA“ zeigen, dass sich schnelle Realisierung, Förderfähigkeit und wirtschaftlicher Erfolg nicht ausschließen müssen. Werden digitale Planung, industrielle Vorfertigung und intelligente Förderstrategien frühzeitig zusammengeführt, entstehen Lösungen, die sowohl Kommunen als auch Investor:innen langfristige Perspektiven bieten.