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20.05.2020 MärkteBüroMagdeburg

Aengevelt prognostiziert stabilen Umsatz am Magdeburger Büromarkt in 2020.

  • Büromarkt Magdeburg - Quelle: AENGEVELT
Bildunterschrift: Büromarkt Magdeburg - Quelle: AENGE...
Für 2019 analysierte Aengevelt Research für den Büromarkt Magdeburg einen Büroflächenumsatz von rd. 23.000 m² und liegt damit leicht über dem 10 Jahres-Mittel (rd. 22.400 m² p.a.).

Vor der COVID-19-Krise prognostizierte Aengevelt Research für 2020 zudem einen erneut überdurchschnittlichen Büroflächenumsatz um 25.000 m², der rd. 12% über dem mittleren Umsatzvolumen der letzten Dekade (2010-2019: 22.400 m² p. a.) liegen würde. Diese Marke wird unter den jüngsten Ereignissen kaum zu halten sein: Aufgrund der aktuellen konjunkturellen Unsicherheit stellen Unternehmen Ihre Expansionspläne, Flächenumstrukturierungen, Standortwechsel, etc. (zunächst) zurück oder gar ein, wobei auch mögliche Flächenverkleinerungen denkbar sind. Darüber hinaus tragen etwaige Unternehmensinsolvenzen zu einer Verringerung der Flächenumsätze bei. Erfolgreich in der Krise erprobte Home-Office-Lösungen und digitale Meetings verstärken zumindest mittelfristig den Trend sinkender bis stagnierender Umsätze.

Während die aktuelle Krise indessen an anderen Büromärkten zu z.T. markanten Umsatzeinbrüchen führt, prognostiziert Aengevelt Research für 2020 einen weitgehend stabilen Flächenumsatz am Magdeburger Büromarkt von rd. 22.500 m².

Im ersten Quartal 2020 wurden nach Analysen von Aengevelt Research rd. 5.300 m² Bürofläche in Magdeburg umgesetzt. Das sind rd. 33% mehr als im ersten Quartal 2019 (rd. 4.000 m²).

Noch stärker durch die Krise betroffen ist indessen der Markt für Einzelhandelsflächen: Die Umsätze des stationären Einzelhandels brechen ein - kurz- bis mittelfristige Folgen sind: Insolvenzen, Mietausfälle, Mietstundungen, Leerstände, sinkende Mieten - insbesondere hinsichtlich umsatzabhängiger Mietanteile und an Standorten jenseits der Top-Lagen. Auf der anderen Seite stellt sich das Segment Logistik als einer der wenigen Gewinner der Krise dar. Der Bedarf an Lagerfläche, sowie neuen Konzepten beeinflusst das Wachstum, vor allem die Innenstädte im Lebensmittelbereich.

Anziehende Büroflächenfertigstellung. Keine kurzfristigen Corona Verschiebungen.

Nachdem 2017 und 2018 die fertiggestellten Büroflächen bei lediglich 4.700 m² bzw. 1.000 m² lagen, konnte im Berichtsjahr 2019 mit einer Neubautätigkeit von rd. 12.000 m² eine deutliche Steigerung festgestellt werden. Gemessen am gesamten Büroflächenbestand von rd. 1,055 Mio. m² liegt die Innovationsquote mir rd. 2,2% dennoch weiterhin im unteren Bereich der Markterfordernisse und -üblichkeiten, was die seit Jahren zu beobachtende Nettoabsorption unterstützt.

Für 2020 zeichnet sich ein weiterer deutlicher Anstieg der Fertigstellung mit rd. 21.400 m² Bürofläche ab. Da sich diese Flächen bereits im Bau befinden, ist für 2020 von keiner wesentlichen Corona-bedingten Veränderung auszugehen.

Abbau der Angebotsreserve verlangsamt sich.

2019 reduzierte sich die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve (bezugsfähig innerhalb von drei Monaten) moderat um 2.000 m² auf 73.000 m² Bürofläche. Die Leerstandsquote sank dabei nochmals von 7,2% in 2018 auf 6,9% in 2019.

Für 2020 prognostiziert Aengevelt Research einen anhaltend moderaten Leerstandsabbau. Aufgrund der Marktverlangsamung und der o.g. Trends wird es spannend sein, die Auswirkungen auf einzelne Büro-Teilmärkte auch hinsichtlich der daraus resultierenden Leerstände zu beobachten.

Steigendes Mietpreisniveau

Innerhalb des Jahres 2019 ist die gewichtete Spitzenmiete um EUR 0,75/m² auf EUR 13,50/m² gestiegen.

Die mittlere Miete in City-Lagen stieg 2019 weiter deutlich an und stellten sich im Jahreswechsel somit auf EUR 9,80/m² ein.

Ohne die COVID-19-Krise wäre auch für 2020 von einer konstanten Entwicklung des Mietpreisniveaus in der Breite auszugehen gewesen. Diesen Trend sieht Aengevelt Research vorläufig gestoppt. Angesichts der bislang nur geringen Verfügbarkeit markt- und nachfragegerechter Büroflächen ist indessen kein deutlicher Rückgang zu erwarten. Vielmehr prognostiziert Aengevelt Research eine stabile Spitzenmiete um EUR 13,50/m².

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