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29.11.2018 MärkteWohnen

AENGEVELT-Wohninvestment-Index AWI sinkt auf Dreijahrestief

Fazit der aktuellen Herbstbefragung 2018

  • (c) AENGEVELT - Entwicklung AWI Frühjahr 2017-Herbst 2018 insgesamt und nach Lagen
Bildunterschrift: (c) AENGEVELT - Entwicklung AWI Fr...
Der AWI verzeichnet nach dem Rekordwert von 77,2 Punkten in der Herbstbefragung 2017 zum zweiten Mal einen Rückgang auf 73,1 Punkte (Frühjahr 2018: 75,2 Punkte). Dieser vollzog sich für alle Wohnlagen, indessen in unterschiedlicher Ausprägung:

• Am stärksten gab er für gute Lagen nach, nämlich um 2,9 Punkte gegenüber Frühjahr 2018 auf aktuell 67,8 Punkte. Hierbei handelt es sich im Gegensatz zu der Entwicklung in den anderen Lagen bereits um den fünften Rückgang in Folge: Seit dem Frühjahr 2016 (77 Punkte) hat der AWI in guten Lagen insgesamt um markante 9,2 Punkte nachgegeben und bestätigt damit erneut diesen Negativtrend.

• Den geringsten Rückgang um 1,1 Punkte verzeichnen die einfachen Lagen von 71,6 auf 70,5 Punkte, während der AWI für mittlere Lagen ebenfalls markant um 2,6 Punkte auf 76,5 Punkte (Frühling 2018: 79,1) zurückging.

Ungeachtet der unterschiedlich starken Rückgänge zeigt der AWI in allen Lagen unverändert einen Vermieter-/Eigentümermarkt mit überdurchschnittlichem Miet-/Kaufpreisniveau an (Marktgleichgewicht: 40 bis 60 Punkte).

Entsprechend gibt Michael Fenderl, Leiter AENGEVELT-RESEARCH, keine Entwarnung: „In den Wachstumsregionen steigen die Einwohner- und Haushaltszahlen v. a. durch Zuwanderung aus dem In- und Ausland weiter an. So hat sich die Einwohnerzahl in Deutschland zwischen 2012 und 2017 um rd. 2,3 Mio. erhöht. Die Wohnungsleerstände sind weiter gesunken, während der Bedarf an Mietwohnungen vor allem in einfachen Lagen weiter steigt. Vor diesem Hintergrund zieht auch das Mietpreisniveau weiterhin an. Denn auch wenn 2017 mit rd. 240.000 Wohnungsfertigstellungen der höchste Wert seit 2004 mit 248.000 Einheiten erzielt wurde: Bislang findet insbesondere der Mietwohnungsneubau nur unzureichend statt. Zwar kommt es in Folge der hohen und weiter steigenden Mietkostenbelastung in den Kernstädten inzwischen zu einer verstärkten Suburbanisierung in den Wachstumsregionen. Insgesamt führt dies jedoch kurz- und mittelfristig zu keiner Entlastung der Wohnnach frage in der jeweiligen Region.“

Die aktuellen Befragungsergebnisse bestätigen die Einschätzung von Michael Fenderl: Von einer weiter zunehmenden Mietpreisentwicklung gehen 67% der Befragten aus (Frühjahr 2018: 69%; Herbst 2017: 74%). In dem leicht rückläufigen Wert spiegelt sich u.a. die Erwartung, dass die Bestandsmieten teilweise aufgrund von Mietspiegelobergrenzen ausgeschöpft sind bzw. Mieterhöhungen im Rahmen einer diskutierten Verschärfung der Mietpreisbremse schwieriger durchzusetzen sind. Andersherum rechnet indessen lediglich 1% (Frühjahr 2018: 3%) mit einem Rückgang der Mieten.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Pressetext. Zusätzlich übersende ich Ihnen eine Langfassung der Ergebnisse, die grafische Darstellung des AWI als Excel-, PDF- und JPEG-Datei sowie ein Foto von Michael Fenderl, Leiter AENGEVELT-RESEARCH.

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