13.10.2017

Baubranche richtet „Aachener Erklärung“ an NRW-Regierung

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  • Foto: IHK Aachen/Gerhard Blank

13.10.2017

Baubranche richtet „Aachener Erklärung“ an NRW-Regierung

Die Akteure der Bauwirtschaft aus der Region Aachen haben von der neuen Landesregierung verlässliche Rahmenbedingungen für die Branche gefordert. Dazu haben der Verbund AACHEN BUILDING EXPERTS e.V. (ABE), der ccBIM e.V., die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen und die Handwerkskammer eine „Aachener Erklärung zur Zukunft des Bauens in NRW“ an Landesbauministerin Ina Scharrenbach übergeben.

„Die Digitalisierung, der Fachkräftebedarf und das Vergaberecht stellen vor allem die mittelständischen Baubetriebe vor große Herausforderungen“, sagte ABE-Vorsitzender und IHK-Präsident Bert Wirtz im Gespräch mit der Bauministerin bei ihrem Besuch des Gemeinschaftsstandes der Region Aachen bei der Gewerbeimmobilienmesse „Expo Real“ in München. Die Erklärung enthält Forderungen zu baubranchenspezifischen Themen wie Digitalisierung, Zuständigkeiten in den Ministerien, Qualifizierung und Ausbildung sowie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

„Wenn das Land Verordnungen erlässt, die die Unternehmen zum Einsatz bestimmter Methoden verpflichten, dann muss es sich auch bemühen, entsprechende Qualifizierungen zu schaffen“, beschrieb Wirtz einen Kernpunkt der Erklärung. Im Koalitionsvertrag der neuen Regierung sei formuliert, dass das softwaregestützte „Building Information Modeling“ ab dem Jahr 2020 für öffentliche Bauvorhaben vorgeschrieben sein soll. Die Unterzeichner der Aachener Erklärung wollen deshalb sicherstellen, dass auch kleinere Betriebe an Vergabeverfahren teilnehmen können.

Um eine Vorbereitung und Schulung der Mitarbeiter in Betrieben und öffentlichen Stellen zu erreichen, bieten die Partner mit ihrem Netzwerk der Landesregierung Unterstützung bei der Umsetzung an. „Mit unserer Innovationskraft und Kompetenzvielfalt können wir die Bauwirtschaft fit für die Zukunft machen“, sagte ABE-Geschäftsführer Goar T. Werner. Dazu müssten jedoch beispielsweise Referenzprojekte politisch unterstützt werden.

Darüber hinaus fordern die Aachener Akteure eine zentrale Stelle beim Land, die die Kompetenzen der öffentlichen Verwaltung in der Abwicklung von Bauvorhaben sowie in der Digitalisierung bündelt, Prozesse verkürzt und Standards im baurelevanten Verwaltungsbereich setzt.

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