Berliner Markt für Industrie- und Logistikflächen kehrt kraftvoll zur Stabilität zurück
Der Berliner Markt für Industrie- und Logistikimmobilien blickt optimistisch auf das Jahr 2026. Nach Einschätzung von Engel & Völkers Commercial dürfte sich die positive Marktentwicklung aus dem Jahr 2025 weiter fortsetzen.
„Der Berliner Markt für Industrie- und Logistikflächen hat 2025 eine klare Trendwende vollzogen – nach dem schwachen Jahr 2024 – dieser Trend wird sich nach unserer Einschätzung auch 2026 fortsetzen. Die Marktteilnehmer sind wieder deutlich entscheidungsfreudiger – insbesondere bei modernen und ESG-konformen Flächen“, sagt Sebastian König, Leitung Industrieflächen. „Der hohe Flächenumsatz unterstreicht die Robustheit und Attraktivität des Standorts Berlin.“
Grundlage für diese Einschätzung sind die aktuellen Marktdaten aus dem Marktreport 2026 von Engel & Völkers Commercial. Demnach hat sich der Berliner Markt für Industrie- und Logistikimmobilien im Jahr 2025 deutlich erholt und ist auf einen stabilen Wachstumspfad zurückgekehrt. Der Flächenumsatz stieg auf rund 416.000 m² und lag damit 46 % über dem Ergebnis des Jahres 2024. Damit nähert sich der Markt wieder dem langfristigen Aktivitätsniveau an und erreicht nahezu das bereinigte Zehnjahresmittel.
Ein wesentlicher Treiber der Marktdynamik war die Neubauaktivität. Mit einem Fertigstellungsvolumen von 211.000 m² entfiel mehr als die Hälfte des Flächenumsatzes auf neue Projekte. Vor allem moderne Gewerbeparks sowie Light-Industrial-Flächen waren stark nachgefragt.
Die Nachfrage wurde im Jahr 2025 maßgeblich vom Handelssektor bestimmt, der mit einem Anteil von 38 % seine Spitzenposition weiter ausbaute – insbesondere aufgrund des steigenden Bedarfs an E-Commerce- und Distributionsflächen. Es folgten Produktion und Industrie mit 32 % sowie Transport und Logistik mit 24 %. Gleichzeitig ist ein struktureller Trend zu kleineren, flexiblen Einheiten unter 3.000 m² sowie zu spezialisierten Flächen für die urbane „letzte Meile“ zu beobachten.
Räumlich verlagerte sich das Marktgeschehen weiter in das Berliner Umland, das inzwischen 72 % des gesamten Flächenumsatzes auf sich vereint. Besonders gefragt war das Umland Nord, begünstigt durch mehrere Großabschlüsse. Innerhalb des Stadtgebiets führten Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf das Ranking an.
Trotz der regen Bautätigkeit entwickelten sich die Mieten moderat. Die Spitzenmiete stieg auf 8,40 EUR/m², die Durchschnittsmiete lag bei 7,50 EUR/m². „Qualität, Energieeffizienz und eine gesicherte Stromversorgung sind inzwischen zentrale Standortfaktoren. Nutzer sind bereit, für diese Kriterien Mietaufschläge zu akzeptieren“, so König. „Die ersten erfolgreichen Abschlüsse zu Jahresbeginn stimmen uns zuversichtlich, dass sich die positive Marktdynamik auch 2026 fortsetzen wird.“
Für das Jahr 2026 blickt Engel & Völkers Commercial optimistisch auf den Markt. Erwartet wird ein Flächenumsatz zwischen 420.000 m² und 470.000 m². „Die Fundamentaldaten sind robust. Berlin und sein Umland bleiben ein strategisch wichtiger Standort für Industrie, Logistik und Handel“, berichtet Sebastian König. Vor allem der Bedarf an innerstädtischen Logistikflächen liegt weiter über dem Angebot.
