02.03.2017

blackprint Booster fördert vier PropTech-Startups aus Deutschland und Estland

- Erste sechsmonatige Runde in zweijährigem Accelerator-Programm gestartet

- Startups Bespaced, Habitalix, Moderan und Roomhero ziehen in Frankfurter TechQuartier ein

- Pilotprojekte mit etablierten strategischen Partnern aus der Immobilienbranche

- Teams erhalten 50.000 Euro Beteiligungskapital, gezieltes Mentoring und umfassendes Coaching

Frankfurt am Main, 2. März 2017 – Mit einem umfangreichen Kick-off ist im Frankfurter TechQuartier der blackprint PropTech Booster in die erste Programmrunde gestartet. Der führende deutsche PropTech-Accelerator für die Immobilienwirtschaft bringt digitale Startups und etablierte Unternehmen in einem bislang einzigartigen Rahmen zusammen: Rund sechs Monate lang werden die Gründer während gemeinsamer Pilotprojekte intensiv von den strategischen Programmpartnern begleitet – mit dem Ziel, die innovativen, digitalen und skalierbaren Geschäftsmodelle der jungen Unternehmen zusammen weiterzuentwickeln und zu optimieren.

Der blackprint Booster ist auf insgesamt zwei Jahre ausgelegt. Für die erste der drei Programmrunden wurden im Vorfeld vier Gründerteams ausgewählt. Ob durch Online-Vermittlung von Kurzzeit-Locations, moderne Hausverwaltung via Cloud-Lösung, digitaler Einrichtungsberatung oder einer webbasierten Software zur Verwaltung von Gewerbeimmobilien, eins haben sie alle gemeinsam: Die PropTech-Startups Bespaced, Habitalix und Roomhero aus Deutschland und Moderan aus Estland wollen den Immobiliensektor aufmischen und effizienter gestalten. Bei der Umsetzung und Etablierung ihrer Ideen soll ihnen nun das spezielle Konzept des blackprint PropTech Boosters zugutekommen.

Umfassende Mentorings und Coachings

Der Booster ist deutschlandweit die erste unabhängige Plattform, die Gründer und Etablierte aus der Immobilienbranche in dieser Form zusammenbringt. Der strukturierte Prozess zielt einerseits auf den Wissens- und Erfahrungstransfer ab – neben 50.000 Euro Beteiligungskapital erhalten die Startups umfassende Mentorings und Coachings. Andererseits leistet der Booster durch den gesteuerten Austausch zwischen PropTechs und Branchengrößen auch einen Beitrag zur digitalen Transformation der gesamten Branche.

Beim Kick-off im Frankfurter TechQuartier am Platz der Einheit hatten die Startups und strategischen Partner nun erstmals die Möglichkeit, sich ausführlicher kennenzulernen und gemeinsame Ansatzpunkte für Pilotprojekte zu definieren. Neben der Aareon AG, Commerz Real AG und der Goldbeck Gruppe fördern auch die NAI apollo group, Obotritia Capital KGaA und Vonovia SE den Booster finanziell. Die Wirtschaftskanzlei CMS Hasche Sigle stellt zudem ihre Beratungsexpertise zur Verfügung. „Unsere Partner sind bereit, im Rahmen der Projekte die Dienste der Startups zu testen und ihnen Impulse für Weiterentwicklungen zu geben. Die Teams erhalten so Einblicke in die Industrie, Anregungen, das eigene Geschäftsmodell zu hinterfragen und im besten Fall eine starke Referenz. Unsere Aufgabe als Booster ist es dabei, die Zusammenarbeit für beide Parteien in einem möglichst vertrauensvollen Umfeld zu organisieren“, erklärt Alexander Ubach-Utermöhl, einer der Initiatoren und Geschäftsführer des Accelerators.

=== „PropTechs bieten spannende Anknüpfungspunkte“ ===

Im Gegensatz zu Bespaced, Roomhero und Moderan, die bereits beim Auswahltag im Januar mit dabei waren, ist das Berliner Startup Habitalix erst kurzfristig hinzugekommen. Beim Kick-off stellten die beiden Gründer Patrick Lari und Adrian Türklitz den anwesenden Vertretern der strategischen Partner ihren Ansatz detailliert vor – und zogen bereits am Einzugstag im neuen Büro ein erstes positives Fazit. „Für uns ist der offene Gedankenaustausch mit den etablierten Unternehmen sehr hilfreich“, sagt CEO Adrian Türklitz. Habitalix hat eine Webplattform aufgebaut, die Immobilienbesitzern ein Tool für die digitale Hausverwaltung samt persönlicher Beratung zur Verfügung stellt. „Jetzt ist für uns entscheidend, dass wir unser Konzept mit einem Programmpartner verfeinern und so den Service für renditegetriebene Eigentümer und Asset Manager weiter verbessern können.“

Nach den Kick-off-Gesprächen entscheidet sich im nächsten Schritt, welches Startup mit welchem Unternehmen in den kommenden Monaten enger zusammenarbeiten wird. „Die meisten Unternehmen in der Immobilienbranche konzentrieren sich noch zu sehr auf ihr daily business anstatt sich mehr zu vernetzen“, stellt Dirk Schuster, Vorstandsmitglied der Commerz Real AG, fest. „Die vier PropTechs bieten dagegen spannende Anknüpfungspunkte, um unser eigenes Geschäftsmodell weiterzuentwickeln. Als Kapitalgeber ist für uns dabei logischerweise entscheidend, wo und wie wir am besten Know-how transferieren können.“

Die Themen der Gründer seien sehr unterschiedlich, resümiert Arash Houshmand, Group Strategy beim Beratungs- und Systemhaus Aareon AG. „Als etablierter Treiber der Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft wollen wir jetzt mit den Startups in gemeinsamen Projekten testen, welche konkreten Mehrwerte wir für unsere Kunden generieren können.“

Initiiert wurde der Booster von der auf PropTechs spezialisierten Beteiligungsgesellschaft blackprintpartners aus Frankfurt und Marc Stilke, dem ehemaligen CEO von Immobilien Scout. Aktuell sind über einen Zeitraum von zwei Jahren insgesamt drei je sechsmonatige Runden im Accelerator-Programm geplant. Dafür stellen strategische Partner ein Budget von bis zu 2,5 Millionen Euro bereit.

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