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08.02.2019 Politik

Brücken bauen und Stärken nutzen – gemeinsam mehr Wohnraum für die Region

Am 4. Februar 2019 fand im neuen V8 Hotel der Motorworld in Böblingen der erste WOHNGIPFEL Baden-Württembergs statt. Das Motto der Veranstaltung war omnipräsent: „Schneller mehr Wohnraum schaffen“. Die über 200 Experten aus den Gemeinden und Kommunen, der Politik und der Immobilienbranche konnten gemeinsam Problemstellungen und Lösungsansätze erörtern, wie sich schneller mehr Wohnraum in der Region schaffen ließe.

  • Wohngipfel 2019 - Visual (© Immobilien Service Bärbel Bahr e. K.)
  • Wohngipfel 2019 - Podiumsdiskussion (© Sage Press)
  • Wohngipfel 2019 - Bärbel Falkenberg-Bahr (© Sage Press)
  • Wohngipfel 2019 - Prof. Dr. Peter Bofinger (© Sage Press)
  • Wohngipfel 2019 - Bärbel Falkenberg-Bahr (© Sage Press)
  • Wohngipfel 2019 (© Sage Press)
  • Wohngipfel 2019 - Publikum (© Sage Press)
  • Wohngipfel 2019 - Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL (© Sage Press)
  • Wohngipfel 2019 - Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL und Bärbel Falkenberg-Bahr (© Sage Press)
Bildunterschrift: Wohngipfel 2019 - Visual (© Immobil...
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Die Veranstalterin Bärbel Falkenberg-Bahr, Inhaberin des Immobilien Service Bärbel Bahr und Gesellschafterin der BB Wohnbau Böblingen GmbH, hieß am Morgen alle Gäste und Referenten herzlich willkommen und betonte, dass das Thema Wohnraummangel „auch uns hier in Böblingen, in der Metropolregion Stuttgart, schon lange“ angehe und das der Anlass war, einen Wohngipfel auf regionaler Ebene zu veranstalten. „Trotz einer florierenden Wirtschaft und einer äußerst geringen Arbeitslosenzahl, stellt der Wohnraummangel nach wie vor die größte Herausforderung in der heutigen Zeit dar“, so Falkenberg-Bahr. Sie ermutigte die Zuhörer aufeinander zuzugehen und eine „Kultur des Wollens“ zu schaffen, damit auch schneller konkrete Handlungen folgen können und ausreichend Wohnraum hergestellt werden kann.

Den Anfang der Fachvorträge machte die Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL mit ihrem Vortrag über die von ihr 2016 initiierte Wohnraum-Allianz. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren bereits wichtige Schritte eingeleitet, um die Wohnungsmärkte zu entlasten. Daran hat die Wohnraum-Allianz Baden-Württemberg maßgeblichen Anteil“, erklärte Wirtschafts- und Wohnungsbauministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Sie lobte das Engagement der Veranstalter und deren Zielsetzung, im Rahmen der Fachtagung gemeinsam konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten. Die Wohnraumversorgung sei eines der zentralen und zugleich schwierigsten politischen Handlungsfelder der Landesregierung. Insbesondere die Kommunen als Träger der Bauleitplanung seien gefordert. „Um die Städte und Gemeinden bei dieser Aufgabe noch besser zu unterstützen, planen wir in Ergänzung zu den bereits bestehenden Förderangeboten einen ‚Kommunalfonds Wohnraumoffensive BW´“, so die Ministerin.

In der darauf folgenden Podiumsdiskussion hatten die Gäste die Möglichkeit, ihre Fragen direkt an die Runde, bestehend aus Gabriele Reich-Gutjahr, wohnungsbaupolitische Sprecherin der FDP, Tobias Wald, den wohnungspolitischer Sprecher der CDU im Landtag von Baden-Württemberg und die Initiatorin Bärbel Falkenberg-Bahr zu stellen. „In der Region Stuttgart werden 100.000 Wohnungen benötigt, um die Arbeitsplätze zu erhalten“ startete der Moderator und renommierter Immobilienjournalist Frank Peter Unterreiner die Runde. Dazu sei mehr Wohnraum und weniger Bürokratie nötig, erklärte Tobias Wald. Auch Gabriele Reich-Gutjahr gab zu verstehen „Die Politik kann nicht den eigenen Egoismus vor der Nase haben“. Bärbel Falkenberg-Bahr betonte, dass dafür gesorgt werden muss, den Kindern kein Risiko, sondern Sicherheit zu hinterlassen. Ein Ansatz hierzu sei „Ackerland zu Bauland zu machen“, so Wald. Aus den Reihen der Zuhörer zeigte sich ebenfalls der Wunsch nach einer Partnerschaft zwischen Stadt, Kommunen und den Vertretern der Immobilienbranche, damit es gelingen kann, den so dringend notwendigen Wohnraum zu schaffen.

Der Mietspiegel stand im Fokus des Vortrags von Prof. Dr. Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte vom Institut der deutschen Wirtschaft IW in Köln. Er betonte eindrücklich, dass es einer dringenden Reform des Mietspiegels bedürfe und dazu eine gute Infrastruktur auch im Umland wichtig sei.

Im Anschluss präsentierte Holger Haas, Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart, den anwesenden Vertretern der Städte einige Möglichkeiten, wohnungsbaupolitisch in die Zukunft zu schauen und ermutigte sie, ihre Initiativen und Projekte für die Bauausstellung einzureichen.

„Wohnraum schaffen sofort!“ war das Motto der Experten-Runde von Gerald Lipka, Geschäftsführer des Landesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Baden-Württemberg, bei dem alle Anwesenden ordentlich auf ihre Kosten kamen.

Mit dem Titel „Städte und Gemeinden als Macher“ moderierten Bärbel Falkenberg-Bahr und Claus Falkenberg, Geschäftsführer der BB Wohnbau Böblingen GmbH die Diskussionsrunde. Dabei wurde unter anderem die Frage diskutiert „Wo können wir am meisten erreichen, um die Bauprozesse zu beschleunigen?“.

Zum Abschluss präsentierte der Wirtschaftsweise und Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Prof. Dr. Peter Bofinger seine Einschätzungen des deutschen Immobilienmarktes in Zeiten von Überhitzung und Wohnungsnot. Dabei schloss er mit dem Resümee „Immobilienpreise werden nicht in den Himmel wachsen, aber der Himmel wird auch nicht einstürzen“.

Im Rahmenprogramm des Wohngipfels wurde den Gästen einiges geboten. Insgesamt 17 erfolgreiche Unternehmen präsentierten ihre Dienstleistungen und Initiativen in der Fachausstellung. Darüber hinaus hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, an Führungen durch die Motorworld teilzunehmen oder sich mit einem McLaren fotografieren zu lassen.

Die Initiatorin beendete den ersten Wohngipfel Baden-Württembergs mit der Aufforderung „jetzt muss die Politik umsetzen, denn alle Referenten der Veranstaltung heute kamen zum Ergebnis, dass nun die richtige Zeit zum Handeln ist“.

www.wohngipfel-bw.de

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