Bürovermietungsmarkt München Q3-2026: Hochwertige Flächen im Fokus, doch die Lage entscheidet mit
- Flächenumsatz von 487.200 m² (+ 10 % ggü. Vorjahr)
- Spitzenmiete stabil bei 60,00 EUR/m²
- Ausblick: Flächenumsatz über Vorjahresniveau erwartet
In den ersten neun Monaten 2026 betrug der Flächenumsatz am Münchener Bürovermietungsmarkt 487.200 m². Dies entspricht einem Zuwachs von 10 % gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt lag der Umsatz 3 % darunter.
Die Leerstandsquote lag im 3. Quartal 2026 unverändert zum Vorquartal bei 9,4 %. Im Jahresvergleich erhöhte sie sich um 110 Basispunkte. Die Spitzenmiete erreichte 60,00 EUR/m² und entsprach damit dem Niveau des Vorquartals. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg sie um 9,1 %. Die Medianmiete belief sich auf 23,00 EUR/m² und lag damit sowohl 2,1 % unter dem Vorquartals- als auch unter dem Vorjahreswert.
Alexander Meyer, Director und Head of Munich Office bei Savills, berichtet: „Bei Umzugsentscheidungen stehen hochwertige Flächen weiterhin klar im Fokus. Aber die Nutzer schauen inzwischen auch genauer darauf, was nach dem Einzug passiert: Was will der Eigentümer in den nächsten Jahren noch in das Gebäude investieren und wie gut funktioniert die Betreuung im Alltag? Gerade beim Gebäudemanagement haben viele Mieter in den vergangenen Jahren schlechte Erfahrungen gemacht. Eigentümer, die können, investieren deshalb weiter in ihre Objekte. Andere kommen den Mietern eher beim Preis entgegen. Und selbst eine gute Gebäudequalität hilft nicht überall. In der Parkstadt Schwabing sehen wir beispielsweise durchaus gute Flächen, die sich aufgrund des Standorts trotzdem schwertun. Bei Gebäuden, die dauerhaft keine ausreichende Nachfrage finden, kommt irgendwann die Frage auf, ob eine andere Nutzung sinnvoll wäre. Nur sind die Möglichkeiten auch dort begrenzt. Bei Serviced Apartments scheint sich der Markt der Sättigung zu nähern und bei Wohnungen stehen häufig die hohen Investitionskosten und regulatorischen Anforderungen im Weg.“
Savills erwartet für das Jahr 2026 einen Flächenumsatz über Vorjahresniveau. Gleichzeitig dürfte die Spitzenmiete weiter steigen.
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