Deutscher Nachhaltigkeitspreis Architektur ausgelobt
„Beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur suchen wir nach Projekten, die Nachhaltigkeit überzeugend in Architektur umsetzen – nicht als Zusatz, sondern als selbstverständlichen Bestandteil guter Planung und Gestaltung“, sagt Prof. Amandus Samsøe Sattler, DGNB Präsident und Vorsitzender der Jury. „Ausgezeichnet werden Gebäude, die ökologische, gesellschaftliche und gestalterische Qualitäten vereinen und damit beispielhaft für eine zukunftsfähige Baukultur stehen. Ich freue mich, zusammen mit der Jury wegweisende und ermutigende Projekte unter den diesjährigen Einreichungen zu entdecken.“
Für die Teilnahme beim 14. Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur können Projekte in Deutschland noch bis zum 5. Juni 2026 online eingereicht werden. Zugelassen sind Neubauten, Bestandsbauten sowie umfassende Umbauten, die bereits fertiggestellt und in Betrieb sind, eine personenbezogene Nutzung aufweisen und nicht älter als fünf Jahre sind. Reine Innenausbaumaßnahmen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Neben dem Gebäude selbst werden auch die unmittelbar zugehörigen Freiflächen in die Bewertung einbezogen.
Der Wettbewerb steht Bauherrinnen und Bauherren, Architektinnen und Architekten sowie den Nutzenden der Gebäude offen. Eine unabhängige Jury aus Fachleuten in den Bereichen Architektur, Bauwesen und Gesellschaft sichtet alle Einreichungen und wählt daraus die Finalistinnen und Finalisten sowie das Gewinnerprojekt.
Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der DGNB Veranstaltung Forum Nachhaltige Architektur, die 2025 in Bonn Premiere gefeiert hat. Datum und Ort werden in Kürze unter www.forum-nachhaltige-architektur.de bekannt gegeben. Zusätzlich werden die Finalisten und der Gewinner am 4. Dezember 2026 während der abendlichen Preisverleihung des 19. Deutschen Nachhaltigkeitspreises gezeigt.
Gewinner der vergangenen Jahre setzen Maßstäbe für echte Nachhaltigkeit
Die seit 2013 ausgezeichneten Projekte zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten beim nachhaltigen Bauen sind und was bereits möglich ist, um soziale Strukturen zu stärken, Ressourcen zu schonen und neue Qualitäten für das Zusammenleben in unseren Städten und Gemeinden zu schaffen. 2025 ging der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Architektur an die Sanierung und Erweiterung der Mehrzweckhalle im oberschwäbischen Ingerkingen. Den Architekten vom Büro Atelier Kaiser Shen ist es gelungen, durch Weiterbauen Identität zu bewahren und gleichzeitig eine neue architektonische Qualität zu schaffen.
Im Jahr zuvor überzeugte das Projekt Collegium Academicum in Heidelberg als selbstverwalteter Ort zum Wohnen, Leben und Lernen, den das Büro DGJ Architektur zusammen mit einer Gruppe junger Studierender geschaffen hat. 2023 ging der Preis an das Architekturbüro Hütten & Paläste, das zusammen mit der Stadt Mannheim eine ehemalige Militärhalle revitalisiert und unter dem Namen U-Halle in einen vielfältigen Ort der Begegnung transformiert hat.
Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren, der Jury und den bisherigen Gewinnern unter www.dgnb.de/dnp-architektur und www.nachhaltigkeitspreis.de/wettbewerbe/architektur.
