14.03.2017

Europäischer Logistikinvestmentmarkt mit neuen Rekordergebnissen

- Mehr als 25,1 Milliarden Euro innerhalb Europas investiert – ein Anstieg von sechs Prozent im Vorjahresvergleich

- Deutschland zweitgrößter Logistikinvestmentmarkt mit 4,5 Milliarden Euro

- Vermietungen und Eigennutzer bei 21 Millionen Quadratmetern Flächenumsatz

Frankfurt, 14. Februar 2017 – Der Markt für Lager- und Logistikimmobilien in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) hat 2016 mit einem Transaktionsvolumen von 25,1 Milliarden Euro sein bisher stärkstes Jahr abgeschlossen. Dabei haben Deutschland, Norwegen, Spanien sowie Zentral- und Osteuropa (CEE) neue Spitzenwerte verzeichnet, sodass das Investmentvolumen in der Region EMEA im Vorjahresvergleich um 5,5 Prozent angestiegen sind. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Immobilienberatungsunternehmens CBRE.

„Logistikimmobilien haben sich als am schnellsten wachsender Sektor in Europa etabliert. Sie werden als Assetklasse wahrgenommen, die von politischen Entwicklungen am wenigsten betroffen ist“, sagt Kai F. Oulds, Head of Logistics Investment bei CBRE in Deutschland. „Im Jahr 2016 waren Logistikimmobilien die Anlageklasse mit der besten Entwicklung, weshalb sie das Interesse und Kapital vieler Investoren auf sich zieht. Institutionelle Fonds setzen weiterhin auf die Stabilität in Deutschland und Norwegen, während die vielversprechende wirtschaftliche Entwicklung Spaniens und CEE solide Fundamentaldaten für zukünftiges Wachstum bietet“, ergänzt Oulds. Allein in Deutschland, dem größten Wirtschafts- und Produktionsstandort in Europa, wurden 2016 4,5 Milliarden Euro investiert und folgt hinsichtlich des allokierten Kapitals auf Rang zwei nach dem Vereinigten Königreich.

Neben dem historischen Rekordvolumen der Investitionen konnte im Jahr 2016 auch der Flächenumsatz (Vermietungen und Eigennutzungen) ein Rekordergebnis verzeichnen. So wurden in den neun Core-Märkten (Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Spanien, Italien, den Niederlanden, Belgien, Polen und der Tschechischen Republik) zum ersten Mal die 21-Millionen-Quadratmeter-Marke erreicht und damit das vorherige Bestergebnis von 19 Millionen Quadratmetern aus dem Vorjahr übertroffen.

Hierbei sind insbesondere Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Spanien und Italien hervorzuheben, die jeweils einen Rekordflächenumsatz aufwiesen. Dies ist im Speziellen auf die Nachfrage aus dem Online-Handel und dem Einzelhandel zurückzuführen; im Vereinigten Königreich vereinten diese beide Branchen sogar mehr als 50 Prozent der insgesamt 2,8 Millionen Quadratmeter Flächenumsatz. Auch in Deutschland entfielen mit über 2,5 Millionen Quadratmetern Fläche rund 38 Prozent des gesamten Jahresumsatzes auf die Handelsbranche. Dieser hohe Anteil wurde besonders durch die steigende Nachfrage von Online-Händlern getrieben, die im Zuge der zunehmenden Handelslogistik durch den E-Commerce immer größere und moderne Flächen benötigen. „Wir beobachten, dass sich die Lieferketten in der Logistik zunehmend den neuen Anforderungen der Nutzer anpassen. In der Folge steigen Neubau und Qualität der Logistikobjekte, was für die Branche weiteres Wachstum sowie eine Zunahme der Wettbewerbsfähigkeit bedeutet“, sagt Rainer Koepke, Head of Industrial & Logistics bei CBRE in Deutschland.

Die Flächenumsätze in den 32 größten und wichtigsten Logistikhubs in Europa haben 2016 mit 11,9 Millionen Quadratmetern den Rekord von 2015 (11,75 Millionen Quadratmeter) übertroffen.

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