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19.09.2018 Digital(es)

FUTURE: PropTech Berlin setzt Impulse für eine digitale Immobilienwirtschaft

• Vorträge und Diskussionen zu Themen wie Big Data, Künstlicher Intelligenz und Kryptowährungen

• Exklusive Vorstellung neuer Studien und Initiativen

• Mit 400 Teilnehmern war die zweite Ausgabe erneut ausverkauft

  • Bildrechte: blackprintpartners/Ulf Büschleb
Bildunterschrift: Bildrechte: blackprintpartners/Ulf B...
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Frankfurt am Main, 20. September 2018 – 400 Teilnehmer, 48 Redner, mehr als acht Stunden interaktive Vorträge und Diskussionen über Trends, Innovationen und neue Technologien – auch mit ihrer zweiten Ausgabe hat die FUTURE:Prop Tech Berlin wieder über zahlreiche Themenbereiche hinweg Impulse gesetzt und die Gestalter der Immobilienwirtschaft in einen intensiven Dialog über die Zukunft der Branche gebracht. Investoren, Immobilien-Entscheider und PropTech-Gründer aus 18 Nationen kamen dazu im VON GREIFSWALD zusammen. Die Berliner In-Location war bereits bei der Premiere der paneuropäischen Konferenz FUTURE: PropTech Berlin im Vorjahr Austragungsort. Sie ermöglicht es den Teilnehmern, in unkonventioneller Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen und schnell und einfach zwischen verschiedenen Vorträgen in zwei Hallen zu wechseln.

„Unser Ziel ist es, mit der FUTURE: PropTech Berlin innerhalb unserer Branche Brücken zu bauen - thematische, aber auch persönliche. Das ist uns erneut sehr gut gelungen. Zur Digitalisierung gehört Mut. Im engen Austausch mit anderen Gestaltern und Tech-Experten lässt sich dieser leichter entwickeln“, sagt Alexander Ubach-Utermöhl, Geschäftsführer des Veranstalters blackprintpartners. Die Voraussetzung sei, dass die Akteure offen miteinander redeten. „Deshalb treffen auf der FUTURE: PropTech auch Experten mit unterschiedlichsten Schwerpunkten in kurzen Formaten aufeinander, die einen solchen Austausch ermöglichen: ehrlich, direkt, auf den Punkt. Und vor allem auch: über Ländergrenzen hinweg. Wir müssen Digitalisierung international denken.“

Im Rahmen der Veranstaltung stellte sich deshalb auch erstmals eine neu gegründete paneuropäische PropTech-Initiative näher vor. Unter dem Dach „PropTech House“ haben sich führende PropTech-Experten aus Holland, Belgien und Polen zusammengeschlossen, um länderübergreifend ein starkes Interessennetzwerk aufzubauen. Durch die Verleihung eines EU-weiten Awards will PropTech House künftig europaweit innovative digitale Geschäftsmodelle prämieren. Unterstützung bei ihren Aktivitäten erhält die deutsche Non-Profit-Organisation dabei von der German PropTech Initiative (gpti).

Nutzer auf dem Weg der Digitalisierung mitnehmen



Thematisch hatte der Veranstalter blackprintpartners in diesem Jahr zwei Themenstränge auf der FUTURE: PropTech Berlin konzipiert. Im Track „Prop“ gaben Corporates aus der Immobilienbranche und anderen Wirtschaftszweigen Einblicke in ihre Innovations- und Digitalisierungsstrategien. Im Track „Tech“ hingegen stellten Tech-Unternehmen ihre Ansätze vor und diskutierten Trends wie Big Data oder Künstliche Intelligenz. So wurden unterschiedlichste Aspekte und Potenziale der Digitalisierung thematisiert. Über die veranstaltungseigene App konnten die Zuhörer dabei jederzeit Fragen einbringen.

Coen van Oostrom, CEO von EDGE Technologies, zeigte in seinem Impulsvortrag beispielsweise das Potenzial von Daten auf, um intelligentere, zeitgemäßere Immobilien zu konzipieren. Die Welt brauche „bessere Gebäude“, um den wachsenden Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit und neuen Arbeitsplatzmodellen gerecht zu werden, so Van Oostrom. „Dafür werden Daten immer wichtiger. Wir können sie alle sinnvoll nutzen.“ Durch die Auswertung von Daten, die Sensoren in den Räumen oder auf Flächen eines Gebäudes sammelten, sei es beispielsweise möglich, gezielt Energiekosten zu kontrollieren und zu steuern.

Auch Prof. Dr.-Ing. Viktor Grinewitschus von der EBZ Business School unterstrich die Bedeutung von Daten und ihrer systematischen Auswertung, um die Nutzung beispielsweise von Wohnimmobilien effizienter zu gestalten. „Gebäude sind in Zukunft ein entscheidender Teil des Energiesystems“, so Grinewitschus. Er stellte auf der FUTURE: PropTech Berlin exklusiv die Ergebnisse einer rund zweijährigen Studie vor, die die „Allianz für einen klimaneutralen Wohngebäudebestand“ unter seiner Leitung durchgeführt hatte. Sein Fazit: Die Digitalisierung fördert den Klimaschutz, weil sie hilft, Gebäude ganzheitlich zu managen. Gerade im optimierten Zusammenspiel von Gebäudehülle, Anlagentechnik und dem Nutzer liegt ein großes Potenzial. Mit Assistenzsystemen lassen sich Mieter beim energiesparenden Verhalten unterstützen. Voraussetzung ist, dass sie auf dem Weg mitgenommen werden und sich auch mitnehmen lassen. Grinewitschus: „Wir müssen Technik viel stärker für alle nutzbar machen.“

Wie sie ihre eigenen Unternehmen im Zuge des digitalen Wandels fit für die Zukunft machen und neue Ansätze testen, um bestehende Prozesse zu optimieren und das eigene Portfolio weiterzuentwickeln, berichteten Dr. Manfred Alflen, Vorstandsvorsitzender der Aareon, Jörn Stobbe, Geschäftsführer der Union Investment Real Estate, und Sascha Klaus, Chef der Berlin Hyp. Dabei gaben die drei Top-Entscheider ehrliche Eindrücke – und schilderten auch Ideen und Experimente, die am Ende nicht zum gewünschten Ziel geführt hatten. Die Botschaft: Ein gewisses Risiko gehört dazu. Aber jeder Schritt in die digitale Zukunft ist ein Schritt in die richtige Richtung.

„Wir brauchen einen digitalen Plan“

Dass die Ausschöpfung des Potenzials digitaler Trends wie Big Data in Deutschland und Europa derzeit allerdings verhältnismäßig noch am Anfang stehe, zeigte unter anderem Dr. Titus Albrecht, CEO von realxdata, auf. Im Vergleich zu den USA seien Daten noch nicht im gleichen Maße verfügbar. In den USA gebe es dadurch ganz andere Voraussetzungen für neue Geschäftsmodelle. Dass auf dem Weg beispielsweise zum digitalen Asset auch die Offenheit der Marktteilnehmer entscheidend ist, wurde durch den Vortrag von Maurice Grassau, CEO von Architrave, deutlich. Beim Thema Digitalisierung gehe es vor allem um die Bereitschaft, Daten zu teilen. Grassau: „Das gestaltet sich zurzeit noch schwierig, da die Immobilienbranche immer noch in PDF- und Excel-Dateien denkt.“ Dabei ist in Hinblick auf neue Technologien mittlerweile viel möglich – vom Einsatz Künstlicher Intelligenz bis hin zur Zahlung mittels Bitcoin. Auf die Frage aus dem Publikum, ob eine Shopping-Center-Transaktion via ICO, also Kryptowährungen, heute schon denkbar sei, antwortete Michael Reuter, CEO von Datarella: „Natürlich können Sie ein Shopping-Center via ICO verkaufen.“

Was sich politisch noch ändern muss, damit sich Innovationen hierzulande besser durchsetzen können und Deutschland international nicht abgehängt werde – darauf ging die FDP-Bundestagsabgeordnete Bettina Stark-Watzinger am Abend ein. Im Bundestag gehe es aktuell nicht um die Zukunft. „Die gute wirtschaftliche Lage macht uns träge“, so Stark-Watzinger. Dabei sei der Druck durch China und die USA groß. „Wir brauchen endlich ein Digitalministerium und einen digitalen Plan“, forderte die FDP-Politikerin. Entscheidend sei aber: „Wir dürfen unserem Land nicht noch mehr Bürokratie aufbürden.“

Die diesjährige Ausgabe der FUTURE: PropTech wurde unterstützt von CBRE, Deutsche Wohnen, GreenbergTraurig, Signa Innovation, HBReavis und den Netzwerk- und Medien-Partnern German PropTech Initiative, Gründerszene, Immobilien Manager Verlag, konii, Venture Daily, PlaceTech und dem ZIA.

Nach der FUTURE: PropTech Berlin ist vor der FUTURE: PropTech Berlin. Die nächste Ausgabe findet statt am 5. September 2019. Alle Informationen zur Veranstaltung auf www.futureproptech.de.

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