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Hamburger Industrie- und Logistikimmobilienmarkt legte 2025 spürbar zu 

Hamburg, 06.02.2026
  • Flächenumsatz von 309.000 m²– Anstieg im Vergleich zu 2024 um 36 Prozent
  • Spitzenmiete für Logistikimmobilien stabil bei 8,50 Euro pro Quadratmeter
  • Leerstand bei Big-Box-Logistikimmobilien stieg im Vorjahresvergleich leicht auf 1,1 Prozent

Der Industrie- und Logistikimmobilienmarkt Hamburg erzielte im Jahr 2025 einen Flächenumsatz von 309.300 m². Im Vergleich zu 2024 entspricht dies einem Anstieg um 36 Prozent. Mit einem Anteil von 32 Prozent prägten Eigennutzer das Marktgeschehen ungewöhnlich stark. Klassische Big-Box-Logistikimmobilien ab einer Größe von 10.000 m² konnten zwar deutlich zulegen, dennoch hatten sie lediglich einen Anteil von 35 Prozent. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.

„Der Hamburger Industrie- und Logistikimmobilienmarkt zeigte 2025 eine spürbare Erholung gegenüber dem Vorjahr, blieb jedoch klar angebotsgetrieben. Das zeigte sich im Schlussquartal, das durch einen geringen Flächenumsatz geprägt war“, sagt Tobias Heine, Team Lead Industrial & Logistics Leasing Hamburg bei CBRE. „Vor allem moderne, zusammenhängende Flächen sind weiterhin nur sehr eingeschränkt verfügbar.“ Dennoch konnte der Anteil von Neubauten am Flächenumsatz um acht Prozentpunkte auf 38 Prozent zulegen

Die Spitzenmiete für Logistikimmobilien zeigte sich 2025 stabil bei 8,50 Euro pro m² und Monat. Die gewichtete Durchschnittsmieten ging hingegen leicht zurück – aufgrund einer Vielzahl an Abschlüssen in älteren Objekten. Insbesondere moderne Flächen in verkehrsgünstigen Lagen erzielten weiterhin hohe Mietabschlüsse.

Stärkste Nachfrage kam 2025 erneut von Transport- und Logistikunternehmen (Anteil von 39 Prozent), gefolgt von Produktionsunternehmen mit 32 Prozent sowie Handelsunternehmen (inklusive Onlinehändler) mit 14 Prozent.

Der Leerstand im Big-Box-Segment stieg im Vergleich zum Jahresende 2023 leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent. „Das bedeutet jedoch keine Formierung eines strukturellen Leerstands – die verfügbaren Flächen werden zeitnah wieder vom Markt absorbiert und sind auf marktübliche Mieterwechsel zurückzuführen. Temporäre Leerstände im Zuge von Anschlussvermietung müssen daher im Verhältnis zur Jahresbetrachtung interpretiert werden“, sagt Heine.

Ausblick auf 2026

„Auch 2026 wird der Markt durch das begrenzte Angebot an verfügbaren Flächen bestimmt sein – ein Zustand der mangels Neubauaktivität weiter anhält“, so Heine. „Chancen für Flächenumsatz resultieren vor allem aus Auszügen und Wechseln bisheriger Nutzer aus Bestandsimmobilien.“

Logistikmarkt Hamburg: Flächenumsatz (Vermietung und Eigennutzung)

Quelle: CBRE Research