Hamburger Umsatz leicht runter, Bürospitzenmiete hoch
Hohe Qualität ist gefragt, während Kleinanmietungen zurückgehen
Der Hamburger Bürovermietungsmarkt hat das Gesamtjahr 2025 durchwachsen abgeschlossen. Das starke Startquartal mit einem Flächenumsatz von 132.100 m² konnte in den drei folgenden Quartalen nicht mehr bestätigt werden, und zum Abschluss lieferte der Markt mit 87.000 m² sogar das schwächste Einzelquartal ab. In der Jahresbilanz stehen so insgesamt 412.100 m², was einem Rückgang um vier Prozent im Jahresvergleich entspricht. Vor diesem Hintergrund wuchs der Leerstand von 5,3 Prozent auf 6,7 Prozent, während parallel aber auch die Spitzenmiete deutlich von 36 Euro/m² auf 41 Euro/m² stieg.
Alexander von Bülow, Niederlassungsleiter und Senior Team Leader Office Leasing JLL Hamburg: „Wir konnten im abgelaufenen Jahr eine klare Differenzierung auf dem Markt erkennen. Zum einen sank die Zahl der Abschlüsse mit nur noch 436 um 13 Prozent, was vor allem auf die um 78 deutlich niedrigere Zahl kleinerer Anmietungen unter 1.000 m² zurückgeht. Zugleich sehen wir aber ein Wachstum bei den großen und hochqualitativen Flächen zwischen 2.500 m² und 10.000 m², was die spürbare Drehung der Preisschraube trotz des steigenden Leerstands erklärt.“
Bei den Großabschlüssen jenseits der 10.000 m² sank die Anzahl im Jahresvergleich von sechs auf vier, während sich der Flächenumsatz in dieser Kategorie auf 61.800 m² nahezu halbierte. Dazu zählen als größter Abschluss die 26.600 m² von NXP Semiconductors in Altona-Ottensen-Bahrenfeld aus dem dritten Quartal sowie im vierten Quartal rund 10.500 m² im Stadtkontor im Teilmarkt St. Georg.
Während sich die Innenstadt mit 104.900 m² als Spitzenreiter behaupten sowie Altona-Ottensen-Bahrenfeld (52.900 m²) auf Rang zwei deutlich zulegen konnte, verbuchten klassische Bürostandorte wie der Kernbereich der City Süd (minus 25 Prozent Flächenumsatz), deren Außenbereich (minus 82 Prozent) und die City Nord (minus 94 Prozent) im vergangenen Jahr deutlich weniger Dynamik. „Das wird sich als Momentaufnahme erweisen, denn auch in diesen Teilmärkten sind qualitative Büroflächen mit guter Anbindung nach wie vor gefragt“, ordnet von Bülow diese Entwicklung ein.
Die Fertigstellungen legten unterdessen um mehr als ein Drittel auf 145.900 m² zu, wobei nur noch knapp 22 Prozent der Bürofläche bei Bauabschluss verfügbar waren.


