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Hoher Flächenumsatz am Frankfurter Büromarkt

Leerstand stabilisiert sich, Spitzenmiete steht vor einem Sprung

Frankfurt am Main, 12.01.2026

Zum Rekord hat es nicht mehr gereicht, dafür steht zum Jahresende 2025 mit 565.200 m² ein sehr gutes Ergebnis für den Frankfurter Büromarkt. Nach einem Flächenumsatz von 200.100 m² in den ersten drei Monaten – das beste erste Quartal aller Zeiten – ließ die Dynamik im weiteren Jahresverlauf etwas nach. In der zweiten Jahreshälfte wurden 229.000 m² umgesetzt, davon 100.200 m² im Schlussquartal. Das Gesamtergebnis ist dennoch eines der besten der vergangenen Jahre, liegt um 53 Prozent über dem Vorjahreswert und um 17 Prozent über dem zehnjährigen Mittelwert. 

Zu verdanken ist das diversen Großabschlüssen, wie beispielsweise von der Commerzbank mit einer Anmietung von 73.000 m² im „Central Business Tower“, der ING mit 32.000 m² im „Hafenpark Quartier“ sowie KPMG mit zwei Abschlüssen von zusammen 33.400 m² im „Park Tower“ und dem „Opernturm“. Alle drei Deals wurden in der ersten Jahreshälfte finalisiert. Im weiteren Jahresverlauf sorgten Allianz Global Investors mit 17.400 m² im „Fürstenhof“ und Sanofi-Aventis mit 15.800 m² im Industriepark Höchst für die größten Abschlüsse.

„Zum Jahresende hat es das ein oder andere größere Gesuch nicht mehr zum Abschluss gebracht. Ein Teil der Nachfrage hat sich also ins neue Jahr geschoben. Somit wird es auch 2026 zu Großabschlüssen kommen“, unterstreicht Suat Kurt, Senior Team Leader Office Leasing und Niederlassungsleiter JLL Frankfurt.

Obwohl die Großanmietungen den Flächenumsatz in die Höhe trieben, wurde das Marktgeschehen ebenso durch viele kleinere Deals geprägt. Von den insgesamt 495 Abschlüssen entfielen 317 auf die Größenklasse kleiner 500 m².  Der mit Abstand stärkste Teilmarkt ist die Bankenlage mit einem Anteil von 32 Prozent am gesamten Flächenumsatz, dahinter folgen Ost (zwölf Prozent) und Messe (neun Prozent). Banken und Finanzdienstleister stehen für etwas weniger als ein Drittel des Umsatzes, die Branche „unternehmensbezogene Dienstleister“ steuerte einen Anteil von 18 Prozent bei.

Die Spitzenmiete ist im Jahresverlauf von 50 Euro/m² auf 52 Euro/m² gestiegen. Kurt rechnet damit, dass sie 2026 nochmals „deutlich anziehen“ wird. „Die Nachfrage nach Topflächen in besten Lagen ist in Frankfurt immens. Ich rechne mit einem Sprung der Spitzenmiete in den kommenden Quartalen auf ein Niveau von 55 Euro/m² bis 56 Euro/m².“

Der Leerstand ist in Frankfurt zum Ende des vierten Quartals 2025 auf 10,4 Prozent gestiegen und sollte nach Kurts Einschätzung nun in eine Seitwärtsbewegung übergehen. „Da in absehbarer Zeit kaum Neubauflächen auf den Markt kommen werden, dürfte sich der Leerstand im Verlauf des Jahres 2026 tendenziell wieder etwas verringern“, prognostiziert Kurt. 

Quelle: JLL