Immobilieninvestmentmarkt München: Transaktionen konzentrieren sich auf Altstadtring und werden von privatem Kapital dominiert
Im Jahr 2025 wurden laut Savills etwa 2,4 Mrd. Euro am Münchener Immobilieninvestmentmarkt umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 12 %. Im Vergleich zum 10-Jahresmittel fiel der Umsatz sogar 53 % geringer aus. In den letzten zwölf Monaten hat Savills etwa 40 Transaktionen registriert, was gegenüber der Vorjahresperiode einen Anstieg um 6 % bedeutet. Die Spitzenrendite für Büros lag Ende Dezember bei 4,0 % und ist damit 10 Basispunkte niedriger als im Vorquartal und liegt 20 Basispunkte unter dem Vorjahreswert. Die Spitzenrendite für Geschäftshäuser lag Ende Dezember bei 3,9 % und blieb damit unverändert gegenüber dem Vorjahreswert.
Philipp Traumann, Associate Director Investment bei Savills in München, kommentiert das Marktgeschehen wie folgt: „Der Münchener Gewerbeimmobilieninvestmentmarkt war 2025 vor allem durch Transaktionen geprägt, die sich überwiegend innerhalb des Altstadtrings und häufig unter Beteiligung privaten Kapitals vollzogen haben. Diese spielten sich insbesondere im mittleren und höheren Volumensegment ab. Wir beobachten zudem, dass bei Insolvenzverkäufen vielfach die Banken die Entscheidungshoheit übernommen haben und mittlerweile von den Buchwerten bzw. der vollständigen Rückzahlung der Kreditsummen abrücken. Insgesamt realistischere Preisvorstellungen bei vielen Verkäufern erhöhen die Chance auf erfolgreiche Transaktionen, wenngleich sich viele Verkaufsprozesse nach wie vor in die Länge ziehen. Im letzten Jahr wechselten abermals einige Einzelhandelsimmobilien in Top-Lagen den Eigentümer, wodurch Büros wie schon im Vorjahr nur auf Rang zwei der volumenstärksten Nutzungen lagen. Auffällig war 2025 ein überproportional hoher Volumenanteil von Hotels, was das Revival dieser Assetklasse unter Investoren widerspiegelt.“
Mit einem Transaktionsvolumen von 930 Mio. Euro haben Handelsimmobilien in den letzten zwölf Monaten am meisten zum Investmentumsatz beigetragen, gefolgt von Büroimmobilien (ca. 580 Mio. Euro) und Wohnimmobilien* (ca. 170 Mio. Euro).
* Nur Objekte mit mindestens 50 Wohneinheiten
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