Kölner Bürovermietungsmarkt steigerte Flächenumsatz im Gesamtjahr 2025 merklich
Büroflächenumsatz im Stadtgebiet Köln im Gesamtjahr 2025 bei 235.000 m² (plus 14 Prozent) / Leerstandsquote steigt auf 5,2 Prozent – Gesamtleerstand nun bei 430.000 m² / Spitzenmiete erhöht sich auf 33,00 Euro pro m² (plus 5 Prozent) /Gewichtete Durchschnittsmiete steigt leicht auf 20,50 Euro pro m² (plus 4 Prozent) / Projektentwicklungen für 2025 und 2026 zu mehr als 70 Prozent vorvermietet
Der Bürovermietungsmarkt im Stadtgebiet Köln zeigt sich im Gesamtjahr 2025 robust und konnte mit einem Flächenumsatz von 235.000 m² das Vorjahresniveau merklich übertreffen. Sowohl bei der Spitzenmiete als auch bei der gewichteten Durchschnittsmiete gab es leichte Steigerungen zu vermelden. Während sich die Spitzenmiete auf 33,00 Euro pro m² (plus 5 Prozent) erhöhen konnte, legte die gewichtete Durchschnittsmiete auf 20,50 Euro pro m² (plus 4 Prozent) zu. Der Leerstand ist im Jahresverlauf auf 430.000 m² gestiegen, was einer Leerstandsquote von 5,2 Prozent entspricht. Damit bleibt Köln weiterhin unter den Top-7-Standorten die Stadt mit der niedrigsten Leerstandsquote.
Stephan Wege, Head of Office Letting bei Colliers in Nordrhein-Westfalen, kommentiert: „Der Kölner Bürovermietungsmarkt zeigt sich im Gesamtjahr 2025 in guter Verfassung. Die Nachfrage bleibt stabil und die Mietentwicklung unterstreicht weiterhin die Attraktivität des Standorts. Die öffentliche Hand bleibt ein wichtiger Treiber, denn auch im Schlussquartal gab es einen weiteren Großabschluss über 5.000 m² zu vermelden. Für das Jahr 2026 ist ein Büroflächenumsatz von mindestens 220.000 m² im Stadtgebiet zu erwarten.“
Der höchste Büroflächenumsatz ist mit Abstand dem Teilmarkt City zuzuschreiben (24 Prozent), gefolgt vom Teilmarkt Ehrenfeld und Braunsfeld (19 Prozent) sowie Deutz (14 Prozent). Die räumliche Verteilung der Anzahl der Mietverträge konzentriert sich traditionell auf den Büroteilmarkt City – in Summe entfallen rund 35 Prozent aller Mietvertragsabschlüsse auf den Teilmarkt. Bei den Branchen dominiert die öffentliche Verwaltung mit einem Anteil von gut 24 Prozent, gefolgt von Information und Telekommunikation (10 Prozent) sowie Beratungsunternehmen (8 Prozent).
„Die Leerstandsquote ist im Jahresverlauf erwartungsgemäß leicht angestiegen, liegt aber mit 5,2 Prozent weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die hohe Vorvermietungsquote bei Projektentwicklungen wird die Leerstandssituation mittelfristig nicht wesentlich beeinflussen“, erläutert Christian Sauer, Regional Manager und Head of Capital Markets Nordrhein-Westfalen bei Colliers.
Für das Gesamtjahr 2026 befinden sich rund 70.000 m² Bürofläche in der Büroflächenpipeline. Davon sind rund 55 Prozent der Flächen vorvermietet beziehungsweise durch Eigennutzer belegt. Im Folgejahr 2027 kommen weitere 94.000 m² auf den Markt, die Vorvermietungsquote beträgt hier schon heute rund 85 Prozent.
Die gewichtete Durchschnittsmiete im Stadtgebiet Köln notiert zum Jahresende bei 20,50 Euro pro Quadratmeter und konnte im Jahresvergleich um 4 Prozent leicht zulegen. „Diese Entwicklung ist Ausdruck der grundsätzlich gestiegenen Nachfrage nach hochwertigen Flächen und der zunehmenden Preisbereitschaft der Nutzer. Ebenfalls konnte die Spitzenmiete ihren positiven Trend fortsetzen und liegt zum Jahresende bei 33,00 Euro pro m², was einem Anstieg von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht“, kommentiert Wege abschließend die Mietentwicklung in der Domstadt.

