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30.11.2018 MärkteHotelKöln

Kölner Hotelmarkt konsolidiert sich auf hohem Niveau

- Nach herausragender Übernachtungsentwicklung in 2017 (+8,1 Prozent) nur moderates Wachstum für 2018 erwartet

- Hoteliers generierten in 2017 deutlich höhere RevPAR - durchschnittlicher Erlös pro Zimmer stieg um rund 8,20 Euro

- Bettenauslastung in 2017 mit 52,4 Prozent auf Rekordhoch

30.11.2018

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Düsseldorf, 30. November 2018 – 2017 war für das gesamte Kölner Beherbergungsgewerbe (Hotels, Hotels garnis, Pensionen, Gasthöfe, Jugendherbergen und Campingplätze) mit über 6,2 Millionen Übernachtungen ein Rekordjahr – ein Plus 8,1 Prozent gegenüber 2016. Rund 2,2 Millionen Übernachtungen durch internationale Gäste - ungefähr 35 Prozent des Gesamtaufkommens – bescherten einen Anstieg um 9,2 Prozent. Aber auch die Zahl deutscher Gäste generierte einen Übernachtungszuwachs von 7,5 Prozent auf rund vier Millionen. Für 2018 rechnet Dr. Lübke & Kelber messeturnusbedingt nur mit einem moderaten Wachstum auf rund 6,3 Millionen Übernachtungen.

„2017 wurden erstmals mehr als sechs Millionen Übernachtungen in Köln gezählt. Das gute Messejahr hatte daran einen großen Anteil, da der Kölner Tourismusmarkt relativ stark von Messebesuchern abhängig ist. Mit dem Anstieg von 8,1 Prozent wurde der Einbruch des Tourismusaufkommens in 2016 mehr als wettgemacht“, sagt Daniela M. Bense, Project Manager Hotel bei der Dr. Lübke & Kelber GmbH. „Für das laufende Jahr rechnen wir durch den turnusmäßigen Wegfall einiger Messen jedoch nur mit einem leichten Anstieg der Übernachtungszahlen. Knapp 4,67 Millionen Übernachtungen in den ersten neun Monaten – plus 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – belegen diese Annahme“, sagt Bense.

RevPAR in 2017 deutlich gestiegen

Im vergangenen Jahr generierte die Kölner Kettenhotellerie durchschnittlich 80,60 Euro pro Zimmer (RevPAR) und damit 8,20 Euro mehr als im Vorjahr. Damit rangiert die Domstadt auf Platz vier im RevPAR-Ranking der deutschen Top-10-Hotelstandorte, hinter München, Düsseldorf und Hamburg. Die Zimmerraten in der Kettenhotellerie sind 2017 auf durchschnittlich 107,70 Euro gestiegen und verzeichneten damit einen durchschnittlichen Zuwachs von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Die Zimmerraten sind in allen Segmenten gestiegen, ganz besonders aber im Upscale- und Luxus-Segment mit 9,2 Prozent“, erläutert Bense.

Nachfragedynamik 2018 und 2019 schwächer durch Kapazitätsausbau

Die stark gewachsene Übernachtungsnachfrage sorgte in 2017 für einen Anstieg der Bettenauslastung um drei Prozentpunkte auf 52,4 Prozent. Dabei hatte sich die Bettenkapazität in insgesamt 280 Kölner Beherbergungsbetrieben zum Vorjahr nur um 1,4 Prozent auf 32.544 Betten erhöht. „Seit 2009 hat die Bettenauslastung in Köln stetig zugenommen. 2017 wurde ein neuer Rekordwert für die letzten zehn Jahre erreicht“, sagt Bense. Während die Bettenzahl seit 2007 um rund 30 Prozent gestiegen ist, wuchs das Übernachtungsaufkommen um 40 Prozent. „Für das laufende Jahr erwarten wir, dass der Kapazitätsausbau bei 4,6 Prozent liegen wird, das Nachfragewachstum bei lediglich drei Prozent. Auch 2019 wird es aufgrund einer gut gefüllten Hotelprojektpipeline aller Voraussicht nach zu einer robust ausfallenden Ausweitung des Bettenangebots kommen. Die Auslastungen dürften daher 2018 und 2019 leicht nachgeben“, sagt Bense.

Mehr als 3.000 neue Betten ab 2019

Zwei neue Hotels – das 25hours – The Circle sowie ein Motel One mit insgesamt 631 Zimmern wurden in 2018 eröffnet. Dies bedeutet einen Zuwachs von etwa 3,9 Prozent. Für das kommende Jahre werden fünf weitere Hotels mit um die 640 Zimmern erwartet. Der Großteil der geplanten Hoteleröffnungen konzentriert sich auf das Mid- und Upscale-Segment mit drei und vier Sternen, darunter das Boutique V8 Hotel @Motorworld mit 110 Zimmern in der Butzweilerstraße. Ebenfalls für 2019 ist die Eröffnung des derzeit in Renovierung befindlichen Fünf-Sterne-plus Dom-Hotels der Althoff-Gruppe mit 120 Zimmern am Roncalliplatz direkt am Dom angekündigt. Insgesamt sind ab 2019 elf neue Hotels mit fast 3.100 Betten in Planung oder Fertigstellung.

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