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22.02.2021 MärkteBüroLeipzig

Leipziger Büros weiter gefragt – 2020 trotz Corona vergleichsweise geringer Umsatzrückgang

Sinkendes Angebot treibt die Spitzenmiete – Leerstandsquote weiter gesunken

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2020 wurde auf dem Leipziger Büroflächenmarkt ein Umsatzvolumen von 125.000 m² registriert, entsprechend einem Minus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Vergleich mit dem 5-Jahresschnitt (2015 – 2019) fällt der Rückgang mit minus 3 Prozent sogar noch deutlich geringer aus. „Trotz Corona wird 2020 immerhin als durchschnittliches Jahr mit einer soliden Performance in die Statistiken eingehen. Entgegen der Entwicklung in den größeren Büromärkten wie Berlin, München oder Frankfurt, die Rückgänge von teilweise deutlich über einem Viertel hinnehmen mussten, kam Leipzig trotz der Corona bedingten Nachfragereduzierung mit einem blauen Auge davon“, bilanziert Anja Schuhmann, Regional Manager JLL Berlin & Leipzig.

Zehn Großabschlüsse mit insgesamt 41.000 m² trugen ein Drittel zum Umsatzvolumen bei. Dazu gehört eine Anmietung über 9.200 m² der Mercateo AG im Leipziger City-Ring. Darüber hinaus trug sich die Öffentliche Verwaltung mit einem 9.000 m² - Deal im Äußeren Stadtgürtel in die Top 10 ein.

Rüdiger Thräne, Regional Manager JLL Berlin & Leipzig, ergänzt: „Der Bürostandort Leipzig zeigte sich 2020 insgesamt expansiv. Die positive Nettoabsorption verdeutlicht dabei das stete Wachstum.“ Leipzig wies Ende des Jahres eine positive Veränderung des belegten Büroflächenbestandes von plus 33.800 m² auf. Thräne weiter: „Auch für 2021 fällt unsere Prognose mit einem Umsatzvolumen von 100.000 - 120.000 m² insgesamt günstig aus, Büros werden in Leipzig weiter intensiv nachgefragt.“

Ranking der Teilmärkte zeigt ein Gleichgewicht

Mit 14 – 16 Prozent zeigten sich die fünf Teilmärkte City, Äußerer City Ring, City Ring, Äußerer Stadtgürtel und Süd bei den Nutzern gleichermaßen gefragt. Entsprechend der Großanmietungen präsentierte sich die Branchenstruktur mit dem Spitzenreiter Öffentliche Verwaltung (25 %), gefolgt von Dienstleistungsunternehmen, Banken/Finanzdienstleistungen und Handel mit jeweils 10 - 15 %.

Anja Schuhmann: „Der ‚Angebotsüberhang‘ durch den Neubauboom der 1990er Jahre ist längst Geschichte.“ Zeitversetzt war das Leerstandsvolumen damals auf bis zu 820.000 m² und einer Leerstandquote von knapp 32 Prozent im Jahr 1998 gestiegen. „Aus heutiger Sicht sind das nicht mehr vorstellbare Werte. Aufgrund eines ununterbrochen expansiven Büroflächenmarktes wurde dieses Angebot im Laufe der Jahre stetig abgebaut.“ 2020 schloss mit einem Volumen von 171.000 m² und einer Leerstandsquote von 4,9 Prozent, damit minus 0,3 Prozentpunkte weniger im Vergleich zum Vorjahr ab. Auch hier zeigt sich die robuste Entwicklung des Leipziger Marktes im Vergleich zu den BIG 7 Städten, in denen sich die Leerstandsquoten – bis auf Stuttgart – im Jahresvergleich erhöht haben.

Steigende Fertigstellungsvolumina spiegeln das hohe Interesse von Investoren und Projektentwicklern

Das Fertigstellungsvolumen verharrte 2020 ein zweites Jahr in Folge bei rund 22.000 m². Zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung waren diese Flächen komplett von Eigennutzern oder Mietern belegt.

Rüdiger Thräne: „Die anhaltend starke Nachfrage und die Knappheit hochwertiger Büroflächen spiegelt sich in der Spitzenmiete wider.“ Sie sorgte innerhalb eines Jahres für einen Anstieg um einen Euro (+6,5 %) auf 16,50 Euro/m²/Monat. Die gewichtete Durchschnittsmiete im Gesamtmarkt lag 2020 bei 12,65 Euro /m²/Monat.

Für die kommenden Jahre geht JLL von einer leicht ansteigenden Bauaktivität aus. Derzeit im Bau befinden sich rund 107.000 m², drei Viertel sind noch verfügbar. Mit ihrer Fertigstellung wird zu jeweils einem Drittel in den folgenden drei Jahren gerechnet. Weitere 241.000 m² befinden sich noch in der Planung. „Der Anstieg in der Neubautätigkeit zeigt insgesamt einen leichten Aufschwung und spiegelt die stabile Entwicklung auf der Nachfrageseite wider“, so Anja Schuhmann.

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