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Logistikmarkt Hamburg: Flächenumsatz steigt um 32 Prozent

Jahresrückblick und Ausblick 2026 von Engel & Völkers Commercial

Hamburg, 22.01.2026
  • Gesamtflächenumsatz 2025: 310.000 m² (2024: 235.000 m²)
  • Durchschnittsmiete: 7,30 €/m² (unverändert)
  • Spitzenmiete: 8,50 €/m² (unverändert)
  • Anteil Eigennutzer-Neubau verdoppelt sich

Im Jahr 2025 wurden in Hamburg rund 310.000 m² Industrie- und Logistikflächen umgesetzt, das entspricht einem Zuwachs von 32 Prozent gegenüber 2024 (235.000 m²). 74 Prozent des gesamten Flächenumsatzes entfielen auf die traditionell starken Lagen im Süden und Osten Hamburgs (inklusive Umland). Der Flächenumsatz profitierte erneut deutlich vom E-Commerce-Sektor. Besonders aktiv waren 3PL- und 4PL-Dienstleister, die komplexe Lieferketten für ihre Auftraggeber steuern.

„Die Wirtschaft wird zuversichtlicher”, sagt Anton Hansen, Head of Commercial Invest & Letting bei Engel & Völkers Commercial Hamburg. „Nach zwei Jahren der Zurückhaltung planen die Unternehmen wieder für die Zukunft.” Besonders deutlich werde das bei den Zahlen im Segment Eigennutzer-Neubau: „Der Trend geht weg von der Anmietung hin zu eigenen Objektrealisierungen”, erklärt er. „2025 konnte der Hamburger Logistikmarkt im Eigennutzer-Neubau eine Verdopplung des Marktanteils von 13 auf 27 Prozent verzeichnen.”

Mieten bleiben stabil

Die durchschnittlichen Mieten für Industrie- und Logistikflächen in Hamburg und im Umland sind 2025 im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Spitzenmiete liegt bei 8,50 Euro pro m². Die Durchschnittsmiete beläuft sich auf 7,30 Euro pro m².

Die drei größten Einzelumsätze am Hamburger Logistikmarkt waren:

  • 34.300 m², Körber Technologies GmbH, Hamburg-Ost
  • 20.000 m², Spedition Mickeleit GmbH & Co. KG, Hamburg-Süd
  • 19.600 m², ETS & Scan Global Logistics Group, Umland-Süd

Nachhaltigkeit und kleinere Einheiten im Fokus

Da spekulativer Neubau in Hamburg weiterhin Mangelware bleibt, nimmt die Nachfrage nach Bestandsflächen zu, vor allem, wenn diese ESG- und Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. „Unternehmen setzen zurzeit primär auf Effizienzsteigerung statt auf reine Expansion. Es geht darum, Prozesse und Flächen zu optimieren“, erklärt Hansen. Dies spiegelt sich in der Nachfrage nach kleineren Einheiten wider: Über ein Viertel der Mietverträge (27 %) entfiel 2025 auf Flächen unter 500 m².

Prognose für 2026

Für den weiteren Verlauf des Jahres erwartet Anton Hansen eine verhalten positive Entwicklung am Hamburger Markt für Industrie- und Logistikflächen. „Ich gehe für 2026 von einem Gesamtflächenumsatz in Höhe von rund 350.000 m² aus.” Er rechnet zwar mit einigen Baufertigstellungen, die Flächenvermittlung werde sich aber weiterhin vor allem auf Bestandsflächen konzentrieren. Sowohl Spitzen- als auch Durchschnittsmieten verharren voraussichtlich auf ihrem aktuellen Niveau.