News veröffentlichen
05.09.2019 MärkteWohnen

Neue Catella-Studie: Was Investoren über Urbane Quartiere und Mixed-Use-Immobilien wissen müssen

05.09.2019

label
Das neue Interesse am urbanen Leben erhöht die Attraktivität der Städte. Es entsteht auch Konfliktpotenzial zwischen Neu- und Altbewohnern, Besuchern und Pendlern, zwischen privatem und öffentlichem Raum. Und die von Investoren oftmals geforderte Funktionsmischung stellt eine radikale Abkehr von der jahrzehntelang gepflegten Planungsdoktrin dar. Eine 20-seitige Studie des Immobilienunternehmens Catella beschreibt nun Unterschiede, Kernmerkmale und Strategien für den Umgang mit Urbanen Quartieren und Mixed-Use-Immobilien. Beispiele aus Schweden, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden machen anschaulich, wie erfolgreiche Lösungen aussehen können.

Auf der Immobilienebene gelten Mixed-Use-Bauprojekte als der charakteristische Objekttypus eines Urbanen Quartiers. Damit vollzieht sich auf der Nutzungsebene eine strukturelle Neupositionierung – die Ansprüche der Bewohner und Nutzer an das kulturelle, handels- und konsumbezogene Angebot verändern sich. Gentrifizierungseffekte können das Ergebnis sein. Infrastrukturell werden mit den zumeist innerstädtischen Vorhaben auch die Parameter der urbanen Mobilität neu definiert: ÖPNV-Struktur bzw. Verkehrsträgerfokussierungen bilden die DNA eines lebendigen Urbanen Quartiers.

Das so definierte Urbane Quartier bildet einen Rahmen für die Entwicklung von innerstädtischen Mixed-Use-Gebäuden. Vier Elemente und Faktoren sollten aus Investorensicht maßgeblich sein: Verdichtung, Mobilität, Konnektivität und Identität. Um eine hohe Lebensqualität im Quartier zu gewährleisten, müssen diese Faktoren bei der Planung und Konstruktion beachtet werden. Dies bildet die Grundlage nicht nur für die interne Funktionalität der Gebäude, sondern auch für die Akzeptanz des Projektes in der Stadt und der Region.

Als praktischen Baukasten enthält die Studie einen 8-Punkte-Plan für die Entwicklung Urbaner Quartiere. Schritt für Schritt führt der Prozess von der Identifikation von Verdichtungsgrad und Lebensweisen an einem Standort über die Auswahl von Nutzungsformen und Quartierstyp bis hin zur Gestaltung einer architektonischen Identität. Aktuelle Beispiele sind Quartiersentwicklungen des Städteplaners MVRDV in Göteborg, von Catella Project Management in Düsseldorf und von Sogelym Dixence in Paris. Weitere laufende und erfolgreich umgesetzte Beispiele in der Studie zeigen europäische Quartiersplanung auf hohem Niveau.

Fazit: Mixed-Use als zukunftszugewandte städtebauliche Blaupause gilt bei Investoren, Planern und Nachfragern als Baustein der zukünftigen Immobilienentwicklung. Die Studie ist überzeugt: Ein neues Denken bei der Immobilienentwicklung, fokussiert um die Bereiche Mobilität, Verdichtung, Konnektivität und städtebauliche Identität, ist mehr Chance denn Risiko für Investoren.

Das könnte Dich auch interessieren

Eigentumswohnungen in Deutschland: Verkaufszahlen von Neubauwohnungen sinken, Preise steig...

• 124.467 Eigentumswohnungen verkauft (minus 2,51 Prozent gegenüber 2017) ... Mehr lesen

Erbbaurechte: Unnötige Hürden für den Wohnungsbau in Hamburg

19. September 2019 – Auf einer Pressekonferenz hat am 19.09.2019 der Landesbetrieb I... Mehr lesen

Wo Düsseldorf Köln beim Immobilienkauf abhängt – und umgekehrt

• Baufinanzierer Hüttig & Rompf veröffentlicht Marktreport zu den Immob... Mehr lesen

IVD Institut veröffentlicht aktuelle Immobilienpreise im "CityReport Pforzheim 2...

- Hohe Nachfragewerte sowie steigendes Preisniveau prägen dynamischen Wohnimmobilienm... Mehr lesen

Temporäres Wohnen in Deutschland - Befristet, klein und teuer?

Das Angebot am Markt für Temporäres Wohnen wächst. Die Konzepte bieten ihre... Mehr lesen

Kaufen oder mieten? Was lohnt wo im Kölner Speckgürtel

• Kerpen, Erftstadt und Bergheim: Nur drei der 26 analysierten Kölner Umland-Reg... Mehr lesen

Kommentare

Nur für eingeloggte Mitglieder sichtbar. Login.