Wohnen | Innovation

Niersberger Group saniert seriell 2.000 m² Wohnfläche in Hannover

Hannover, 12.01.2026
René Fabian (Niersberger) und Karsten Klaus (hanova)
  • Niersberger setzt sich im bundesweiten Wettbewerb des kommunalen Wohnungsunternehmens hanova durch
  • Sanierung von 45 Wohneinheiten in Hannover-Mittelfeld

Die Niersberger Building Solutions Gmbh, Teil der Niersberger Group aus Erlangen, hat den bundesweiten Kompetenzwettbewerb „Serielle Sanierung” der hanova WOHNEN (hanova) erfolgreich für sich entschieden. Mit einem innovativen baulichen Konzept konnte sich das Unternehmen im nationalen Vergleich durchsetzen und wird als Generalübernehmer die Planung und bauliche Umsetzung der Objekte Pagelsdorffweg 1-3 (18 Wohneinheiten, 818 Quadratmeter Wohnfläche) und Klausenerweg 1-3 (27 Wohneinheiten, 1.144 Quadratmeter Wohnfläche) in Hannover-Mittelfeld übernehmen. Mit 45 Wohneinheiten und einer Wohnfläche von 1.962 m² handelt es sich um eines der größten seriellen Sanierungsprojekte in Niedersachsen. Die Niersberger Group wird bei dem Projekt in Hannover vorgefertigte Fassadenelemente, eine neue primäre Wärmeversorgung aus regenerativen Energien (Luft-Wasser-Wärmepumpe) sowie Photovoltaikanlagen auf den neu herzustellenden Dächern realisieren.

René Fabian, Geschäftsführer der Niersberger Group, sagt: „Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll die Möglichkeiten auf, wie wir von der digitalen Bestandsaufnahme über die industrielle Vorfertigung bis hin zur Montage Sanierungen schneller und mieterfreundlicher durchführen können. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der Stadt Hannover. Ziel ist es, die Sanierung im bewohnten Zustand im April 2026 zu beginnen und planmäßig bereits Ende 2026 abzuschließen.“

Karsten Klaus, Geschäftsführer der hanova, kommentiert: „Die ESG-konforme Sanierung unserer Bestände hat für uns höchste Priorität, um unseren Beitrag für die Erreichung der Klimaneutralität in Hannover zu leisten. Bewusst haben wir uns für die serielle Sanierung entschieden: Der Kostenvorteil ergibt sich hierbei durch die digitale Bestandsaufnahme, die wir für den energieeffizienten Gebäudebetrieb nutzen können, sowie durch den Verzicht auf Ersatzwohnungen für unsere Mieterschaft.“

Die serielle Sanierung gilt als Schlüsseltechnologie für die Energiewende im Gebäudebestand. Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (dena) sind rund 90 Prozent aller Wohngebäude in Deutschland noch unsaniert oder nur teilmodernisiert. Bundesweit wurden bereits 113 serielle Sanierungsprojekte fertiggestellt, weitere 46 befinden sich im Bau und etwa 230 Projekte mit über 17.000 Wohneinheiten sind in verschiedenen Planungsphasen.  Die dena hat die Region Hannover seit 2023 als bundesweit zweite Clusterregion für serielles Sanieren etabliert. In der Region gibt es rund 580.000 Wohnungen, wobei 64 Prozent der Bestandsgebäude zwischen den 1950er und 1980er Jahren erbaut wurden und größtenteils fossil beheizt werden.