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Noch immer zu wenig Baugenehmigungen in Hamburg

6.734 neue Wohnungen wurden 2025 in Hamburg genehmigt. Das berichtet die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. „Zu wenig“, sagt der BFW Landesverband Nord. Insbesondere der Bau von frei finanzierten Mietwohnungen und Eigentumswohnungen bleibe auf der Strecke.

Hamburg, 16.01.2026

Der BFW Landesverband Nord repräsentiert die mittelständische private Immobilienwirtschaft in Norddeutschland. „6.734 Wohnungen – das sind gerade einmal 24 mehr als im Vorjahr. Damit können wir nicht zufrieden sein, denn diese Größenordnung reicht nicht aus, um den Wohnungsmarkt zu entlasten“, erklärt Kay Brahmst, der Vorstandsvorsitzende des BFW Landesverbands Nord.

„Die Förderkulisse in Hamburg ist gut und setzt Anreize für den geförderten Wohnungsbau. Aber der Bau von frei finanzierten Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen ist weiterhin sehr schwierig. Viele Projekte befinden sich aufgrund der hohen Baukosten noch immer in der Warteschleife“, sagt Kay Brahmst. „Wenn wir heute ohne Förderung bauen, müssen wir Mieten ab 20 Euro nettokalt pro Quadratmeter nehmen, damit sich die Projekte überhaupt rechnen. Das kann nicht das Ziel sein. Denn wir brauchen Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen.“

Positiv hervorzuheben seien Initiativen wie der Hamburg-Standard und der „Bauturbo“. Diese könnten mittelfristig dazu beitragen, dass die Projekte wieder wirtschaftlich darstellbar seien. „Die Richtung stimmt, aber wir sind noch lange nicht am Ziel“, so Kay Brahmst weiter. „Von einer Erholung des Wohnungsmarktes können wir erst sprechen, wenn die Genehmigungszahlen weiter zulegen und konsequent in gebaute Wohnungen münden – in allen Segmenten.“

Neubaumonitoring: Zahlen aus der Praxis

Der BFW Landesverband Nord befragt seine Mitglieder einmal jährlich zu den Fertigstellungszahlen sowie geplanten und erfolgten Baubeginnen im Wohnungsbau. Die Ergebnisse seines diesjährigen Neubaumonitorings präsentiert er auf dem Landesverbandstag am 26.02.2026 im Hamburger Volksparkstadion.