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04.05.2021 Digital(es)Berlin

QUO VADIS 2021: 31. Jahresauftakt für Immobilienentscheider in Berlin eröffnet – 3. bis 5. Mai 2021 virtuell aus den Bolle Festsälen in Berlin

Change – die neue Realität des 21. Jahrhunderts: Auftaktabend mit Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel und Unternehmer Harald Christ

  • Auftaktabend Quo Vadis  / Urheber: audiluma - Veranstungstechnick GmbH, Quelle: Heuer Dialog GmbH
  • Dr.  Andreas Mattner  / Urheber: audiluma - Veranstungstechnick GmbH, Quelle: Heuer Dialog GmbH
  • Gitta Rometsch und Harald Christ  / Urheber: audiluma - Veranstungstechnick GmbH, Quelle: Heuer Dialog GmbH
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Lars Feld  / Urheber: audiluma - Veranstungstechnick GmbH, Quelle: Heuer Dialog GmbH
  • Prof. Dr. Maja Göpel / Urheber: audiluma - Veranstungstechnick GmbH, Quelle: Heuer Dialog GmbH
Bildunterschrift: Gitta Rometsch und Harald Christ / Urhe...
Den Auftakt des QUO VADIS 2021 von Veranstalter Heuer Dialog – in diesem Jahr per Livestream aus den Bolle Festsälen in Berlin – bildeten am Abend des 3. Mai Unternehmer, Autor und Politiker Harald Christ sowie Prof. Dr. Maja Göpel, Transformationsforscherin und eine der einflussreichsten Intellektuellen Deutschlands. Vor über 200 virtuellen Gästen sprachen sie über die Veränderungen und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Für Harald Christ ist Corona nur ein Brennglas für die Versäumnisse der letzten Jahre. Weitermachen wie bisher geht nicht mehr. „Die Menschen brauchen langfristige Strategien im Umgang mit den Herausforderungen. Das gilt für Corona, das gilt für den Klimawandel, das gilt für die Finanzierbarkeit unserer sozialen Sicherungssysteme“, so seine Überzeugung. „Es muss viel getan werden für das Klima. Wir setzen ganz klar auf Investitionen in Forschung, in Entwicklung, in Innovationen. Wir müssen viel mehr Geld in die Hand nehmen, um weltweit wieder führend zu sein“, fordert der Bundesschatzmeister der FDP.

Prof. Dr. Göpel ist überzeugt: „Bauen, bauen, bauen im herkömmlichen Sinne kann nicht die Lösung sein, wenn wir es mit der Ökologie ernst meinen und die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zur Ausgangslage zukunftsorientierter Politik machen sowie soziale Gerechtigkeit mitdenken wollen.“ Die Autorin des Bestsellers „Unsere Welt neu denken“ folgert: „Wenn wir den Klimawandel aufhalten, Biodiversität erhalten und die globalen Umweltrisiken einhegen wollen, dann gibt es zwangsläufig Flächennutzungskonkurrenzen und die müssen ausgehandelt werden.“

Zum Schluss ihres Vortrages stellte die Transformationsforscherin die Frage nach dem Purpose. „Wem bzw. welchem Ziel möchte eine Immobilienbranche im 21 Jahrhundert dienen, welchen Problemlösungen möchte sie sich widmen? Und mit welchem Pioniergeist möchte sie Teil sein derer, die Standards und Lösungen suchen, die Konkurrenzen in Synergien auflösen können?“ Nicht zu warten, welche Vorgaben folgen, sondern mit dem öffentlichen Sektor und lokalen Akteuren zusammen zu arbeiten, um die Rahmenbedingungen so zu erneuern, dass sie den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht werden, lautet ihre Empfehlung an die Branche.

Für den Gastgeber des Abends, Henning Koch, Vorsitzender des Vorstands der Commerz Real AG, muss es auch aus Investorensicht kein Widerspruch sein, Rendite und die Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Aspekten überein zu kriegen. “Es muss aber viel mehr in die Köpfe rein. Jeder einzelne muss verstehen, was nachhaltige Transformation bedeutet und in der Gesellschaft sind wir da noch nicht angekommen, wo wir eigentlich hin müssen.“ Es sei viel mehr Aufklärung gefragt, so seine Forderung.

Change – das Motto des QUO VADIS 2021! Gitta Rometsch eröffnet den Kongressteil in den Bolle Festsälen am 04. Mai 2021

„We need a Change – das ist das Motto und damit der rote Faden des QUO VADIS 2021. Den Veränderungsdruck besonders zu spüren bekommt aktuell die Politik. Denn allzu offensichtlich zeigt sich in der Pandemie, dass die Strukturen der Vergangenheit, das Land der Zettelwirtschaft, nicht mehr funktioniert“, so die Geschäftsführende Gesellschafterin von Veranstalter Heuer Dialog, die vor über 200 virtuellen Zuschauern via Livestream aus Berlin den Kongressteil des QUO VADIS 2021 eröffnet hat. „Mit QUO VADIS wollen wir heute und morgen auf das übergreifende Ziel lenken und die Frage in den Raum stellen: Auf was kommt es wirklich an, wenn es um den `Change´ geht? Damit verbunden ist das Hinterfragen unseres Mindsets. Wie gelingt es, soziale und ökologische Lösungen kombiniert zu planen? Persönlich bin ich mir sicher, dass genau dort, wo das gelingt, die interessanten immobilienwirtschaftlichen Opportunitäten der kommenden Jahre liegen werden“, ist Gitta Rometsch überzeugt und übergibt mit diesem optimistischen Statement an den Moderator der Veranstaltung Karsten Trompetter, Geschäftsführer der Trompetter Immobilien GmbH.

Immobilienwirtschaft ist stabiler Anker – Baugewerbe extrem robust

Traditionell zum alljährlichen QUO VADIS legte auch der Rat der Immobilienweisen wieder sein Frühjahrsgutachten vor. Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA, sieht die Immobilienwirtschaft wieder einmal als stabilen Anker, egal ob Pandemie oder nicht. Er blickt aber auch sorgenvoll in die Zukunft. Logistik boome, auch die Büroentwicklung sieht Mattner positiv optimistisch, aber Handel und Hotel und die damit zusammenhängende Immobilienwirtschaft habe ein handfestes Problem. Mit 1,6 Millionen hart betroffenen Beschäftigten brauche es eine Perspektive für diese Zweige, es brauche eine klare Logout-Strategie und mehr Hilfen für Handel und Hotel, fordert der Präsident des ZIA.

Prof. Dr. Dr. Lars P. Feld, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Direktor des Walter Eucken Institut e.V, sieht den Ausblick für die Zukunft deutlich besser als das, was wir jetzt immer noch an Schwierigkeiten in einer ganzen Reihe von Branchen sehen. Wichtig sei es, zu sehen, wo die Probleme dann am Ende liegen und was man dagegen tun könne. Bezogen auf die Immobilienmärkte sieht er das Baugewerbe extrem robust. Im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sei das Baugewerbe in allen Bereichen deutlich weiter gelaufen. Das liege auch daran, dass Deutschland im Vergleich zu europäischen Partnerländern den Bau offen gelassen hat. Der Bauüberhang nehme weiter zu und er könne in den Zahlen nicht ablesen, dass die Baugenehmigungen unzureichend voranschreiten. Auch die Auftragseingänge seien weiterhin auf hohem Niveau, allerdings schwächelt laut Feld der Nichtwohnungshochbau.

Der Preistrend bei den Wohnimmobilien setze sich allerdings ungebrochen fort und sei in keiner Weise von der Mietentwicklung und der abschwächenden Mietpreisdynamik berührt. Für Wohnungskredite erwartet Feld weiterhin eine hohe Freigiebigkeit der Banken.

Bei Gewerbeimmobilien sieht der Wirtschaftsweise jedoch eine ungünstigere Entwicklung. Die Preisentwicklung schwäche sich ab und er erwartet, dass dieses auch noch ein Stück weit so weiter geht.

Auch im weiteren Verlauf des QUO VADIS 2021 wird die Situation der Immobilienbranche aus den unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Die Hauptschlagworte lauten Digitalisierung und Nachhaltigkeit. In vielen Gesprächen und Vorträgen – u.a. mit Prof. Dr. Joachim Wuermeling, Vorstandsmitglied, Deutsche Bundesbank, Katarina Barley, Vizepräsidentin, MdEP, Europäisches Parlament und Timo Herzberg, Vorstand, SIGNA – wird diskutiert, wie es nach der Pandemie weitergeht und was möglicherweise auf die Branche zukommt.

QUO VADIS geht mit unplugged in die Verlängerung am 1. Oktober 2021

Selbst die beste digitale Plattform kann kein vollwertiger Ersatz für persönliche Begegnungen sein. Um diesen Austausch auf Top-Ebene zu ermöglichen, geht QUO VADIS im Herbst erstmals in die Verlängerung. QUO VADIS unplugged bringt in der Woche nach der Bundestagswahl zusammen, was zusammen gehört: Ausgewählte Themen, Netzwerkpausen und eine tolle Abendveranstaltung! Nach dem langen Verzicht auf persönliche Kontakte, einem Superwahljahr, dem Rückzug von Bundeskanzlerin Angela Merkel von der politischen Weltbühne und dem bis dahin eingeschlagenen Weg zurück zum „(New) Normal“, gibt es viel zu besprechen. QUO VADIS unplugged greift diese Themen auf, vereint sie mit kulinarischen und organisatorischen Überraschungen. Mehr Informationen hier.

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