21.04.2017

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Rekord zum Jahresauftakt auf dem Logistikmarkt Köln

Köln, 21. April 2017 – Der Kölner Lager- und Logistikflächenmarkt startet mit einem Rekordergebnis in das Jahr 2017. Der Flächenumsatz in den ersten drei Monaten übertrifft mit 64.000 m² das bislang umsatzstärkste Anfangsquartal 2008 um 5.000 m². Damit wird der Vorjahreswert um 83 % gesteigert und auch der 10-jährige Durchschnitt um 40 % getoppt. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Ausschlaggebend für das erfreuliche Resultat sind gleich drei Abschlüsse mit jeweils mehr als 10.000 m² Fläche, bei denen die Anmietung durch den Papiergroßhändler Papyrus sogar die 20.000-m²-Grenze knackt“, erklärt Christopher Raabe, Head of Industrial Letting der BNP Paribas Real Estate GmbH. Im kleinteiligeren Segment verlief das bisherige Marktgeschehen hingegen ein wenig ruhiger im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt erfolgte der Großteil der Anmietungen in Bestandsobjekten. Obwohl auch einige Bestandsflächen zurück an den Markt kamen, ist im gesamten Marktgebiet weiterhin eine generelle Flächenknappheit zu beobachten.



Handelsunternehmen gehören in Köln traditionell zu den stärksten Branchen am Logistikmarkt. Aufgrund der zwei großen Abschlüsse von 10.800 und 19.000 m² nehmen sie wie bereits im Vorjahresquartal die Spitzenposition ein und zeichnen für über 48 % des Flächenumsatzes verantwortlich. Das Volumen stieg dabei um ganze 72 % an. Zweitstärkste Kraft ist aktuell das Segment Industrie/Produktion, das durch die erwähnte Großanmietung von Papyrus auf knapp 35 % kommt. Die Logistikdienstleister, die ansonsten ebenfalls zu den dominierenden Branchen zählen, liegen mit unter 10 % bislang noch auf dem dritten Platz.



Gleich drei Abschlüsse über 10.000 m² im ersten Quartal beeinflussen maßgeblich die Verteilung des Quartalsumsatzes nach Größenklassen. Die drei Segmente ab 8.000 m² machen somit über 81 % des Volumens aus. Der starken Performance dieser Größenklassen steht ein vergleichsweise moderates Quartal im kleinteiligeren Segment gegenüber. So gingen die Flächenumsätze in den Klassen unter 3.000 m² und 3.000-5.000 m² um jeweils rund 31 % zurück. Zudem konnte wie bereits im Vorjahresquartal im mittleren Flächenbereich von 5.000-8.000 m² keine Anmietung beobachtet werden. Hier zeigt sich besonders das knappe Flächenangebot. Für den weiteren Jahresverlauf ist jedoch mit der Rückkehr einiger Bestandsflächen über 5.000 m² an den Markt zu rechnen, sodass entsprechende Gesuche besser bedient werden können.



Sowohl die Spitzenmiete von 5 €/m² für moderne Logistikflächen in guten Lagen als auch die Durchschnittmiete (4,10 €/m²) sind im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Bei einem Blick auf die umgesetzten Flächen wird darüber hinaus deutlich, dass das Angebot an neuen und modernen Flächen weiterhin knapp ist: Der Anteil an Neubauflächen von gut 34 % beruht lediglich auf einer Anmietung eines maßgeschneiderten Warenverteilzentrums (Papyrus). Auch wenn im linksrheinischen Speckgürtel größere spekulative Neubauflächen entstehen, ist eine grundlegende Entspannung zur Zeit insgesamt nicht zu erwarten. Der Eigennutzeranteil ist zudem mit weniger als 6 % sehr gering, dürfte bis zum Jahresende jedoch noch ansteigen.



Optimistische Aussichten



„Für den weiteren Jahresverlauf ist mit einer anhaltend hohen Nachfrage zu rechnen. Dadurch sollte auch das verfügbare Angebot leicht zurückgehen und freigezogene Bestandsflächen in der Regel weiterhin schnell neue Mieter finden. Viele Gesuche können jedoch nicht vollständig durch Bestandsflächen bedient werden, so dass weitere Built-to-suit-Neubauprojekte, wie beispielsweise die mechanisierte Zustellbasis der Deutschen Post DHL in Gremberghoven, notwendig sind. Aufgrund des zu erwartenden dynamischen Marktgeschehens ist insgesamt mit einem steigenden Flächenumsatz zu rechnen”, sagt Christopher Raabe.

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