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11.02.2019 MärkteSonstiges

Savills Skireport – Winter 2018/2019

Dank Wellness und moderner Kost geht es bergauf

  • Global ski-resort prime price league
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Bildunterschrift: @gettyimages
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• US-Skigebiet Aspen: Spitzenreiter im High-End- und Luxus-Preisniveau

• Savills Ski Resilience Index: Zermatt, Saas-Fee und Breuil-Cervina sind die beständigsten Skigebiete für Wintersport, Garmisch-Classic rangiert auf Platz 51

• Hot-Spot Alpen: Mehr als 100 neue Skilifte starten in dieser Saison ihren Betrieb

• Erholung in den Bergen: Der Wellness-Trend lebt in den Alpen auf

Globale Erwärmung, demografischer Wandel, politische Unstabilität und der wachsende Konkurrenzkampf mit anderen Freizeitaktivitäten – die Herausforderungen der Skiindustrie nehmen stetig zu und führen vielerorts zu einer Stagnation des Marktes. Doch wie der aktuelle Skireport des international tätigen Immobiliendienstleistungs-Unternehmen Savills zeigt, gehen diese Entwicklungen auch mit Innovationen einher. Die Resorts sind bestrebt, neue Wege einzuschlagen, um auch weiterhin in der sich verändernden Landschaft bestehen zu können.

Eine Branche im Wandel – Wellness-Trend erobert die Berge

„Obwohl die Besucherzahlen im vergangenen Jahr insgesamt leicht gestiegen sind, müssen sich die Skigebiete weiter anpassen, um mehr Touristen und Investoren anzuziehen“, sagt Sophie Chick, Director World Research bei Savills. „Wellness wird zum zentralen Schlagwort der gesamten Branche. Angetrieben von den Millennials, aber von allen Altersgruppen angenommen, legen immer mehr Menschen größeren Wert auf Gesundheit. Dies erkennt man unter anderem auch daran, dass neben den etablierten Luxushotels mit Spas auch vermehrt Privatresidenzen mit integrierten Fünf-Sterne-Wellnessanlagen angeboten werden. Ferner findet sich eine steigende Anzahl an Chalets und Hotels, die Skifahren, Yoga und Luxuswohlbefinden verbinden. Auch das Essen spielt eine wichtige Rolle. So bieten beispielsweise mehr und mehr Hotels und Skibetreiber „clean-eating“ oder vegane Menüs an.“

Neben der kulinarischen und sportlichen Angebotspalette wird auch die Strategie erweitert: Reine Ski-Gebiete werden zu ganzjährig bewirtschafteten Tourismuszielen. Dadurch können insbesondere Reiseziele, die vormals nur im Winter genutzt wurden, ihre Attraktivität erhöhen und ihre Besucherzahlen mehr als verdoppeln. Zu den Sommeraktivitäten zählen beispielsweise Wandern, Mountainbiking sowie Events wie Golfturniere, Musikevents oder Oldtimer Shows.

Ferner sind Investitionen in die Infrastruktur von zentraler Bedeutung. Dabei geht es insbesondere um die Verkürzung der Umsteigezeiten. Zu nennen sind hier u. a.: der neue Bahnhof in Le Chable (Schweiz), der Verbier direkt mit Genf verbindet, die Verbindung von Grimentz mit Zinal (Schweiz), Zell am See mit Saalbach (Österreich) und ein geplanter neuer Lift, der das Zentrum von Morzine direkt mit Avoriaz (Frankreich) verbindet. In der Saison 2018/19 sollen mehr als 100 neue Skilifte in den Alpen sowie 20 zusätzliche Lifte in den Rocky Mountains ihren Betrieb aufnehmen.

Die Alpen bleiben Hauptziel der Wintersport-Fans

So besuchen 43 % der weltweiten Ski-Touristen jährlich die Pisten in Europas höchstem Gebirge. Und auch die Besucher werden zunehmend internationaler. 2018 waren in Deutschland 10 % der 15,1 Mio. Ski-Touristen aus dem Ausland. In Österreich waren es sogar 66 % von insgesamt 51,7 Millionen Besuchern.

Savills Ski Resilience Index: In Zermatt findet man die besten Ski-Bedingungen

In der vergangenen Saison gab es einige der stärksten Schneefälle seit Jahren in den Alpen, in Nordamerika und Kanada war das Ergebnis dagegen eher durchwachsen. Mit dem Ski Resilience Index ordnet Savills die globalen Skigebiete im Vergleich zu Schneefall, Zuverlässigkeit, Saisonlänge, Höhe und Temperatur ein. Hierbei führen die Schweizer Ferienorte Zermatt und Saas Fee führen auch in diesem Jahr die Rangliste an. Andermatt, das ebenfalls in der Schweiz liegt, verzeichnete die größte Verbesserung. Nach den stärksten Schneefällen seit 2011 stieg der Ort um 35 Plätze auf Platz 10 der Rangliste. Weitere große Gewinner waren Obergurgl in Österreich sowie Chamonix und Flaine in Frankreich. Champery, Crans-Montana und Seefeld fielen hingegen in der Gesamtwertung zurück.

Aspen ist das teuerstes Ski-Gebiet der Welt

Diese Entwicklungen machen sich auch an den jeweiligen Immobilienmärkten bemerkbar. Mit einem Durchschnittspreis von etwas über 21.500 Euro/m² liegt Aspen an der Spitze des Savills Luxus-Ranking (bei High-End Immobilien steigt dieser Wert sogar auf 42.200 Euro/m²). Die zunehmende Nachfrage und die mangelnde Verfügbarkeit im letzten Jahr haben die Preise in einem in der Regel transaktionsarmen Markt nach oben getrieben. Im Savills Ski Resilience Index belegt das etablierte US-Skigebiet den fünften Platz.

Val d\'Isère liegt nicht weit hinter Aspen mit einem Durchschnittspreis von etwas über 20.600 Euro/m². Das beliebte französische Gebiet belegte dabei lediglich Platz 23 im Resilience Index. In der High-End-Preisliste folgt St. Moritz hinter Aspen. Hier liegen die Preise bei 33.310 Euro/m².

Trend nach kurzen Urlaubsaufenthalten: Eigentümer vermieten ihre Immobilien häufiger

Eine gemeinsame Umfrage von Savills und HomeAway* ergab, dass 79 % der Eigentümer derzeit ihre Immobilien in Skigebieten vermieten. Dies liegt bei 49 % in der Kostendeckung begründet und bei 42 % dient es als zusätzliche Einnahmequelle. Mit der steigenden Zahl von Online-Portalen und der zunehmenden Nachfrage nach kürzeren Urlaubsaufenthalten ist dies ein Trend, der sich voraussichtlich fortsetzen wird.

Unseren aktuellen Ski-Report haben wir dieser Meldung als pdf-Datei beigefügt.

  • Im Februar und März 2018 befragte Savills World Research 4.300 Immobilienbesitzer, die ihre Immobilien auf HomeAway in sieben Märkten vermietet haben: USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Niederlande und Portugal. Eine zweite Umfrage wurde unter 7.700 Mietern durchgeführt, die ihre nächste Reise auf HomeAway in die gleichen sieben Ländern planen. In den Umfragen wurden mehr als 120 Eigentümer und mehr als 100 Vermieter von Skiwohnungen oder Chalets erfasst. Aus diesen Erkenntnissen haben wir eine Reihe von Trends im alpinen Markt identifiziert.
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