Sektorenkopplung vollendet: LAVA ENERGY integriert Elektromobilität für Bestand und Neubau im Quartier „Tiamo“
LAVA ENERGY (LAVA), Experte für wirtschaftliche Dekarbonisierung, hat im Wohnquartier „Tiamo“ in Potsdam die Sektorenkopplung vollständig umgesetzt. Mit der Inbetriebnahme der Ladeinfrastruktur sind Wärme, Strom und nun auch Elektromobilität erstmals durchgängig als integriertes Gesamtsystem im laufenden Betrieb vernetzt. Damit schließt LAVA den energetischen Kreis im Quartier, das denkmalgeschützten Bestand und Neubau vereint.
Eine besondere Herausforderung im Quartier bestand darin, die unterschiedlichen energetischen Anforderungen von denkmalgeschützten Villen und modernen Neubauten in einer gemeinsamen Versorgung abzubilden. Das rund 13.000 m² große Ensemble mit 53 Wohneinheiten vereint beide Gebäudetypen auf engem Raum. Während der Bestand höhere Systemtemperaturen erfordert, sind Neubauten auf niedrigere Temperaturniveaus ausgelegt. LAVA hat hierfür eine Mehrtemperatur-Versorgung umgesetzt, die beide Strukturen in einem integrierten System verbindet und wirtschaftlich betreibt.

Herzstück der Energieversorgung ist ein hybrides Wärmesystem mit 495 kW Heizleistung, das eine Wärmepumpe mit einem Gas-Spitzenlastkessel kombiniert. Ergänzt wird das Konzept durch eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 120 kWp, die Solarstrom direkt vor Ort erzeugt. Der Anteil erneuerbarer Energien liegt bei rund 80 Prozent, wodurch jährlich etwa 100 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Mit dem Rollout der Elektromobilität wird die Kopplung der verschiedenen Sektoren operativ vervollständigt: Der Strom für die Ladeinfrastruktur stammt direkt aus der Photovoltaikanlage auf den Dächern des Quartiers. Ein intelligentes dynamisches Lastmanagement von LAVA stellt dabei sicher, dass Wärmeversorgung und Ladeinfrastruktur jederzeit gewährleistet sind.
Ergänzend wurde das LAVA-Mieterstrommodell umgesetzt, über das die Bewohner lokal erzeugten Strom direkt im Quartier zu attraktiven Konditionen beziehen können. So wird die vor Ort erzeugte Energie effizient genutzt und die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems zusätzlich gestärkt. Als Energiepartner hat LAVA nicht nur die Planung übernommen, sondern verantwortet auch den langfristigen Betrieb und die Optimierung im laufenden Betrieb. Realisiert wurde das Konzept gemeinsam mit der Bauherrin Zauner Developments GmbH und den Architekturbüros Schmidt & Rudolf.
„Das Projekt ‚Tiamo‘ zeigt, was Sektorenkopplung in der Praxis bedeutet: Wir vernetzen Wärme, Strom und Elektromobilität so, dass sie im Betrieb effizient zusammenspielen – auch in einem Quartier mit denkmalgeschützter Substanz und Neubau. Genau hier entscheidet sich, ob Dekarbonisierung im Bestand wirtschaftlich funktioniert“, sagt Alexander Ubach-Utermöhl, Geschäftsführer von LAVA ENERGY.
Heike Zauner, Geschäftsführerin von Zauner Developments GmbH ergänzt: „Mit dem Quartier ‚Tiamo‘ zeigen wir, dass sich hochwertige Architektur, Denkmalschutz und ESG-Anforderungen miteinander vereinbaren lassen. LAVA hat dafür ein Energiekonzept realisiert, das technisch überzeugt und gleichzeitig die Identität des Ensembles bewahrt.“
Das Projekt zeigt, wie sich gemischte Quartiere aus Bestands- und Neubauten wirtschaftlich dekarbonisieren lassen. Die vollständige Integration von Wärme, Strom und Elektromobilität macht „Tiamo“ zu einem übertragbaren Modell für die Transformation der Wohnungswirtschaft.
