Top-7-Bürovermietungsmärkte: Deutliches Plus in Berlin und München – Gesamtumsatz unter Vorjahresergebnis
Zum Ende des 1. Quartals 2026 wurden an den Top-7-Bürovermietungsmärkten rund 620.000 m² Bürofläche vermietet oder eigengenutzt. Damit lag der Umsatz etwa 13 % unter dem Vorjahreszeitraum. „Die uneinheitliche Entwicklung der Top-7-Standorte setzte sich auch zum Jahresauftakt fort“, ordnet Markus Müller, Sprecher von German Property Partners (GPP), ein. „Großabschlüsse in Berlin und München führten zu Anstiegen der dortigen Flächenumsätze. Andere Städte blieben leicht bis deutlich hinter ihren Vorjahreswerten zurück. Bedingt durch die anhaltende wirtschaftliche Ungewissheit und neue geopolitische Risiken ist das Marktumfeld weiterhin von Zurückhaltung und verzögerten Anmietungsentscheidungen geprägt.“
- In Berlin (137.000 m²) und München (181.000 m²) erfasste GPP einen starken Zuwachs der Flächenumsätze um jeweils 33 %. Hierzu trugen unter anderem die Anmietungen von Strabag in Berlin sowie von JetBrains und E.ON in München bei. Die bayerische Landeshauptstadt erreichte damit den höchsten Flächenumsatz im Top-7-Vergleich. An den übrigen Standorten ging der Umsatz zurück, vor allem in Frankfurt sank er spürbar um 61 % auf 79.700 m².
- Standortübergreifend setzte der Leerstand seine Aufwärtsbewegung fort. Besonders in Hamburg (+26 % auf 1,03 Mio. m²) und Köln (+22 % auf 505.000 m²) legte er merklich zu. Der Top-7-Leerstand lag mit rund 8,54 Mio. m² 10 % über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums, die Top-7-Leerstandsquote kletterte um 0,7 %-Punkte auf 8,8 %.
- In Hamburg und Frankfurt wurden die größten Eigennutzeranteile von jeweils 27 % registriert, während Eigennutzerabschlüsse in Düsseldorf und Stuttgart ausblieben. Die Top-7-Eigennutzerquote erhöhte sich um 0,6 %-Punkte auf 8 %.
- Die Durchschnittsmieten boten ein gemischtes Bild. In Düsseldorf zeigte sich der stärkste Anstieg um 12 % auf 21,00 €/m²/Monat. Auch in München (+5 %) und Hamburg (+3 %) erfasste GPP Zuwächse. Deutliche Rückgänge verzeichneten Stuttgart (–14 %) und Berlin (–12 %). Frankfurt realisierte die höchste Durchschnittsmiete von 27,90 €/m²/Monat.
- An den meisten Standorten hielten sich die Spitzenmieten weitgehend stabil oder nahmen leicht zu. Düsseldorf wies ein klares Plus von 18 % auf 47,10 €/m²/Monat auf. In München stieg die Spitzenmiete um 11 % auf 59,00 €/m²/Monat – der höchste Wert im Top-7-Vergleich. Köln war der einzige Standort mit einer rückläufigen Entwicklung (–6 %).
„Für den weiteren Jahresverlauf zeichnen sich an einigen Märkten bereits großvolumige Vertragsabschlüsse ab, die zu einer schrittweisen Belebung beitragen könnten. Gleichzeitig bestimmt Unsicherheit nach wie vor das Marktumfeld, was sich auch im kürzlich gesunkenen ifo-Geschäftsklimaindex widerspiegelt“, kommentiert Müller. „Die Aussichten an den Bürovermietungsmärkten werden nach wie vor stark davon abhängen, wie sich die konjunkturellen und geopolitischen Rahmenbedingungen entwickeln – insbesondere der Irankrieg und dessen Einflüsse auf Energiepreise und Inflation. Bislang rechnen wir für 2026 mit einem Top-7-Flächenumsatz, der sich in etwa auf dem Vorjahresniveau bewegt.“
Zu dem Gewerbeimmobiliennetzwerk GPP gehören Grossmann & Berger Immobilien, Anteon Immobilien, GREIF & CONTZEN Immobilien, blackolive und E & G Immobilien.
