21.04.2017BNP Paribas Real Estate

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Verhaltener Jahresauftakt auf dem Logistikmarkt Frankfurt

Frankfurt am Main, 21. April 2017 – Der Frankfurter Logistik- und Lagerflächenmarkt ist relativ verhalten in das neue Jahr gestartet. Mit einem Flächenumsatz von 108.000 m² wurde das außergewöhnlich gute Vorjahresergebnis um gut 36 % verfehlt. Damit liegt das Resultat in etwa im Bereich des Durchschnittswertes der letzten zehn Jahre. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Berücksichtigt man allerdings, dass im ersten Quartal 2016 ein Großdeal über 83.000 m² wesentlich zum hohen Umsatz beigetragen hatte, relativiert sich der aktuell zu verzeichnende Rückgang erheblich. Gerade in den kleineren Marktsegmenten war dagegen eine sehr dynamische Nachfrage zu beobachten“, sagt Christopher Raabe, Head of Industrial Letting der BNP Paribas Real Estate GmbH. Zu den bisher größten Abschlüssen gehörte eine Anmietung von TOOM Baumarkt in Rodgau über 25.000 m², ein Vertrag über 15.000 m² von Kraftverkehr Nagel in Grolsheim sowie eine durch ein Handelsunternehmen belegte Fläche von rund 12.400 m² in Hanau. Die Mietpreisniveaus haben sich stabil gezeigt, so dass die Spitzenmiete unverändert bei 6,30 €/m² liegt und als Durchschnittsmiete weiterhin 4,80 €/m² anzusetzen ist.

Auch in den ersten drei Monaten 2017 haben Handelsunternehmen am meisten zum Flächenumsatz beigesteuert und sich mit einem Anteil von gut 46 % an die Spitze der Branchen gesetzt. Wesentlich dazu beigetragen hat eine starke Nachfrage aus dem Bereich E-Commerce, die sich nicht zuletzt auf Verteilzentren und Cross Dock Anlagen richtet. Platz zwei geht erwartungsgemäß an Logistikdienstleister, die einen Beitrag von etwas über 31 % geleistet haben. Vervollständigt wird das Führungstrio von Produktionsunternehmen, die auf fast 13 % kommen. Vor allem Unternehmen aus dem Bereich Automotive haben verstärkt Flächen nachgefragt.

Im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum entfallen lediglich gut 23 % des Umsatzes auf Großabschlüsse über 20.000 m², die damit auch ihre Führungsposition an die Größenklasse 12.000 bis 20.000 m² abgeben mussten, die gut ein Viertel beisteuert. Den drittgrößten Beitrag leisteten dann aber schon kleine Verträge bis 3.000 m². Mit über 19 % kommen sie auch im langjährigen Vergleich auf einen deutlich überdurchschnittlichen Anteil. Hierdurch wird noch einmal die Aussage unterstrichen, dass die Nachfrage trotz des rückläufigen Flächenumsatzes insgesamt sehr lebhaft war. Mit knapp 19 % waren darüber hinaus auch Abschlüsse von 5.000 bis 8.000 m² am Resultat beteiligt, die damit in etwa ihr Vorjahresniveau gehalten haben.

Die in den letzten Jahren häufig zu beobachtende Angebotsknappheit hat sich etwas entspannt. Im Zusammenhang mit mehreren Projektentwicklungen, die auch Flächen für den spekulativen Vermietungsmarkt anbieten, hat sich das verfügbare Angebot erfreulicherweise ausgeweitet. Trotzdem bewegt sich der Neubauanteil im ersten Quartal 2017 mit nur gut 9 % auf einem sehr niedrigen Niveau. Verantwortlich hierfür ist vor allem die Tatsache, dass in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres kaum große Neubauvorhaben als Built-to-suit Lösungen in Angriff genommen wurden. Diese Situation wird auch durch den mit 21 % geringen Eigennutzeranteil am Gesamtumsatz unterstrichen, der spürbar unter dem langjährigen Durchschnitt liegt.

Perspektiven

„Aus heutiger Sicht spricht alles dafür, dass sich das lebhafte Marktgeschehen weiter fortsetzen wird. Durch die aktuell anziehende Nachfrage nach großflächigen Logistikanlagen dürfte in den folgenden Quartalen auch der Flächenumsatz deutlich steigen. Für das Gesamtjahr erscheint demzufolge ein Flächenumsatz, der mindestens im Schnitt der letzten fünf Jahre liegen sollte, realistisch. Im Zusammenhang mit der Angebotsausweitung und einem vermutlich steigenden Anteil an neuen und modernen Flächen ist auch ein leichter Mietpreisanstieg in diesem Marktsegment nicht auszuschließen”, so Raabe.

Weiterführende Informationen

http://www.realestate.bnpparibas.com/

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