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Vom Sakralraum zur Boulderhalle

„Kletter-Kirche“ – Umnutzung der Pfarrkirche Petrus Canisius in Innsbruck

Innsbruck, 05.03.2026

Die denkmalgeschützte Pfarrkirche Petrus Canisius aus den 1960er-Jahren – geplant vom Architekten Horst Parson – soll eine neue, ebenso öffentliche Nutzung bekommen: Ein Teil des architektonisch markanten Sakralbaus soll künftig als Boulderhalle genutzt werden, ergänzt durch einen Gastronomiebereich in einem südlichen Zubau. Der Umbau eröffnet die Möglichkeit, neue Zielgruppen anzusprechen und sowohl das Gebäude selbst als auch den Stadtteil nachhaltig zu beleben. 

„Die sakrale Architektur bleibt spürbar – auch wenn der Raum eine neue Funktion aufnimmt.“ – Florian Anschober, Architekt bei ATP architekten ingenieure.

© ATP architekten ingenieure

Respektvoller Umgang mit dem Denkmal

Ziel ist es, den architektonisch und städtebaulich wertvollen Sakralbau zu erhalten und durch behutsame Eingriffe in einen zeitgemäßen Nutzungskontext zu überführen. Der Entwurf von ATP architekten ingenieure folgt dem Prinzip des minimalinvasiven Bauens. Der denkmalgeschützte Bestand bleibt in seiner Kubatur, räumlichen Wirkung und Materialität erhalten, wird jedoch gezielt erweitert und in Teilbereichen neu genutzt. Zeitgenössische Ergänzungen treten dabei nicht in Konkurrenz zur bestehenden sakralen Architektur. Der Zubau dockt im Sinne eines „Plug-and-Play“-Prinzips an den Bestand an und kann bei Bedarf jederzeit rückgebaut werden, ohne den ursprünglichen Zustand der Kirche dauerhaft zu verändern.

© ATP architekten ingenieure