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Münchner Markt für Wohn-, Büro- und Geschäftshäuser zuletzt etwas schwächer

München, 19.01.2026

In den ersten drei Quartalen 2025 entwickelte sich der Münchner Immobilienmarkt differenziert: Es gab insgesamt mehr Transaktionen, jedoch weniger Geldumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Segment der Wohn-, Büro- und Geschäftshäuser war nach einem Jahr mit großvolumigen Transaktionen zuletzt etwas schwächer. Das zeigen Daten des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in München, dem auch der Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH, Thomas Aigner, seit vielen Jahren angehört. Die Research-Abteilung des Maklerunternehmens hat die Daten des Teilsegments analysiert und ins Verhältnis gesetzt.

Bis zum Herbst 2025 wurden insgesamt 151 Wohn-, Büro- und Geschäftshäuser in München verkauft. Das sind 3 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Geldumsatz sank um 44 % auf rund 1,7 Mrd. Euro.

121 der verbrieften Objekte waren Mietwohnhäuser mit keinem oder nur kleinem Gewerbeanteil – ein Minus von 3 %. Allerdings ist die Zahl der Kauffälle im langjährigen Vergleich damit nach wie vor vergleichsweise hoch: Das zehnjährige Mittel liegt bei 99 Transaktionen. Der Geldumsatz fiel zwischen Januar und September 2025 um 35 % auf 829 Mio. Euro. Damit liegt der Umsatz etwas unter dem zehnjährigen Mittel von 874 Mio. Euro. Der durchschnittliche Kaufpreis lag im Herbst 2025 bei 6,85 Mio. Euro und damit in etwa auf dem Niveau von 2016 (zehnjähriges Mittel: rd. 10 Mio. Euro)

Ein anderes Bild ergibt sich bei Bürohäusern. Zwar wurden mit 30 Objekten 43 % mehr als im Vorjahreszeitraum beurkundet – das zehnjährige Mittel liegt jedoch etwas höher bei 38 Kauffällen. Der Geldumsatz indes fiel um die Hälfte auf 890 Mio. Euro (zehnjähriges Mittel: 1,7 Mrd. Euro).

München-Bilanz der Aigner Immobilien-Investmentabteilung

Die Investmentabteilung der Aigner Immobilien GmbH hat im Geschäftsjahr 2025 bis zum 31.12. Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen mit einem Vermittlungsvolumen von 118 Mio. Euro verkauft (2024: 110 Mio. Euro). Der Kaufpreis belief sich pro Objekt im Schnitt auf 6,6 Mio. Euro (Vergleichszeitraum 2024: 5,8 Mio. Euro).

„Wohn- und Geschäftshäuser in wirtschaftsstarken Metropolregionen werden weiterhin nachgefragt. Vor allem der Bestand steht im Fokus – auch wenn die Rahmenbedingungen herausfordernd bleiben“, sagt Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH.

Geschäftsführerin Jenny Steinbeiß, die die Investmentabteilung der Aigner Immobilien GmbH leitet, ergänzt: „In München investieren jetzt gerade diejenigen, die eine gute Basis, hohes Finanzierungsvertrauen und Weitblick in den Markt genießen, sowie Käufer, die vor vier Jahren nicht gekauft haben, weil die Preise so hoch waren. Besonders aktiv sind dabei Family Offices und Institutionelle, die ihren Wohnbestand erweitern wollen.“