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LBBW mit zweitbestem Ergebnis der Konzerngeschichte

Die LBBW hat ihren stetigen Wachstumskurs in einem schwierigen Umfeld konsequent fortgesetzt. Der Gewinn vor Steuern wuchs für das Geschäftsjahr 2025 um 4 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro. Das ist das zweitbeste Ergebnis in der Konzerngeschichte und zugleich das dritte Jahr in Folge ein Ergebnis von mehr als 1 Milliarde Euro.

25.03.2026

Der LBBW ist es trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen gelungen, weiter zu wachsen, gezielt in die Zukunft zu investieren und ihre Widerstandsfähigkeit auszubauen. So hat die Bank im Unternehmenskundengeschäft ein Rekordergebnis erzielt und ihr Profil als führendes Kapitalmarkthaus der Sparkassen-Finanzgruppe geschärft. Ein strategischer Meilenstein war zudem die in Rekordzeit abgeschlossene Integration der Berlin Hyp, mit der die Konzernstruktur verschlankt und die Schlagkraft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung noch einmal gestärkt wurde.
 
Vorstandschef Rainer Neske: „Bei allen Herausforderungen war 2025 ein erfolgreiches Jahr für die LBBW und lag über unseren Erwartungen. Das Ergebnis ist Ausdruck unserer finanziellen Stabilität und Resilienz sowie des hohen Engagements unserer Mitarbeitenden. In Zeiten des Wandels sind wir ein verlässlicher Begleiter unserer Kundinnen und Kunden. Ihnen steht die LBBW als starker Partner mit exzellenten Lösungsangeboten zur Seite.“
 
Konzernweit wuchsen die Erträge trotz der schwachen Konjunktur um 6 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 4,25 Milliarden Euro. Besonders erfreulich ist zudem der Anstieg des Provisionsergebnisses um mehr als 8 Prozent. Treiber waren unter anderem das transaktionsbezogene Wertpapiergeschäft, die Vermögensverwaltung und Gebühreneinnahmen aus dem Kreditgeschäft und Avalen. Die Eigenkapitalrendite lag stabil bei 7,8 Prozent. Die harte Kernkapitalquote hat sich unter anderem aufgrund des Übergangs zum neuen Aufsichtsregime CRR III deutlich auf 16,9 Prozent erhöht und bietet damit Spielraum für weiteres Wachstum.

Starke Performance im Kundengeschäft
2025 war für die deutsche Wirtschaft ein schwieriges Jahr, in dem sich die LBBW als verlässlicher Begleiter der Unternehmen erwiesen hat. So wird das sehr gute Konzernergebnis von einem erfolgreichen Kundengeschäft getragen: Alle vier operativen Segmente konnten die Erträge ausweiten und unterstreichen damit erneut auch die Ausgewogenheit des Universalbank-Modells.
 
Die Aufwendungen betrugen 2,63 Milliarden Euro und sind erwartungsgemäß gestiegen (Vorjahr: 2,43 Milliarden Euro). Der Anstieg spiegelt vor allem die Kosten für die erfolgreiche Berlin-Hyp-Integration von über 100 Millionen Euro wider – ohne die Integration liegt der Gesamtkostenanstieg nur noch bei rund 2,5 Prozent. Hier wirkten neben Gehaltsanpassungen weitere Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Bank, vor allem in die stetige Weiterentwicklung der IT. Außerdem finden sich in den Aufwendungen die gestiegenen Abgaben für die Sicherungssysteme der
S-Finanzgruppe wieder. Die Cost-Income-Ratio liegt trotz der Integrationsaufwendungen mit rund 62 Prozent (ohne Integrationskosten rund 58 Prozent) auf einem komfortablen Niveau.

Widerstandsfähig und zusätzlich abgesichert
Die trotz der schwachen Konjunktur robuste Risikolage ist Ausdruck der hohen Resilienz der LBBW. Die Risikovorsorge lag mit 332 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert (360 Millionen Euro). Erhöhtem Vorsorgebedarf im Segment Immobilien und Infrastrukturfinanzierung stand ein Rückgang im Unternehmenskundengeschäft gegenüber. Zudem verfügt die LBBW weiterhin über eine sehr hohe zusätzliche Vorsorge in Form sogenannter „Model Adjustments“ in Höhe von 837 Millionen Euro (Vorjahr: 880 Millionen Euro). Die Quote leistungsgestörter Kredite (NPE-Ratio) liegt bei moderaten 1,0 Prozent.

Operative Segmente im Überblick
Alle vier Geschäftssegmente steuerten bei steigenden Erträgen jeweils einen dreistelligen Millionenbetrag zum Konzernergebnis bei.
 
Im Segment Unternehmenskunden wuchs der Gewinn vor Steuern um mehr als die Hälfte auf 704 Millionen Euro nach 454 Millionen Euro im Vorjahr. Dank der hohen Kundennachfrage und Leistungsfähigkeit legten die Erträge in der ganzen Breite der Produktpalette zu. Das gilt insbesondere für das Wachstumsfeld Corporate Finance, in das wir seit Jahren kontinuierlich investieren. Hier haben wir beispielsweise unsere traditionelle Marktführerschaft bei Schuldscheindarlehen erneut verteidigt. Sehr dynamisch entwickelten sich auch das Cash Management und das Leasinggeschäft. Die Risikovorsorge lag trotz der schwierigen konjunkturellen Lage niedriger als im Vorjahr. Teilweise konnte nicht mehr benötigte Vorsorge aus früheren Jahren aufgelöst werden. Insgesamt liegt die Portfolioqualität weiterhin auf einem guten Niveau.

Das Segment Immobilien und Infrastrukturfinanzierung erreichte einen Gewinn vor Steuern von 301 Millionen Euro (2024: 396 Millionen Euro). Dieser enthält einen großen Teil der Integrationsaufwendungen für die Berlin Hyp, ohne die das Ergebnis 370 Millionen Euro beträgt. Die Erträge konnten vor allem dank eines starken Neugeschäfts im Wachstumsfeld Infrastrukturfinanzierung leicht ausgeweitet werden. Schwerpunkte waren hier Erneuerbare Energien und der Ausbau der digitalen Infrastruktur. In der gewerblichen Immobilienfinanzierung, die mit einem Exposure von rund 61 Milliarden Euro seit August unter der einheitlichen Marke Berlin Hyp auftritt, ist das Marktumfeld weiterhin herausfordernd. Dennoch lag das Neugeschäft mit rund 14 Milliarden Euro etwas höher als im Vorjahr und konnte parallel zu den anspruchsvollen Integrationsarbeiten realisiert werden. Die erhöhte Risikovorsorge resultierte aus Einzelfällen bei Immobilien und Infrastrukturfinanzierungen.

Im Kapitalmarktgeschäft lag das Ergebnis mit 292 Millionen Euro nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres (311 Millionen Euro). Während das Treasury aufgrund des Zinsumfelds nicht an das sehr gute Vorjahr anknüpfen konnte, verlief das Kundengeschäft sehr dynamisch. Treiber waren insbesondere Absicherungsgeschäfte, Credit Markets sowie das abermals starke Zertifikategeschäft. Dabei hat die LBBW als führendes Kapitalmarkthaus der Sparkassen-Finanzgruppe die Institute mit passgenauen Lösungen in anspruchsvollem Umfeld unterstützt. Aber auch bei institutionellen Kunden verzeichneten wir steigende Erträge.
 
Das Segment Private Kunden/Sparkassen steigerte den Gewinn auf 198 Millionen Euro (2024: 193 Millionen Euro). Insbesondere das Wertpapiergeschäft und die Vermögensverwaltung entwickelten sich dynamisch. Zuwächse gab es außerdem im Vermittlungsgeschäft sowie im Zahlungsverkehr. Das Einlagenvolumen konnten wir ebenfalls ausweiten.

Ausblick
„Mit unserer starken Bilanz, hervorragenden Produkten und exzellenten Teams sind wir bestens aufgestellt, um unsere Kundinnen und Kunden bei ihren Ambitionen und Herausforderungen zu begleiten. Mit Blick auf die weiterhin hohen Unsicherheiten in der Geopolitik und die angespannte Wirtschaftssituation erwarten wir auch in 2026 ein Ergebnis vor Steuern von mehr als 1,1 Milliarden Euro, und damit leicht unter Vorjahr“, schließt CEO Rainer Neske.