CO₂-Preis darf Wärmewende und bezahlbares Wohnen nicht ausbremsen
Berlin – Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft begrüßt die vorgesehene Stabilisierung des nationalen CO₂-Preises für 2027, warnt aber vor stark steigenden und schwer kalkulierbaren Belastungen für Wohnungsunternehmen und Mieter.
Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft begrüßt mit Blick auf die Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes die vorgesehene Stabilisierung des nationalen CO₂-Preises für 2027, warnt aber vor stark steigenden und schwer kalkulierbaren Belastungen für Wohnungsunternehmen und Mieter.
Dazu Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW: „Die Stabilisierung des CO₂-Preises für 2027 ist ein richtiger Schritt und schafft kurzfristig mehr Planungssicherheit. Doch danach droht ein Preissprung mit gravierenden Folgen: Jeder Euro, den Wohnungsunternehmen zusätzlich für CO₂-Kosten aufbringen müssen, fehlt bei der energetischen Sanierung, dem altersgerechten Umbau und dem Erhalt bezahlbarer Wohnungen. Klimaschutz kann nur gelingen, wenn Investitionsfähigkeit und soziale Tragfähigkeit konsequent mitgedacht werden.
Die Bundesregierung muss deshalb frühzeitig untersuchen, wie sich der europäische Emissionshandel gemeinsam mit dem CO₂-Kostenaufteilungsgesetz auf die Wohnungswirtschaft auswirkt. Zudem müssen Fehlbelastungen bei der Fernwärme durch eine sachgerechte Berechnung nach der Carnot-Methode beendet und Spekulationen mit Emissionszertifikaten wirksam begrenzt werden. Die CO₂-Bepreisung muss Investitionen in die Wärmewende ermöglichen – und darf sie nicht verhindern.“äischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.
