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Immobilieninvestmentmarkt Berlin: Breiteres Angebot trifft auf selektive Investoren

Berlin, 09.04.2026
Übersicht Immobilientransaktionsvolumen Berlin Q1-2026

Im 1. Quartal 2026 wurden laut Savills etwa 675 Mio. Euro am Berliner Immobilieninvestmentmarkt umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang von 60 %. Im Vergleich zum 10-Jahresmittel fiel der Umsatz sogar 71 % geringer aus. In den letzten zwölf Monaten hat Savills etwa 90 Transaktionen registriert, was gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 2 % bedeutet. Die Spitzenrenditen für Büros und Geschäftshäuser lagen Ende März jeweils bei 4,4 %. Die Spitzenrendite von Geschäftshäusern ist damit unverändert gegenüber dem Vorquartal und ebenfalls unverändert gegenüber dem Vorjahreswert. Die Spitzenrendite von Büros ist gegenüber dem Vorquartal ebenfalls unverändert, liegt aber 10 Basispunkte unter dem Vorjahreswert.

Prof. Dr. Tayfun Erbil, Director Investment bei Savills in Berlin, kommentiert das Marktgeschehen wie folgt: „Der Berliner Investmentmarkt wird wieder breiter, aber auch selektiver. Verkaufsabsichten nehmen über nahezu alle Lagen und Risikoklassen hinweg zu, während sich die Preiserwartungen der Eigentümer spürbar an das neue Marktumfeld anpassen. Dass erstmals wieder mehrere großvolumige Objekte angeboten werden, ist ein wichtiges Signal. Gleichzeitig gilt: Investoren konzentrieren sich klar auf CBD‑Lagen – außerhalb davon funktioniert der Markt nur bei sehr hoher Qualität oder deutlichen Preisabschlägen. Insofern ist das steigende Angebot eine Basis für mehr Abschlüsse – eine Garantie ist es jedoch nicht.“

Mit einem Transaktionsvolumen von 1,5 Mrd. Euro haben Wohnimmobilien* in den letzten zwölf Monaten am meisten zum Investmentumsatz beigetragen, gefolgt von Büroimmobilien (ca. 0,96 Mrd. Euro) und Handelsimmobilien (ca. 0,65 Mrd. Euro).

* Nur Objekte mit mindestens 20 Wohneinheiten

Ergänzende Grafiken und Daten zu dieser Pressemeldung finden Sie in unserem Online-Dashboard zum Immobilieninvestmentmarkt.