Asklepios setzt für 300 Gebäude auf digitale Investitionsplanung mit WAIYS
Gemeinsam mit sh+ entwickelte Lösung bündelt Gebäude-, Energie- und Kostendaten und unterstützt die Priorisierung von ESG- und Instandhaltungsmaßnahmen
Das deutsch-norwegische KI-Unternehmen WAIYS hat gemeinsam mit der Immobilienberatung sh+ eine digitale Lösung für die ESG- und Instandhaltungsplanung von Asklepios entwickelt. Für ein Portfolio von rund 300 Gebäuden führt die Anwendung Gebäude-, Energie-, Zustands- und Kostendaten zusammen und unterstützt die Geschäftsführungen der Kliniken bei der Frage, welche Instandhaltungs- und Energieeffizienz-Maßnahmen sowie Energiequellensubstitutionen bei einem vorgegebenen Budget priorisiert werden sollten. Das System wird bereits produktiv eingesetzt und soll schrittweise um weitere Funktionen für Wartungs-, Investitions- und Budgetplanung ergänzt werden.
Die neue Lösung führt die Informationen auf einer gemeinsamen Datenbasis zusammen und schafft damit eine einheitlichere Grundlage für Analysen und Investitionsentscheidungen.
„Bei einem Immobilienportfolio dieser Größenordnung reicht es nicht, eine Vielzahl einzelner Excel-Tabellen zusammenzuführen“, sagt Julian Schmitt, Leiter Stabsstelle ESG, Asklepios. „Mit der neuen Lösung können wir Daten deutlich strukturierter auswerten und schneller erkennen, welche Maßnahmen bei einem gegebenen Budget den größten Nutzen bringen. Gleichzeitig reduzieren wir Medienbrüche und uneinheitliche Datenstände und entlasten unsere Verantwortlichen vor Ort von manuellen Aufgaben, sodass ihnen mehr Zeit für ihr eigentliches Tagesgeschäft bleibt. Am Ende zählt für uns, welcher Nutzen dabei für unsere Kliniken entsteht: Einsparungen und modernere Gebäude, die unmittelbar unseren Patient:innen und Mitarbeitenden zugutekommen.“
Gebäudezustand, Energieverbrauch und Kosten auf einer Datengrundlage
In die Anwendung fließen unter anderem Gebäudestammdaten, Informationen zu Energiesystemen und Gebäudezustand, Energieverbrauchsdaten sowie Standardpreise für Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen ein. Hinzu kommen Investitionskosten und Maßnahmen zur Senkung von Treibhausgasemissionen und Energiekosten. Auf dieser Grundlage unterstützt das System insbesondere eine zentrale Managementfrage: Welche Wartungs-, Instandhaltungs- oder ESG-Maßnahmen sollten bei einem vorgegebenen Budget priorisiert werden? Die Lösung für Asklepios wurde von sh+ und WAIYS gemeinsam entwickelt. sh+ bringt insbesondere das immobilienwirtschaftliche, technische und ESG-bezogene Know-how ein, WAIYS die technologische Plattform, Datenverarbeitung und KI-Funktionalitäten.
„Die Herausforderung besteht bei großen Immobilienportfolios nicht darin, dass Daten grundsätzlich fehlen. Häufig liegen sie vielmehr in unterschiedlichen Systemen, Formaten und Verantwortungsbereichen vor und müssen zunächst aufwendig zusammengeführt werden“, sagt Christian Behnke, Geschäftsführung sh+ GmbH. „Unser Ziel war deshalb, technische Gebäudeinformationen, ESG-Anforderungen und wirtschaftliche Kriterien so miteinander zu verbinden, dass daraus eine konkrete Priorisierung von Maßnahmen entstehen kann. Dabei verstehen wir die Beratung zur ESG-konformen Instandhaltung nicht als einmaligen Effekt, sondern als Startpunkt für eine kontinuierliche Planung, die der Kunde anschließend mit einem vertretbaren Arbeitsaufwand selbst fortführen kann.“
Perspektivisch ganzheitliche Wartungs- und Investitionsplanung
Die Anwendung wird bei Asklepios bereits produktiv eingesetzt. In weiteren Entwicklungsschritten können zusätzliche bestehende Datenquellen, beispielsweise Facility-Management-Systeme, angebunden werden. Geplant sind darüber hinaus eine KI-basierte Chatfunktion, über die Nutzerfragen zu einzelnen Gebäuden oder zum gesamten Portfolio in natürlicher Sprache stellen können, sowie Funktionen zur automatisierten strategischen Budgetplanung und zum Reporting. Perspektivisch kann die Anwendung über die Priorisierung reiner ESG-Maßnahmen hinausgehen und Wartungs-, Instandhaltungs- und Investitionsplanung stärker miteinander verbinden.
„Gerade bei großen Portfolios besteht die eigentliche Herausforderung nicht darin, noch mehr Daten zu erzeugen, sondern aus vorhandenen Daten nachvollziehbare Entscheidungen abzuleiten“, sagt Marie Andrea Stenfeldt, CEO von WAIYS. „In unseren Projekten sehen wir immer wieder, dass ein erheblicher Teil des Aufwands heute noch in der manuellen Erfassung, Zusammenführung und Prüfung von Daten steckt. KI kann diese wiederkehrenden Arbeitsschritte deutlich reduzieren, Fehlerquellen verringern und schneller eine belastbare Entscheidungsgrundlage schaffen. Die Entscheidung selbst bleibt dabei immer beim Menschen.“
Die technologische Architektur von WAIYS basiert auf spezialisierten KI-Agenten und unterschiedlichen Modellen für einzelne Aufgaben. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen bleiben dabei auf die jeweils zugrunde liegenden Dokumente und Daten zurückführbar. Die Plattform kann als Managed SaaS, als Single-Tenant-Lösung in einer eigenen Cloud oder vollständig On-Premises betrieben werden.
Stand auf der EXPO REAL 2026
WAIYS ist vom 5. bis 7. Oktober 2026 mit einem eigenen Stand auf der EXPO REAL in München vertreten. Dort wird WAIYS diverse KI-Lösungen für die Immobilienbranche vorstellen und als Showcase den humanoiden KI-Roboter Ameca präsentieren. Messestand TB48 in Halle A3
