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Energiemanagement: compassio reduziert in über 100 Pflegeeinrichtungen Strom- und Gasverbrauch deutlich und treibt Dekarbonisierung voran
19.03.2026
Martin Stopa, Geschäftsführer Immobilien der compassio Gruppe
- compassio senkt Energieverbrauch in über 100 Pflegeeinrichtungen
- 2025 spart die Gruppe 5,8 GWh Energie und rund 1,14 Mio. Euro
- CO2-Emissionen werden um rund 2.100 t reduziert
Digitale Datengrundlage von Empact unterstützt Effizienz und nachhaltigen Betrieb der Einrichtungen
Die compassio Gruppe hat ihren Energieverbrauch in über 100 Pflegeeinrichtungen deutlich reduziert und damit ihre CO2-Emissionen spürbar gesenkt. Grundlage ist ein seit 2023 eingesetztes digitales Energiemanagementsystem des Softwareanbieters Empact, mit dem Verbrauchsdaten standortübergreifend erfasst, analysiert und verglichen werden. Gegenüber dem Basisjahr sank der Strombezug 2025 um rund 14,2 Prozent von etwa 15,4 auf 13,2 Gigawattstunden. Das entspricht einer Reduktion um 2,2 Gigawattstunden und rechnerisch dem jährlichen Verbrauch von rund 439 Einfamilienhäusern. Der Gasverbrauch ging im selben Zeitraum um rund 13,9 Prozent von etwa 25,9 auf 22,3 Gigawattstunden zurück. Das entspricht 3,6 Gigawattstunden und dem Verbrauch von rund 159 Einfamilienhäusern. Insgesamt verringerte compassio seinen Energieverbrauch damit um rund 5,8 Gigawattstunden und den CO2-Ausstoß um rund 2.100 Tonnen. Zugleich entlastet das System die Betriebskosten um rund 1,14 Mio. Euro brutto gegenüber dem Basisjahr.
„Energie ist ein zentraler Hebel im Betrieb moderner Pflegeeinrichtungen, sowohl wirtschaftlich als auch mit Blick auf einen verantwortungsvollen Ressourceneinsatz“, sagt Martin Stopa, Geschäftsführer Immobilien der compassio Gruppe. „Mit dem digitalen Energiemanagement verfügen wir über eine einheitliche und belastbare Datengrundlage über unsere Häuser hinweg. Das versetzt uns in die Lage, Verbräuche transparent zu analysieren, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und technische wie organisatorische Maßnahmen gezielt dort umzusetzen, wo sie die größte Wirkung entfalten.“
Die Einsparungen sind Ergebnis eines systematischen Maßnahmenpakets. Dazu gehören unter anderem die Umrüstung auf LED-Beleuchtung, die Einführung der Nachtabsenkung, die Absenkung von Temperaturen, die Optimierung von Betriebszeiten sowie die Laufzeitvergrößerung von Blockheizkraftwerken. Darüber hinaus setzt compassio in einzelnen Häusern bereits alternative Heiztechnologien ein, darunter Wärmepumpen und Pelletkessel. Parallel entwickelt die Gruppe ihr Immobilienportfolio konsequent weiter. Alle neuen compassio Häuser werden mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet. Damit will das Unternehmen nicht nur den Energieeinsatz weiter optimieren, sondern den Anteil klimafreundlicher Versorgung in seinem Gebäudebestand Schritt für Schritt erhöhen.
Auch im Branchenvergleich wird die Relevanz der erzielten Effekte deutlich: Laut dem im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit erstellten Curacon-Gutachten1 lag der durchschnittliche Stromverbrauch stationärer Pflegeeinrichtungen 2022 bei 2.900 Kilowattstunden je Bewohner:in, der witterungsbereinigte Wärmeverbrauch bei 7.496 Kilowattstunden je Bewohner:in. Zugleich sank der Verbrauch im Markt im Vergleich zu 2021 im Mittel um 4,5 Prozent beim Strom und um 3,4 Prozent bei der Wärme je Bewohner:in. Die bei compassio erreichten Reduktionen unterstreichen damit die Wirkung eines systematischen, datenbasierten Energiemanagements, auch wenn die Vergleichsgrößen und Zeiträume nicht vollständig deckungsgleich sind.
„Als Betreiber von Pflegeeinrichtungen tragen wir Verantwortung, nicht nur für eine verlässliche Versorgung, sondern auch für die Auswirkungen unseres Handelns auf Umwelt und Klima“, sagt Martin Stopa. „Wenn wir Energieverbräuche und Emissionen senken, ist das mehr als ein Effizienzthema. Als Konzern übernehmen wir Verantwortung und leisten unseren Beitrag dazu, Klimaziele erreichbar zu machen und Pflegeeinrichtungen nachhaltiger aufzustellen.“
Für compassio ist das digitale Energiemanagement Teil eines langfristig angelegten Transformationsprozesses. Ziel ist es, Energieverbräuche systematisch zu steuern, CO2-Emissionen weiter zu reduzieren und den Gebäudebetrieb wirtschaftlich wie technisch zukunftsfähig auszurichten. Die Ergebnisse aus 2025 zeigen, dass datenbasiertes Energiemanagement in der stationären Pflege messbare Effekte erzielen kann, sowohl ökologisch als auch ökonomisch.
Quelle: 1 Curacon GmbH mit Unterbeauftragung von Solites im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit: Evaluation des Energieverbrauchs stationärer Pflegeeinrichtungen. Ergebnisbericht für das Bundesministerium für Gesundheit, September 2023.