Wärmebedarf aller Gebäude in Deutschland
Energieeffizienz ist längst ein zentraler Faktor der Energiewende. Steigende Heizkosten, wachsendes Klimabewusstsein und neue gesetzliche Vorgaben machen die energetische Qualität von Gebäuden zueinem entscheidenden Faktor für die Immobilienwirtschaft, die kommunale Planung und die Energiewende.
Mit einer neuen Methodik zur Wärmebedarfsberechnung setzen Nexiga und die DBI-Gruppe nun einen Meilenstein: Erstmals wird der gesamte Gebäudesektor in Deutschland – Wohn- und Nichtwohngebäude – präzise und normbasiert abgebildet.
Die neue Berechnung deckt heute mit rund 34 Millionen den überwiegenden Anteil des beheizten Gebäudebestands in Deutschland ab und berücksichtigt etwa 70 Millionen Gebäudestrukturen. Sie ermöglicht eine detaillierte Analyse baulicher Situationen, etwa die Unterscheidung zwischen freistehenden Gebäuden, mittleren Reihenhäusern oder außenstehenden Reihenhäusern mit freien Außenwänden. Wärmebedarfsinformationen werden ebenso für als unbeheizt eingestufte Gebäude bereitgestellt. Zudem erlaubt die neue Methodik getrennte Angaben für Heizwärme und Warmwasser und folgt konsequent den normativen Vorgaben der DIN V 18599.
Kommunen können auf Basis der neuen Daten Wärmepläne erstellen, die den gesetzlichen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entsprechen. So lassen sich Wärmenetze gezielt ausbauen und Quartierskonzepte entwickeln, die den lokalen Bedarf berücksichtigen.
Wohnungsbaugesellschaften können ihre Bestände energetisch bewerten und priorisieren, welche Gebäude zuerst saniert werden sollten. Die detaillierte Wärmebedarfsanalyse ist die Basis für eine fundierte Investitionsplanung und ermöglicht eine Sensitivitätsanalyse bzgl. der Auswirkungen von verschiedenen Sanierungsstufen.
