Helaba mit deutlich rückläufigem Ergebnis im ersten Halbjahr
Die Helaba verzeichnet für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2026 ein deutlich rückläufiges Ergebnis. Das Konzernergebnis vor Steuern ging deutlich auf 194 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 458 Mio. Euro). Der Rückgang ist maßgeblich bedingt durch Belastungen im gewerblichen Immobiliengeschäft und einen Rückgang des Fair Value-Ergebnisses.
„Die Auswirkungen der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen und kapitalmarktbezogenen Rahmenbedingungen haben insbesondere unser gewerbliches Immobiliengeschäft belastet und das Fair Value-Ergebnis gedrückt. Dieses Halbjahresergebnis entspricht nicht unseren Erwartungen“, sagt Thomas Groß, CEO der Helaba. „Die dynamische Entwicklung des Neugeschäfts und des Provisionsüberschusses bestätigt jedoch unsere strategische Ausrichtung. Durch gezieltes Portfoliomanagement konnten wir darüber hinaus unsere NPL-Quote spürbar reduzieren“, so Groß weiter.
Das Ergebnis ist deutlich geprägt von den Auswirkungen der anhaltenden geopolitischen Verwerfungen, dem damit einhergehenden Anstieg des Marktzinsniveaus und der weiterhin verhaltenen konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Die operativen Erträge gingen um 8,9 Prozent zurück auf 1.368 Mio. Euro (Vorjahr: 1.502 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss sank moderat um 6,4 Prozent auf 770 Mio. Euro (Vorjahr: 823 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss legte dagegen auch aufgrund einer positiven Entwicklung im Kredit- und Avalgeschäft deutlich um 10,0 Prozent auf 319 Mio. Euro zu (Vorjahr: 290 Mio. Euro). Bewertungseffekte infolge des Zinsanstiegs im ersten Halbjahr und eine vorübergehende Zurückhaltung im relevanten Kundengeschäft führten dazu, dass das Fair Value-Ergebnis um 67,1 Prozent auf 54 Mio. Euro fiel (Vorjahr: 164 Mio. Euro). Im nichtzinstragenden Geschäft wuchs das Ergebnis aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien, in erster Linie die von der GWH gehaltenen Wohnimmobilien, um 22,2 Prozent auf 163 Mio. Euro (Vorjahr: 134 Mio. Euro).
Wachstumsinvestitionen sowie tarif- und inflationsbedingte Kostensteigerungen führten zu einem Anstieg des Verwaltungsaufwands um 6,6 Prozent auf -975 Mio. Euro (Vorjahr: -915 Mio. Euro).
Die Netto-Zuführung zur Risikovorsorge ist deutlich um 53,0 Prozent auf -198 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: -129 Mio. Euro). Die Zunahme ist überwiegend getrieben von erhöhten Belastungen aus dem Immobiliengeschäft. In der Zuführung zur Risikovorsorge wurden zudem geopolitische Risiken berücksichtigt.
„Wir sehen die Helaba weiterhin strategisch gut für die Zukunft aufgestellt. Aktuell schärfen wir unseren Investitionsfokus, beschleunigen unsere Wachstumsinitiativen und haben konsequente Sparmaßnahmen eingeleitet“, sagte Groß. „Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass wir im Gesamtjahr 2026 ein Ergebnis vor Steuern von rund 500 Mio. Euro erzielen werden. Wir halten an unserem Mittelfristziel fest, das Ergebnis in den nächsten fünf Jahren auf eine Milliarde Euro vor Steuern zu steigern.“
