Logistikstandort Bremen behauptet sich in anspruchsvollem Marktumfeld
- Robert C. Spies registriert hohe Dynamik auf dem Logistikimmobilienmarkt Bremen und Anstieg des Flächenumsatzes auf 260.000 m² im Jahr 2025
- Ausblick 2026: Solider Flächenumsatz und weiter sinkende Leerstandsquote erwartet
Der Markt für Logistik- und Industrieflächen (Vermietung, Verkauf und Neubau von Eigennutzern) in Bremen und dem direkten Umland hat das Jahr 2025 mit einem Flächenumsatz von 260.000 m² abgeschlossen. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg um rund 16 Prozent – bedingt durch eine hohe Anzahl an Mietvertragsabschlüssen und eine grundsätzlich hohe Marktaktivität. „In 2025 wurden deutlich mehr Flächen absorbiert, als neues Angebot auf den Markt gekommen ist. In der Folge ist die Leerstandsquote weiter zurückgegangen“, berichtet Björn Sundermann, Geschäftsführer der Robert C. Spies Industrial Real Estate GmbH & Co. KG. Das Ergebnis liegt knapp unter dem Fünfjahresdurchschnitt von rund 272.000 m², ist jedoch angesichts des aktuellen Marktumfelds als sehr positiv zu bewerten.
Unternehmen aus der Handelslogistik dominieren
Mit einem dominierenden Anteil von rund 49 Prozent am Gesamtflächenumsatz stellen Unternehmen aus der Handelslogistik die größte Nachfragergruppe dar. Dazu beigetragen haben u. a. zwei bedeutende Großabschlüsse in diesem Segment: Der Spezialist für gebrauchte Gabelstapler und Lagertechnikgeräte BlackForxx hat ein Neubauprojekt mit rund 55.000 m² im Bremer Industriehafen angemietet – das war der größte registrierte Abschluss in 2025. Darüber hinaus hat die AUKLogis GmbH am Bremer Kreuz eine Hallenfläche mit rund 28.000 m² angemietet. Mit einem Anteil von etwa 20 Prozent folgt die Kontrakt- und Lagerlogistik.
Spitzenmietpreise haben angezogen
Die gewerblichen Mietpreise haben sich im Jahr 2025 auf einem hohen Niveau stabilisiert. Die Spitzenmiete ist im Vergleich zum Vorjahr in Bremen um 95 Cent/m² auf 6,75 EUR/m² gestiegen. Die Durchschnittsmiete für moderne Logistikflächen liegt mit 5,65 EUR/m² in etwa auf Vorjahresniveau. Im Segment Light Industrial haben die Mieten infolge vermieteter Neubauprojekte ebenfalls angezogen und erreichen Spitzenwerte von bis zu 7,50 EUR/m².
Mietverträge werden kürzer und flexibler
Die Mietvertragslaufzeiten haben sich im Vergleich zu den Vorjahren weiter verkürzt. „Viele Nutzer bevorzugen kürzere Laufzeiten, um flexibler auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können“, sagt Sundermann und führt fort: „Zudem entscheiden sich Unternehmen vermehrt für eine zeitliche Gleichschaltung von Mietvertrag und Kundenkontrakt und damit seltener für langfristige, strategische Anmietungen.“
Knappes Flächenangebot im Bremer Stadtgebiet
Im Stadtgebiet Bremen sind derzeit nur vereinzelt verfügbare Logistikflächen vorhanden, insbesondere im GVZ Bremen sowie im Umfeld des Bremer Kreuzes. Etwas größer ist das Angebot im Umland, wo noch verschiedene Bestands- und Neubauimmobilien verfügbar sind.
Ausblick: Vielfältige Nachfrage sorgt für robusten Flächenumsatz
Der Flächenumsatz dürfte sich auch 2026 auf einem soliden Niveau bewegen. Robert C. Spies erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatz von rund 240.000 m², womit das Ergebnis etwa 30.000 m² unter dem Fünfjahresdurchschnitt liegen dürfte. Hintergrund für den leichten Rückgang ist vor allem das begrenzte Angebot großflächiger Bestandsimmobilien. Die Nachfrage verteilt sich auf eine Vielzahl von Branchen ohne klaren Schwerpunkt – ein Indikator für die breite wirtschaftliche Bedeutung der Region als Logistikstandort. „Durch die im Rahmen von Nachvermietungen absorbierten Flächen sowie das geringe Angebot spekulativer Neubauten und verfügbarer Bestandsimmobilien wird die Leerstandsquote voraussichtlich weiter sinken“, prognostiziert Björn Sundermann. Je nach Lagequalität wird eine nachhaltig erzielbare Neubaumiete von bis zu 6,60 EUR/m² erwartet.
